Hochfest der Gottesmutter Maria (01.01.2023)

«Verehrung der Hirten» Giotto, Fresko, 1303-1305 in der Capella degli Scrovegni in Padua; Teil des Museo Civico

     

 

  1. Lesung: Num 6,22-27

 

Lesung aus dem Buch Numeri.

 

Der HERR sprach zu Mose: Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.

 

So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.

 

 

  1. Lesung: Gal 4,4-7

 

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in Galatien.

 

Schwestern und Brüder!

 

Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.

 

Weil ihr aber Söhne (und Töchter) seid,
sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: Abba, Vater. Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn (und Tochter); bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott.

 

Evangelium: Lk 2,26-21

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

 

In jener Zeit
eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef
und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.

 

Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde.

 

Maria aber bewahrte all diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.

 

Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

 

Als acht Tage vorüber waren
und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte,
bevor das Kind im Mutterleib empfangen war. 


 

 

 

Impuls: Als Töchter und Söhne Gottes dürfen wir uns gesegnet wissen

 

Um göttlichen Segen geht es im Buch Numeri. Den göttlichen Segen wünschen wir uns, besonders am Anfang eines neuen Jahres und umso mehr in Zeiten einer ungewissen Zukunft. Hier wird uns ein alter traditioneller Segensspruch geboten, der aber nun durch den Priester Aaron und der ihm nachfolgenden Priesterschaft besonders nahegelegt wird. Als Christen ist uns dieser Segensspruch auch sehr geläufig. Schutz, Geborgenheit und der Beistand Gottes wird hier herabgerufen. Vor allem der Friedenswunsch ist in den heutigen Zeiten ein zentrales Anliegen. Davon scheinen wir weit entfernt, denn Neid, Hass, Aggression und Krieg schienen im Moment vorderhand zu erlangen.

 

Der «aaronitische Segen» war als Amulettröllchen im 6 und 5. Jahrhundert v. Chr. verbreitet, so bescheinigen es zumindest archäologische Funde in Jerusalem. Auch in Qumran wurden sie gefunden und stammen aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Der Segen war also nicht eine rein liturgische Formel, sondern fand seine Praxis im Volk. Dennoch wird hier den Priestern dieser Segenspruch aufgetragen. Durch sie soll die Kraft Gottes, in diesem gesprochenen göttlichen Wort, auf die Menschen überströmen, Durch Handauflegung wird dem Reisenden, Familienangehörigen und Freunden beim Abschied dieser Segen erteilt. Denn, wer sich auf den Weg macht in unsicheren Zeiten, bedarf den besonderen Schutz Gottes, soll sich behütet wissen und ihm soll der Frieden, das Wohlergehen, begegnen. Der Segen kommt von Gott, ist nicht eine Kraft über die wir verfügen, sondern wir bitten inständig um Gottes Beistand. So ist Jahwe, wirklich für uns da. Sein Segen wird zu seinem «Da-sein» für uns, zu unserm Wohl.

 

Mit der Geburt Christi bekommt ein solcher Segen nochmals einen tieferen Sinn, denn Schutz, Geborgenheit, Güte und Gnade sind zentrale Themen der Geburtsgeschichte. Paulus bringt sie knapp auf den Punkt in seinem Brief an die Gemeinden in der kleinasiatischen Provinz Galatien. Es ist die älteste Aussage über die Geburt Jesu. Es ist Gott der handelte, er sandte seinen eigenen Sohn. Dieser wurde durch eine Frau geboren, d.h. menschlich geboren. Von Maria spricht Paulus hier nicht, ihm geht es um die Menschwerdung des Sohn Gottes. Mit seiner Geburt als Jude war er sogleich auch dem Gesetz – der Torah – unterstellt. Die Begegnung mit diesen menschgewordenen Sohn Gottes, ist der Ausdruck des für uns daseienden Gottes, es ist ein Gnadenakt, ein wahrer Segen. Die Begegnung mit Christus macht die Gläubigen zu Brüdern und Schwestern in Christus, sie werden Töchter und Söhne Gottes, wenn sie seinen Geist (die Kraft des Glaubens) in ihrem Herzen aufnehmen. Gott wird dann zu ihrem «Abba», ihrem tiefvertrauten Herzensvater. Wer sich als Kind Gottes begreift, wird dann nicht Sklave von Gesetzen – der Torah – oder gesellschaftlichen Strukturen sein, sondern zum Erben des Vermächtnisses Gottes werden, d.h. er lebt aus dem Geist heraus, dass sein Herz belebt und ist somit aus Liebe freigekauft zum wahren Kindschaft Gottes.  

 

Glaube ist eine Herzenssache. Das erleben auch die Hirten als sie nach Bethlehem «eilten». Es ist die Begegnung mit der Heiligen Familie und vor allem die Worte über Jesus, die ihnen erzählt wurde. Warum sie nach Bethlehem «eilten» geht nur klar hervor, wenn wir das vorherige Kapitel der Begegnung mit den Engeln berücksichtigt, denn dort wurde ihnen die Frohe Botschaft verkündet und nun geschieht in Bethlehem die direkte Begegnung mit dem Ereignis. Angesichts der Ankündigung der Geburt des Retters (griechisch: Soter), der als «Christos Kyrios», d.h. als Messias kommt, den sie nun vor sich sehen, ist ihr Erstaunen verständlich. Maria nimmt die Worte in ihrem Herzen auf, dem Ort wo sich der Glaube entwickelt. Das Herz ist der Ort, wo Gedanken aufbewahrt werden, wo Entscheidungen gefällt werden. Denken und Fühlen sind hier verbunden. Die Hirten werden zu den ersten Verkündern der frohen Botschaft, denn sie rühmten und priesen nun den Herrn. Die Begegnung mit Christus veränderte alle und werden als Segen empfunden. Mit Jesus - «Gott hilft/rettet» können wir uns auf den Weg ins neue Jahr machen, wohl wissend, dass wir als Töchter und Söhne unseres himmlischen Vaters mit seinem Schutz – unserer Rettung -, Gnade und seinem Frieden rechnen dürfen, wenn wir unseren Glauben aus dem Herzen leben, denn dann sind wir wahrhaft gesegnet.

                  


Impulso: Somos bendecidos como hijas e hijos de Dios

 

El texto del Libro de Números trata sobre las bendiciones divinas. Deseamos la bendición divina, especialmente al inicio de un nuevo año y, más aún, en tiempos de un futuro incierto. Aquí se nos ofrece una antigua bendición tradicional, que el Libro de Números suguiere como una oración del sacerdote Aarón y su sucesores. Como cristianos, esta bendición también nos es muy familiar. En ella se pide protección, seguridad y la ayuda de Dios. Sobre todo, el deseo de paz es una preocupación central en los tiempos de hoy. Parece que estamos muy lejos de eso, porque la envidia, el odio, la agresión y la guerra están cobrando impulso en este momento.

 

La «Bendición Aaronita» estuvo disponible como un rollo de amuleto en los siglos VI y V a. C. Esto está atestiguado al menos por hallazgos arqueológicos en Jerusalén. También se encontraron estos amuletos con la bendición en Qumrán que datan del siglo I a. C. La bendición no era pues una fórmula puramente litúrgica, sino que encontraba su práctica entre el pueblo. Sin embargo, esta bendición se da aquí a los sacerdotes para que ellos bendigan el pueblo en nombre de Dios. A través de ellos, el poder de Dios – la Palabra divina hablada - debe derramarse sobre las personas. A través de la imposición de manos, viajeros, familiares y amigos recibieron esta bendición cuando partían desde la tienda o casa para ir a otros lugares. Los que  parten en tiempos inciertos hacia otros lugares necesitan la protección especial de Dios, deben sentirse protegidos por él y que van encontrar paz y bienestar con la bendición de Dios. La bendición viene de Dios, no es un poder que tenemos a nuestra disposición, sino que nosotros pedimos fervientemente la ayuda de Dios. Yahvé está realmente ahí para nosotros. Su bendición se convierte en su «estar ahí» - como es su nombre - para nosotros, para nuestro bien.

 

Con el nacimiento de Cristo, tal bendición vuelve a tener un significado más profundo, porque la protección, la seguridad, la bondad y la gracia son temas centrales en la narración del nacimiento de Jesús. Pablo llega al corazón de esto en su carta a las comunidades cristianas en la provincia de Galacia en Asia Menor. Es la declaración más antigua sobre el nacimiento de Jesús que conocemos.  Es Dios quien actúa, Él envió a su propio hijo. Este nació de una mujer, es decir, nació humano. Pablo no habla aquí de María, se refiere a la encarnación del Hijo de Dios. Con su nacimiento como judío, inmediatamente estuvo sujeto a la ley: la Torá. El encuentro con este Hijo de Dios encarnado es expresión de que Dios existe para nosotros, es un acto de gracia, una verdadera bendición. El encuentro con Cristo hace a los creyentes hermanos y hermanas en Cristo, hijas e hijos de Dios cuando reciben Su Espíritu (el poder de la fe) en sus corazones. Dios se convierte entonces en su «Abba», su Padre del Corazón en el que confían profundamente. Cualquiera que se considere hijo de Dios no será entonces más esclavo de las leyes -la Torá- o de las estructuras sociales, sino que se convertirá en heredero del legado de Dios, es decir, vivirá del Espíritu Santo que anima su corazón y, por lo tanto, sería recatado por el amor y así forma parte de la verdadera filiación de Dios.

 

La fe es un asunto del corazón. Los pastores también experimentaron esto cuando «se apresuraron» a llegar a Belén. Es el encuentro con la Sagrada Familia y sobre todo las palabras sobre Jesús que les fueron anunciadas. El porqué ellos fueron a «toda la prisa» a Belén sólo queda claro si consideramos el capítulo anterior del encuentro entre los pastores con los ángeles, porque allí les fue anunciada la buena nueva y ahora en Belén está ocurriendo el encuentro directo con el evento. Ante el anuncio del nacimiento del Salvador (griego: Soter), que viene como «Christos kyrios», es decir, como el Mesías, que ahora ven ante ellos, es comprensible su asombro. María recibe las palabras en su corazón, lugar donde se desarrolla la fe. El corazón es donde se guardan los pensamientos, donde se toma las decisiones. El pesar y el sentir están aquí conectados. Los pastores se convierten en los primeros en anunciar la buena noticia, porque ahora glorificaban y alababan al Señor. El encuentro con Cristo cambió a todos y es eso percibido como una bendición. Con Jesús - «Dios ayuda/salva» podemos iniciar el nuevo año, sabiendo muy bien que como hijas e hijos de nuestro Padre celestial podemos contar con su protección, su gracia y su paz cuando vivimos la fe desde el corazón, pues, entonces, somos verdaderamente bendecidos.

     

(Peter Downes, Theologe).

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(«Der Traum des Josef», bis 1705, Luca Giordano, in Indianapolis Museum of Art.)

  1. Lesung: Jes 7,10-14

    Lesung aus dem Buch Jesaja.


    In jenen Tagensprach der HERR zu Ahas – dem König von Juda; und sagte:Erbitte dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, tief zur Unterweltoder hoch nach oben hin!


    Ahas antwortete:Ich werde um nichts bitten und den HERRN nicht versuchen.


    Da sagte Jesaja:Hört doch, Haus Davids!Genügt es euch nicht, Menschen zu ermüden, dass ihr auch noch meinen Gott ermüdet?Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel – Gott mit uns – geben.


    [15 Er wird Butter und Honig essen bis zu der Zeit, in der er versteht, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen.


    Denn noch bevor das Kind versteht, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen, wird das Land verlassen sein, vor dessen beiden Königen dich das Grauen packt.


    Der HERR wird Tage kommen lassen über dich, über dein Volk und über das Haus deines Vaters,wie sie nicht gekommen sind seit dem Tag, an dem Efraim sich von Juda abwandte – nämlich den König von Assur!]


    1. Lesung: Röm 1,1-7

      Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom.

       

      Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert, das Evangelium Gottes zu verkünden, das er durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in heiligen Schriften: das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht
seit der Auferstehung von den Toten,
das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn.

       

      Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um unter allen Heiden Glaubensgehorsam aufzurichten um seines Namens willen; unter ihnen lebt auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid.

       

      An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

       

      Evangelium: Mt 1,18-24

       

      Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

       

      Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes.

       

      Josef, ihr Mann,
der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte,
siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids,
fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären;
ihm sollst du den Namen Jesus geben;
denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

       

      Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen
und einen Sohn gebären
und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.

       

      Als Josef erwachte,
tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.

       

      [25 Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus.]

       

       

      Impuls: Gott ist mit uns und will unser Heil, wir müssen nur seinen Anweisungen folgen

       

      Der Prophet Jesaja kündigt den Israeliten einen Neubeginn mit einem neuen König an.  Die zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts vor Christus ist von der Expansion der Assyrer bestimmt. Im Südreich Juda steht nun der König Ahas unter einem Entscheidungsdruck, denn gegen die wachsende Herrschaft der Assyrer stellen sich das Reich Aram (Syrien) und das Nordreich Israel. Beide Reiche wollen Juda als Bündnispartner gewinnen, aber der König Ahas entscheidet sich dagegen und als sie schließlich Jerusalem belagern, um ihn zur Allianz zu zwingen, ruft er ausgerechnet die Assyrer um Hilfe. Diese freuen sich über die Entscheidung, lassen aber Juda dann ihre Hilfeleistung mit einem hohen Tribut bezahlen. Jesaja ruft nun im Namen Gottes den König auf, sich an Jahwe – dem «Da-seienden» - zu richten und ihn in der Not um Hilfe zu bitten. Am Ende ist es Gott selbst, der hier den König auffordert, sich an ihn zu wenden. Statt aber diesem Aufruf zu folgen, lehnt er es mit der Begründung ab, eine solche Bitte, würde einer Versuchung Gottes gleichkommen uns somit eine Sünde sein. Aber seine Antwort ist scheinheilig, denn hier hat ja Gott selbst ihn dazu aufgerufen, sich bittend an ihn zu richten. Ahas aber verfolgt eigene Ziele, schließt dann ein Bündnis mit der falschen Partei. Er hätte auf Gott hören sollen. Jesaja beklagt sich nun gegen das Handeln des Königs und kündigt dem Volk einen neuen König aus dem Haus Davids an. Ein junger Nachfolger wird den Thron erhalten, der von einer Jungfrau – das hebräische Wort «עלמה» (alma) bedeutet genaugenommen «junge Frau» - geboren wird. Zudem wir ein programmatischer Name dieses Herrschernachfolgers genannt: Er wird אֵל עִמָּנוּ (Immanuel), d.h.  «Gott (ist/sei) mit uns» heißen. Jesaja spricht sich hier ganz offen gegen den König Ahas aus, der wegen seines Eigensinns und seiner Entscheidung gegen den Willen Gottes sich quasi selbst entmachtet hat. Gott aber wird an die Seite seines Volkes sein, daher wird er trotzdem – auch ohne Bitte des Königs – eingreifen und dem Volk einen neuen König geben, der mit ihnen sein wird, also für sie da sein wird. Dieser König wird lernen das Gute zu wählen und das Böse zu verwerfen, er wird also gerecht sein. Damit bildet er das Gegenbild zu den herrschenden Königen des Nord- und Südreiches, die den Weg in den Untergang ihrer Reiche beschreiten. An Ende werden sie von den Assyrern erobert werden und in 7. Jahrhundert v. Chr. endet dann alles in der babylonischen Gefangenschaft der Israeliten.     

       

      Diese Botschaft von einem neuen König aus dem Hause Davids wurde später im Judentum vom historischen Kontext gelöst und als eine Aussage zur Endzeit gedeutet, zur Ankündigung des Messias, der das Volk vor der Vernichtung rettet. Für die Christen wurde die Ankündigung des Immanuel mit Jesus in Verbindung gebracht, denn Jahwe, der «Da-seiende» (im Sinne des für und mit seiner Schöpfung Existierende), bestimmt mit seinem König, dem «Gott ist mit uns» den Weg zur Rettung des Volkes. Der neue König aus dem Hause Davids wird nun mit Jesus identifiziert. Auch, wenn hier zunächst eine Namensabweichung auftritt, so wird die Botschaft im Namen nochmals zugespitzt, den Jesus, leitet sich vom hebräischen יְהוֹשֻׁעַ (Jehoschua) ab und bedeutet «Gott rettet». In Jesus von Nazareth ist Gott mit seinem Volk, er ist für sie da, will deren Rettung. Folgen wir seinen Anweisungen, seinen Aufforderungen, so werden wir gerettet werden. So wurde die Prophezeiung des Jesaja als bleibende Mahnung und zugleich Hoffnungsbotschaft verstanden. Und für die Jünger und die ersten christlichen Gemeinden verkörperte Jesus von Nazareth alle Qualitäten, eines gerechten Königs, und mehr noch, wirkte wie die Gegenwart Gottes unter ihnen und so verstanden sie sein Da-sein als lebendige Gegenwart Gottes in seinem versammelten Volk.

       

      Paulus plant seine Reise zur bereits existierenden Gemeinde von Rom und stellt sich daher in seinem Brief zunächst den Christen in Rom vor, um sogleich den Grund seines angekündigten Besuchs zu benennen. Es wird auf die Kernpunkte des Glaubens verwiesen, die er ihnen dann vor Ort ins Detail erklären will. Er stellt sich selbst als Knecht (doulos, also Diener/Sklave) Christi dar und betont zugleich seine Berufung zum Apostel (Missionar/Botschafter) der guten Botschaft Gottes, des Evangeliums. Seine Adressaten in Rom sind Judenchristen und nichtjüdische Christen. Für die Judenchristen ist die Verheißung der Schrift entscheidend, denn Paulus geht auf die Prophezeiung des Jesajas ein und verbindet nun den angekündigten Nachkommen aus dem Hause Davids direkt mit Jesus, der als Mensch geboren wurde, aber mit dem Geist der Heiligkeit ausgestattet Sohn Gottes ist. Die Auferstehung Jesu von den Toten ist hierbei der Motor des Verkündigungsauftrages von Paulus. Sein Auftrag kommt aus der Gnade Gottes, ist also kein rein eigenes Anliegen und richtet sich gezielt an alle, auch und speziell an die Heiden. Beide, Juden und Heiden sind von Gott geliebt und alle sind zur Heiligkeit berufen.  

       

      Im Evangelium seht das Handeln Josefs im Mittelpunkt. Der Verlobte von Maria stellt fest, dass Maria schwanger war, wusste aber, dass er nicht der Vater sein konnte, da er nicht mit ihr «zusammengekommen war». Der Text erwähnt sofort, dass die Empfängnis Mariens geistgewirkt war, folgt dann aber der Wahrnehmung Josefs und seinem Handelsspielraum. Er wird als gerecht bezeichnet, d.h. er hielt sich streng an den Geboten und das Gesetz. Ihn stellten sich generell zwei Handlungsmöglichkeiten: Er hätte sie bloßstellen lassen, wobei sie dann als Ehebrecherin – denn die Verlobung ist schon ein verbindliches Eheversprechen - zum Tod verurteilt werden konnte, oder aber er entließe sie mit einem Scheidebrief in aller Stille. Beides würde für Maria vernichtende Auswirkungen haben. Bevor er eine Entscheidung trifft, denkt er noch darüber nach – wir kennen das Sprichwort: man soll nochmals darüber schlafen, bevor man sich entscheidet - und im Traum kommt er dann zur Entscheidung. Es geht dann um die Traumdeutung. Interessant ist hier die Parallele, die zwischen dem Josef des Ersten/Alten Testaments und des Josefs im Neuen Testament aufleuchtet. Diese hat wohl Matthäus gezielt hergestellt, denn es folgen weitere Träume des Josef in den folgenden Kapiteln. Matthäus hat seine Version des Evangeliums für eine judenchristliche Gemeinde Verfasst, wo das Gesetz des Moses und die Schrifterfüllung normierend für den Glauben sind.  

       

      In solchen Träumen nun hilft Gott bei der Entscheidungsfindung, er greift geradezu träumerisch ins Geschehen ein. Josef wird die Entscheidung in Traum durch einen Engel Gottes erschlossen. Josef befindet sich in einem Gewissenskonflikt, die ihm Sorge, ja Angst bereitet. Nun wird ihm aber mitgeteilt, dass das Kind im Leib Mariens vom Heiligen Gott, also göttlichen Ursprungs, ist. Ihm wird sogar aufgetragen, dem Kind den Namen Jesus zu geben, wobei die Deutung des Namens von «Gott rettet» zum «Sündenerlöser» klarstellt, dass das Kind göttlicher Natur ist, denn Sünden kann allein Gott erlassen. Nun folgt eine Schrifterfüllung zur Erklärung. Zitiert wird genau die Jesajastelle zur «Jungfrauengeburt» (das hebräische «alma» ist nun ins Griechische «παρθένος» (Parthenos = Jungfrau). Das Konzept der «Jungfrauengeburt» ist für die hellenische und ägyptische Welt geläufig. Und der Name Immanuel (Gott mit uns) würde auch so verstanden werden können. Damit müssen die Adressaten des Evangeliums wohl auch Judenchristen in der Diaspora ansprechen, d.h. Juden mit hellenistischem Bildungshintergrund. Wichtig ist dann aber die Reaktion Josefs auf den Traum. Trotz dieser außergewöhnlichen Botschaft des Engels, zweifelt er nicht an ihr, sondern tat was der Engel ihm befohlen hatte und blieb bei Maria. Er erkannte sie also trotzt dieser «sonderbaren» Schwangerschaft als seine Frau an. In einem Nachsatz (Vers 25) wird aber dann noch vermerkt, dass Josef Maria nicht «erkannte», d.h. nicht mit ihr schlief, bis sie «ihren Sohn» - !der Sohn nur von Maria! – gebar. Und dann folgt, ohne weiteren Kommentar, der Satz: «Und er gab ihm den Namen Jesus».

       

      Josef erweist sich als Vorbild eines Gläubigen, der den Anweisungen Gottes und nicht seinen eigenen Zielen und Vorstellungen folgt; damit nimmt er seine gottgewollte Bestimmung an. Maria gegenüber erweist er sich nicht nur gerecht, sondern auch treu in der Gemeinschaft mit Gott und mit ihr. Eindeutig wird hier gesagt, dass das Kind – Jesus – nicht sein Sohn ist, obwohl er ihn rechtlich mit der Anerkennung der Mutter, adoptiert. Die göttliche Herkunft ist mit der Jungfrauengeburt hier herausgestellt, sogleich wird mit dem Zitat aus Jesaja diese Geburt als Schrifterfüllung dargestellt. Gott greift ein, um sein Volk zu retten. 

       

      Als gläubige Christen müssen wir lernen, den Anweisungen Gottes zu folgen und uns für das kommende Neue vorbereiten. Nun steht die Geburt der neuen Zeit an, in der die Gerechtigkeit regieren wird. Das Kind der Jungfrau wird zum Zeichen dieser Hoffnung. 

         

       

      Impulso: Dios está con nosotros y quiere nuestra salvación, solo debemos seguir sus instrucciones

       

      El profeta Isaías anuncia un nuevo comienzo para los israelitas con un nuevo rey. La segunda mitad del siglo VIII a. C. está determinada por la expansión de los asirios. En el reino del sur de Judá, el rey Ajaz ahora está bajo presión para tomar una decisión, porque el reino de Aram (Siria) y el reino del norte de Israel se oponen al creciente dominio de los asirios. Ambos reinos quieren ganarse a Judá como aliado, pero el rey Ajaz decide no hacerlo y cuando finalmente sitiaron a Jerusalén para forzarlo a aliarse, Ajaz pide ayuda a los asirios. Están contentos con su decisión, pero luego hacen que el reino de Judá pague un fuerte tributo por su ayuda. Isaías llama ahora al rey en nombre de Dios a que se dirija a Yahvé («Aquel que está allí»)  y le pida ayuda en los estos momentos de gran necesidad, como era costumbre.

       

      Al final es Dios mismo quien le llama al rey que se vuelva suplicante hacia él. Sin embargo, en lugar de prestar atención a este llamado de Dios, se niega con el argumento de que tal pedido equivaldría a una tentación de Dios y, por lo tanto, sería un pecado. Pero su respuesta es hipócrita, porque aquí Dios mismo lo llama a dirigirse a Él en forma de súplica. Pero Ajaz persigue sus propios objetivos y luego forma una alianza con la parte equivocada. Debería haber escuchado a Dios. Isaías ahora se queja de las acciones del rey y anuncia al pueblo la venida de un nuevo rey de la casa de David. Un sucesor joven nacido de una virgen —la palabra hebrea עלמה (alma) significa literalmente «mujer joven»— heredará el trono. Además, se da un nombre programático del sucesor de este gobernante: se llamará אֵל עִמָּנוּ (Emanuel), es decir, «Dios (está/estar) con nosotros». Isaías se pronuncia abiertamente contra el rey Ajaz, quien, por su terquedad y su decisión contraria a la voluntad de Dios, se ha despojado efectivamente de sus poderes. Pero Dios estará al lado de su pueblo, por lo que aún intervendrá, incluso sin el pedido del rey, y le dará al pueblo un nuevo rey que estará con ellos, es decir, estará allí para ellos. Este rey aprenderá a elegir el bien y rechazar el mal, por lo que será un rey justo. Al hacerlo, forma la antítesis de los reyes gobernantes presentes en los reinos del norte y del sur, que están recorriendo el camino hacia la caída de sus reinos. Al final, serán conquistados por los asirios y los israelitas terminarán en el siglo VII a. C. en el cautiverio babilónico.

       

      Este mensaje de un nuevo rey de la casa de David fue luego interpretado en el judaísmo, fuera de su contexto histórico original, en forma universal, como una declaración sobre el fin de los tiempos: el anuncio del Mesías que salva al pueblo de la destrucción. Para los cristianos, el anuncio de Emanuel estaba asociado a Jesús, porque Yahvé, el «allí existente» (en el sentido de existir para y con su creación), determina con su rey, el Emanuel («Dios está con nosotros»), el camino de la salvación para la gente. El nuevo rey de la casa de David ahora se identifica con Jesús. Aunque aquí hay una discrepancia en el nombre, se vuelve a señalar el mensaje en el nombre, el Jesús, deriva del hebreo יְהוֹשֻׁעַ (Yehoshua) y significa «Dios salva». En Jesús de Nazaret, Dios está con su pueblo, está ahí para ellos, quiere su salvación. Si seguimos sus instrucciones, sus mandatos, seremos salvados. De modo que la profecía de Isaías fue entendida como una exhortación de conciencia y al mismo tiempo un mensaje de esperanza. Y para los discípulos y las primeras comunidades cristianas, Jesús de Nazaret encarnaba todas las cualidades de un rey justo y más, obraba como la presencia de Dios entre ellos y así entendían su existencia como la presencia viva de Dios en su pueblo reunido.


      Pablo planea su viaje a la comunidad cristiana ya existente en Roma y en su carta inicialmente presenta a los cristianos en Roma y luego expone el motivo de su planificada visita. Él señala los puntos claves de la creencia que quiere explicar, en Roma, en detalle. Pablo se ve a sí mismo como siervo (doulos, es decir, esclavo) de Cristo, al mismo tiempo subraya su vocación de apóstol (misionero/embajador) de la Buena Nueva de Dios, del Evangelio. Sus destinatarios en Roma son cristianos judíos y cristianos no judíos. Para los cristianos judíos, la promesa de la Escritura es decisiva, porque Pablo responde a la profecía de Isaías y ahora relaciona directamente a la descendencia anunciada desde la casa de David con Jesús, que nació como hombre de carne, pero es el Hijo de Dios dotado del  Espíritu Santo. La resurrección de Jesús de entre los muertos es el motor de la misión de Pablo para que se sienta convocada por la gracia de Dios. Él es llamada de anunciar el Evangelio a los gentiles. Entonces el mensaje se aplica no solo a los judíos, sino también a los gentiles. Todos son amados por Dios; todos están llamados a la santidad.

      Originalnachricht ausblenden

       

      Las acciones de José forman el centro del Evangelio de hoy. El prometido de María descubre que ella estaba embarazada, pero sabía que él no podía ser el padre porque no la «conocía», no tuvo relaciones sexuales con ella. El texto menciona inmediatamente que la concepción de María fue obra del Espíritu Santo. El texto sigue con José que tiene que enfrentar esta situación. Se dice que él es un hombre justo, lo que significa que cumplió estrictamente los mandamientos y la ley de Dios. Por lo general, José tenía dos opciones: exponer María en público como una adúltera, por ser embarazada de otra persona que su prometido, pues el compromiso al matrimonio se consideró ya vinculante, o liberar María del compromiso en forma discreta con un certificado de divorcio. Cualquiera de las dos soluciones tendría efectos devastadores para María y el niño. Antes de tomar una decisión, José lo piensa - conocemos el dicho: debes dormir sobre eso antes de decidir - y luego, en el sueño, toma la decisión. Sigue la interpretación de los sueños. Lo interesante aquí es el paralelo que surge entre el José del Primer/Antiguo Testamento y el José del Nuevo Testamento, ambos interpretan sueños divinos. Mateo probablemente produjo esto comparación deliberadamente, porque en los capítulos que viene en el Evangelio, según Mateo , siguen otros sueños más de José. Mateo escribió su versión del Evangelio para una comunidad judeocristiana donde la ley de Moisés y el cumplimiento de las Escrituras son normativos para la fe.

       

      En sueños como este, Dios ayuda en la toma de decisiones, interviene casi soñadoramente en lo que está pasando. La decisión le es revelada a José en un sueño por un ángel de Dios. Josef está en un conflicto de conciencia, lo que le causa preocupación, incluso miedo. Pero ahora se le dice que el niño en el vientre de María es del Espíritu Santo, es decir, de origen divino. Incluso se le instruye que le dé el nombre de Jesús, por lo que la interpretación del nombre de «Dios salva» a «Salvador del pecado» deja en claro que el niño es de naturaleza divina, porque solo Dios mismo puede perdonar a los pecadores. Ahora sigue un cumplimiento de las Escrituras para explicar el hecho. Se cita el conocido pasaje de Isaías sobre el «nacimiento virginal»; del hebreo «alma» ahora se traduce al griego en «παρθένος» (parthenos = virgen). El concepto de  la «virgen embarazada» es común en los mundos helénico y egipcio. Y el nombre Emanuel (Dios con nosotros) también podría entenderse de esta manera.

       

      Los destinatarios del Evangelio, probablemente, también deben ser cristianos judíos en la diáspora, es decir, judíos con una formación helenística. Ellos conocen el nacimiento de un héroe o semi-dios desde las mitologías antiguas. Lo que es importante, sin embargo, es la reacción de José a el sueño. A pesar de este extraordinario mensaje del ángel, él no duda de ella, pero hizo lo que el ángel le había mandado y se quedó con María. A pesar de este embarazo «peculiar» (excepcional), la reconoció como su esposa. En una frase de epilogo (el versículo 25), sin embargo, se advierte luego que José no «reconoció» a María, es decir, no se acostó con ella hasta que ella dio a luz a «su hijo» -¡el hijo de María, o de José!-, y luego sigue, sin más comentarios, la frase: «Y lo puso por nombre Jesús».

       

      José demuestra ser un modelo de creyente que sigue las instrucciones de Dios, en vez de seguir sus propias metas e ideas. Él acepta el destino que de Dios ha preparado. En relación con María se demuestra no sólo justo, sino también fiel en la comunión con Dios y con ella. Aquí se afirma claramente que el niño -Jesús- no es hijo propio suyo, aunque legalmente lo adopta con el reconocimiento de la madre. El origen divino se enfatiza aquí con el nacimiento virginal, y este nacimiento se presenta inmediatamente como el cumplimiento de la Escritura con la cita de Isaías. Dios interviene en el mundo para salvar a su pueblo.

       

      Como cristianos creyentes, debemos aprender a seguir las instrucciones de Dios y prepararnos para lo nuevo que vendrá. Ahora es el nacimiento de la nueva era en la que reinará la justicia. El niño de la Virgen se convierte en signo de nuestra esperanza.

       

      (Peter Downes, Theologe).

     


    2. Adventssonntag (4.12.2022)

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    1. Lesung: Jes 11,1-10

      Lesungaus dem Buch Jesaja.


      An jenem Tag wächst aus dem Baumstumpf Isais ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.


      Der Geist des HERRN ruht auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.


      Und er hat sein Wohlgefallen an der Furcht des HERRN. Er richtet nicht nach dem Augenschein und nach dem Hörensagen entscheidet er nicht, sondern er richtet die Geringen in Gerechtigkeit und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt das Land mit dem Stock seines Mundesund tötet den Frevler mit dem Hauch seiner Lippen. Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften und die Treue der Gürtel um seine Lenden.


      Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie. Kuh und Bärin nähren sich zusammen, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.


      Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natterund zur Höhle der Schlange streckt das Kind seine Hand aus.


      Man tut nichts Bösesund begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des HERRN, so wie die Wasser das Meer bedecken.


      An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Feldzeichen für die Völker; die Nationen werden nach ihm fragen und seine Ruhe wird herrlich sein.



    2. Lesung: Röm 15,4-9

      Lesungaus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom.


      Schwestern und Brüder!


      [Wir müssen als die Starken die Schwäche derer tragen, die schwach sind, und dürfen nicht für uns selbst leben. Jeder von uns soll dem Nächsten zu Gefallen lebenzum Guten und zur Auferbauung.


      Denn auch Christus hat nicht sich selbst zu Gefallen gelebt; vielmehr steht geschrieben:Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen. Denn] Alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schriften Hoffnung haben.


      Der Gott der Geduld und des Trostes aberschenke euch, eines Sinnes untereinander zu sein, Christus Jesus gemäß, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einmütig und mit einem Munde preist.


      Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes!

      Denn, das sage ich,Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willenDiener der Beschnittenen geworden,um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen; die Heiden aber sollen Gott rühmen um seines Erbarmens willen, wie geschrieben steht: Darum will ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen.


      [An anderer Stelle heißt es: Ihr Heiden, freut euch mit seinem Volk! Und es heißt auch: Lobt den Herrn, alle Heiden, preisen sollen ihn alle Völker. Und Jesaja sagt: Kommen wird der Spross aus der Wurzel Isais; er wird sich erheben, um über die Heiden zu herrschen. Auf ihn werden die Heiden hoffen.


      Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freudeund mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.]

      

    Evangelium: Mt 3,1-12

     

    Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

     

    In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa:

    Kehrt um!
Denn das Himmelreich ist nahe.


     

    Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn!
Macht gerade seine Straßen!

     

    Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung.

     

    Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.

     

    Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut,
wer hat euch denn gelehrt,
dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt?

     

    Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch:
Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken.

     

    Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.

     

    Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich
und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

     

    Schon hält er die Schaufel in der Hand; und er wird seine Tenne reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.


      

    Impuls: Es bricht eine neue Zeit an, in der Gerechtigkeit und Frieden herrschen werden

     

    Am ersten Advent haben wir die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet. Das Thema Licht war auch in den Lesungen letzten Sonntag gegenwärtig. Christus ist das Licht, das die Welt erhellen wird und dieses Licht wird wachsen und die Dunkelheit verdrängen. So wie jeden Adventssonntag eine weitere Kerze angezündet wird, so symbolisiert es das ankommende Licht Gottes. Am Ende werden wir dann am Weihnachtsfest, an Tag der Wintersonnenwende aus der Sicht der Nordhalbkugel, für uns hier auf der Südhalbkugel also die Sommersonnenwende, eine erhellte Krippe erleben und dazu einen hellen Stern am Firmament vorfinden. In der Lichtsymbolik des 25. Dezember, dem antiken Fest von Mithras oder dem Sol invictus (Apollo), geht es darum, dass der kürzeste Tag des Jahres zu Ende geht und nach Weihnachten die Tage für die nächsten sechs Monate stetig länger werden, also das Licht wächst. Es ist dieses größer werdende Licht, was mit der Geburt von Christus am Weihnachtsfest ausgedrückt wird. Das Licht, das die Dunkelheit – das sündige Leben - verdrängt und den Weg zum Heil aufleuchten lässt. Christus ist Licht vom Licht, wir es im Credo heißt.  

     

    Um diese Heilszusage geht es in den heutigen Lesungen, die zum einen die Ankunft eines neuen Königs aus dem Hause Davids ankündigt, zum andern die Taufe – mit Wasser und mit dem Geist - als eine Bekehrung, einen Neubeginn, aufzeigt. Für die christlichen Gemeinden, geht es um die ersehnte Wiederkehr Christi; an sie werden auch wir jedes Jahr erneut zu Weihnachten erinnert, wenn wir die Geburt Christi feiern und zugleich auch die Erwartung an seiner Wiederkunft Ausdruck verleihen. Advent ist dann immer eine aktualisierte Erwartungshaltung und Ausdruck unserer tiefsten Hoffnung.

     

    Der Prophet Jesaja spricht die Hoffnung des Volkes Israels aus, in einer Zeit, die eher vom Untergang gekennzeichnet war, in der die Bedrohung durch die Assyrer im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. das Leben bestimmte. Das Kapitel 11, der heutige Lesungstext, wird als nachexilischer Einschub betrachtet, indem, den aus dem babylonischen Exil zurückgekehrten Israeliten, nun ein Neubeginn verheißen wird, nämlich dadurch, dass aus den nahezu verdorbenen Wurzeln Isais, des Vaters von König David, ein neuer Spross, also ein neuer König hervorgehen wird. Diesem neuen Herrscher werden besondere Attribute zugesprochen: er wird mit dem Geist des Herrn gesegnet sein, d.h. Gott wird ihn anleiten; er wird den Geist der Weisheit und der Einsicht, den Geist des Rates und der Stärke und den Geist der Erkenntnis besitzen und in der Furcht des Herrn wandeln. Es wird also ein Herrscher kommen, der Weise ist und sich von anderen beraten lässt, also abwägt, einsichtig ist, der Entscheidungskraft besitzt und sich von Erkenntnissen leiten lässt, wobei er die Gesetzte Gottes bewahrt. Er verkörpert damit das Ideal eines Herrschers. Er sucht Gerechtigkeit für alle, geht nicht auf Gerüchte oder einen schellen, ersten, flüchtigen Eindruck ein, sondern entscheidet sich vor allem für die Armen, d.h. die zugunsten derjenigen, die seinen besonderen Schutz benötigen. Den Frevlern wird die Vernichtung angedroht, denn dieser Herrscher urteilt nach der Gerechtigkeit und ist dem Gesetzt Gottes treu.

     

    Es wird eine neue Zeit angesagt, in der die gängigen Verhältnisse umgeworfen werden. Aus den einstigen Verfolgern und Jägern werden nun Friedenssuchende. Die Bilder der Raubtiere, die jetzt bei ihren bisherigen Opfern Schutz suchen, mit ihnen zusammen speisen und ihren Nachwuchs zusammen aufziehen, zeigen eine Welt auf, die mit den geläufigen Verfeindungen und Täter- und Opferrollen bricht. Ein Löwe wird gar Stroh essen, um mit einer Kuh friedlich zusammen leben zu können, so etwa eines der Bilder Jesajas. Eine Giftschlange – Natter - und Säugling können in dieser neuen Welt Freunde sein. Eine Welt ohne böse Absichten, ohne Verbrechen soll auf den Zion – den Berg Gottes in Jerusalem – entstehen, die von der Erkenntnis des Herrn geleitet sein wird. Es gleicht ganz der paradiesischen Harmonie. Der neue Herrscher aus dem Hause Davids wird allen Völkern und Nationen Eintracht und eine herrliche Ruhe bereiten. Wahre Friedenszeiten werden hier angekündigt. Sicherlich ein Wunsch, der uns auch heute tief bewegt, angesichts einer Welt voller Spannungen und Konflikten. Es ist die Hoffnung auf eine Welt, die eine wahre Menschengemeinschaft bildet, in der Solidarität, Gleichheit und Gerechtigkeit das Leben bestimmen.

     

    Dieses Ideal wurde von den Christen auf die erwartete Endzeit hin gedeutet, auf die Wiederkehr Christi; es ist so eine adventliche Hoffnung auf den kommenden Spross aus der Wurzel Jesses (Isais), dem neuen David aus der kleinen Stadt Bethlehem. Diese Hoffnungsvision ruft uns gleichzeitig zur Änderung unseres Verhaltens auf. Wir werden dazu aufgerufen, wie Weise zu handeln und im Sinne der Gerechtigkeit zu leben, dem menschenverachtenden Handeln in uns selbst und durch unsere Stimme ein Ende zu setzten und schließlich ein weltverändernden und –verbessernden Handeln einzuschlagen. 

     

    In seinem Brief an die Christen in Rom ruft Paulus zur einem Leben des Beispiels auf. Wir leben füreinander und miteinander. Die Starken müssen die Schwachen stärken, sie zum Guten anleiten. Die Gemeinde soll sich durch einen gemeinsamen Sinn leiten lassen, sie sollen sich gegenseitig annehmen, d.h. eine wahrhaftige Familie bilden. Die Heiden sind ebenso zum Volk Gottes berufen, wie die Juden (Beschnittenen). Paulus will daher diese gemischte Gruppe von Heidenchristen und Judenchristen zur Einheit aufrufen. Ihr Bespiel wird dann auch für Menschen anderer Religionen ein Weg zur Bekehrung sein. Sie müssen daher im Glauben gefestigt werden und Einheit zeigen. Den starken Gläubigen wird hier eine Aufgabe zugeteilt, sich um die schwächeren Glaubensmitgliedern zu kümmern und dabei, vor allem, ihrem Gewissen zu folgen. Es geht nicht um ein strenges Einhalten von Regeln, sondern um den Dienst hin zu einer wahren Gemeinschaft. Die Starken, die sich dem Gesetzt gegenüber frei fühlen, da sie ganz ihrem Glaubensgewissen folgen, müssen sich aber bewusst sein, dass sie ihre Stärke allein Christi verdanken und deshalb sie auch die Schwächen der Schwachen mitzutragen haben. Sie sollen Rücksicht auf sie nehmen und sie begleiten, damit sie stark im Glauben werden. Es geht darum, die Einheit der Gemeinde zu bewahren und nicht sie in Starke und Schwache zu spalten. Was sie tragen soll ist nicht die strenge Einhaltung des Gesetzes, sondern die gegenseitige Liebe, das aufeinander Rücksicht nehmen. Auch wenn Jesus sich zunächst den Juden allein zuwandte, so argumentiert Paulus, hat er zugleich den Weg zum Heil auch für die Heiden geöffnet. Allen steht der Heilsweg in Christus offen: den Juden und den Heiden, den Starken wie den Schwachen.  

     

    Einheit schafft man durch Rücksichtnahme und durch die Bildung von Gemeinschaft, in der der Dienst am Mitmenschen vor dem Gesetzt steht. Der Ruft nach mehr Menschlichkeit ist auch hier die zentrale Botschaft.

     

    Matthäus erzählt uns im Evangelium von der Predigt und Taufpraxis des Johannes am Jordan. Zunächst wird Johannes der Täufer als ein prophetisch-apokalyptischer Prediger geschildert. Er kündet das kommende Himmelreich an, d.h. das Ende der Zeiten, den Beginn des Reiches Gottes. Direkt wird an Jesaja angeknüpft, indem Johannes mit jenem «Rufer in der Wüste» identifiziert wird, der als Bote und Wegbereiter des Herrn auftritt. Johannes war sehr populär, zumindest zogen viele Leute zu ihm in die Wüste – einem Ort, den die Bibel besonders als Ort der Besinnung und der Gottesbegegnung wertschätzt – um sich von ihren Sünden zu befreien und mit dem reinigen Bad der Taufe, ihre Umkehr zu einem neuen Leben, zu beginnen. Johannes zielt mit seiner Predigt und Taufe auf eine innere, wahrhaftige Umkehr der Herzen und des Lebens der Menschen und nicht auf eine bloße rituale Symbolhandlung. Als er daher feststellt, dass sich auch viele Pharisäer und Sadduzäer unter seinen Zuhörern befinden, wendet er sich mit schroffen Worten gegen sie. Als «Schlangenbrut» bezeichnet er sie, denn er erkennt anscheinend, dass sie sich taufen lassen wollen, ohne tatsächlich ihr Handeln verändern zu wollen. Sie sollen zeigen, dass sie wirklich eine Umkehr, einen Lebenswandel vollziehen wollen. Hier geht es um eine lebensbestimmende Umkehr, von der Früchte und Zeugnisse erwartet werden. Wer aber keine Früchte zeigt, also den nötigen Wandel nicht vollzieht, dem wird ein dramatisches Ende angedroht: ein fruchtloser Baum wird umgehauen und im Feuer vernichtet.

     

    Johannes, der sich als Wegbereiter des Herrn, des kommenden Endzeitrichters, versteht, weist darauf hin, dass er mit der Wasserreinigung – der Taufe – zur Umkehr aufruft, aber nach ihm komme ein Stärkerer als er selbst, demgegenüber er nicht einem einmal wie ein Schüler erscheinen kann. Gewöhnlich zog ein Schüler oder ein Diener seinem Lehrer/Meister bzw. Herrn, wenn er das Haus betrat, die Sandalen aus. Der aber nach ihm Kommende wird mit heiligem Geist und Feuer taufen, d.h. es wird Gericht gehalten und es findet eine Auslese zwischen Geretteten und zum Tode Verurteilten statt, wie es dann im Vergleich mit dem Weizen und der Spreu verdeutlicht wird. Die einen, getauft mit dem heiligen Geist, werden gesammelt werden, die anderen ins ewige Feuer – der Hölle – verbrennen.

     

    Der Wüstenprediger Johannes kündet die Ankunft des Herrn an und daher ist es an der Zeit sich auf dieses Kommen des Endzeitrichters vorzubereiten, sein Leben entsprechend dem Willen Gottes zu führen oder zu korrigieren. Es geht auch hier, im Evangelium, um eine Besinnung über unser Leben, um die Frage, ob wir gottgerecht und menschlich handeln und leben. Die Ankündigung vom Kommen einer neuen Zeit, ruft uns auf, unser Gewissen zu prüfen, ob wir rechtens handeln und gute Früchte in die Welt tragen, oder ob wir uns selbstgerecht verhalten und nur an uns selbst denken.

     

    Die Adventszeit ruft uns auf, über unser Leben nachzudenken, uns zu besinnen, den wahren Weg zu finden und vor allem den Blick auf unsere Mitmenschen zu schärfen. Wir sind aufgerufen zuzuhören, nachzudenken und dann uns vom sündigen Weg abzuwenden, uns zu reinigen und uns auf das kommenden Licht zu konzentrieren, das uns aus unserer Dunkelheit führt und uns den Weg zum wahren Menschsein leuchtet. Der im Kommen begriffene Christus, so verstehen wir die Adventszeit, wird uns den richtigen Weg leuchten, durch ihn können wir dann stark werden und andere im Glauben unterstützen, indem wir respektvoll und friedlich nur Gutes für sie wollen.      

     

     

    Impulso: Amanece una nueva era en la que reinará la justicia y la paz

     

    El domingo pasado, encendimos la primera vela de la corona de Adviento. El tema de la luz también estuvo presente en las lecturas. Cristo es la luz que iluminará al mundo y esta luz crecerá y desplazará las tinieblas. Así como se enciende otra vela cada domingo de Adviento, eso simboliza la luz venidera de Dios. Al final vamos encontrarnos en Navidad con un pesebre iluminado y una estrella brillante en el firmamento. Así celebramos Navidad en el día del solsticio de invierno desde la perspectiva del hemisferio norte, o para nosotros aquí, en el hemisferio sur, el solsticio de verano. Sin embargo, en términos del simbolismo de la luz, el día más corto del año – del hemisferio norte -, termina el 25 de diciembre, que fue la antigua fiesta para el culto de Mitra y para la fiesta del Sol invictus (Apolo), y en adelante, para los seis meses que siguen, la luz del día comienza a alargarse. Es esta luz creciente la que luego se expresa con el nacimiento de Cristo en ese día de fiesta. Es la luz que ilumina el camino a nuestra salvación. Cristo es luz de luz, como dice el Credo.

     

    Las lecturas de hoy tratan sobre esta promesa de la salvación, que por un lado anuncia la llegada de un nuevo rey de la casa de David, y por otro lado muestra el bautismo -con agua y con el Espíritu- como una conversión y un nuevo comienzo. Para la comunidad cristiana, se trata de la esperada venida de Cristo en el fin de los tiempos; también nosotros recordamos todos los años en Navidad la llegada de nuestra salvación con el nacimiento de Cristo en Belén y al mismo tiempo expresamos nuestra  esperanza en su regreso a fin de los tiempos. El Adviento es, pues, siempre una espera actualizada y una expresión de nuestra más profunda esperanza.

     

    El profeta Isaías expresa la esperanza del pueblo de Israel en el momento más aciago, cuando la amenaza asiria, de los siglos VIII y VII a. C. determina su forma de vivir. El capítulo 11 – de la lectura hoy - se considera como una inserción posterior al exilio, en el sentido de que a los israelitas que han regresado del exilio en Babilonia se les promete ahora un nuevo comienzo, en el que una nueva descendencia, es decir, un nuevo rey, surgirá de las raíces casi corruptas y muerte de Jesé, el padre del rey David. A este nuevo gobernante se le atribuyen atributos especiales: está bendecido con el espíritu del Señor, es decir, Dios es quien lo guía; posee el espíritu de sabiduría y de inteligencia, el espíritu de consejo y de fortaleza, y el espíritu de ciencia y de temor del Señor. Vendrá un gobernante que sabio y consultivo, es decir, que considera alternativas, que es comprensivo, tiene discernimiento y se guía por las ciencias, respetando las leyes de Dios. Es el ideal de un gobernante: busca la justicia para todos, no responde a rumores ni a primeras impresiones, sino que elige sobre todo a los pobres, es decir, a los que necesitan su especial protección. Los impíos están amenazados de destrucción, porque este gobernante juzga según la justicia y es fiel a la ley de Dios.

     

    Se anuncia una nueva era en la que se anularán las condiciones habituales. Los antiguos perseguidores y cazadores ahora buscan la paz. Las imágenes de los animales depredadores, que buscan protección de sus tradicionales víctimas, ahora comen juntos ellos, crían juntos a sus crías y muestran un mundo que rompe con las hostilidades y los roles de victimario y víctima. Un león incluso come paja para poder vivir en paz con el buey, según una estás imágenes que presenta Isaías. La serpiente venenosa, la víbora, y el niño pequeño pueden ser amigos en este nuevo mundo. Un mundo sin malas intenciones, sin crímenes, se levantará en el Sion - la montaña de Dios en Jerusalén – en que todos son guiado por el conocimiento del Señor. Es como la armonía del paraíso. El nuevo gobernante de la casa de David traerá armonía y un descanso glorioso a todos los pueblos y naciones. Aquí se anuncian verdaderos tiempos de paz. Sin duda, es un anhelo que también nos conmueve profundamente hoy, frente a un mundo en tensión y conflicto. Es la esperanza de un mundo como una verdadera comunidad humana en la que la solidaridad, la igualdad y la justicia determinen la vida.

     

    Este ideal del mundo que presenta Isaías fue interpretado por los cristianos como profecía sobre el fin de los tiempos, sobre el regreso de Cristo; es tal la esperanza de Adviento del retoño venidero de la raíz de Jesé (Isaías), el nuevo David del pueblito de Belén. Al mismo tiempo, esta visión de esperanza nos llama a cambiar nuestro comportamiento. Estamos llamados a actuar sabiamente y vivir de acuerdo con la justicia, poniendo fin a las acciones inhumanas dentro de nosotros mismos, a través de nuestra voz y en acciones para mejorar y cambiar el mundo.

     

    En su carta a los cristianos de Roma, Pablo llama a una vida de ejemplo. Vivimos el uno para el otro y el uno con el otro. Los fuertes deben fortalecer a los débiles, conducirlos al bien. La iglesia debe guiarse por el sentido común, deben aceptarse unos a otros, es decir, formar una verdadera familia. Los gentiles están tan llamados a ser el pueblo de Dios como los judíos (los circuncisos). Por tanto, Pablo quiere llamar a la unidad a este grupo mixto de cristianos-gentiles y cristianos-judíos. El ejemplo de vida de los cristianos será, entonces, también un camino de conversión para las personas de otras religiones. Por lo tanto, deben fortalecerse en la fe y mostrar unidad. A los creyentes fuertes se les da aquí la tarea de cuidar a los creyentes más débiles y, sobre todo, de seguir su conciencia. No se trata de un estricto cumplimiento de las normas (de la Ley), sino lo importante es el servir a esta verdadera comunidad. Sin embargo, los fuertes, que se sienten libres para enfrentarse a la ley porque siguen su conciencia enteramente por la fe, deben ser conscientes de que deben su fuerza sólo a Cristo y, por tanto, deben compartir también la debilidad de los débiles. Deben ser considerados con ellos y acompañarlos para que se fortalezcan en su fe. Se trata de preservar en la unidad de la Iglesia y no dividirla en fuertes y débiles creyentes. Lo que lleva no es la estricta observancia de la Ley, sino el amor recíproco, mostrándose consideración los unos por los otros. Incluso si Jesús inicialmente se dirigió solo a los judíos, argumenta Pablo, al mismo tiempo abrió el camino a la salvación también para los gentiles. El camino de la salvación en Cristo está abierto a todos: judíos y gentiles, fuertes y débiles.

     

    Uno crea unidad a través de la consideración y mediante la formación de una comunidad en la que el servicio a los demás seres humanos está por encima de la ley. El llamado a una mayor humanidad es también aquí el mensaje central.

     

    Mateo nos cuenta en el Evangelio acerca de la práctica del bautismo de Juan en el río Jordán. Primero, se describe a Juan el Bautista como un predicador profético-apocalíptico. Anuncia la venida del reino de los cielos, es decir, el fin de los tiempos, el comienzo del Reino de Dios. Hay una conexión directa con Isaías en el sentido de que Juan es identificado con esa «voz en el desierto» que aparece como el mensajero y precursor del Señor. Juan era muy popular, al menos mucha gente acudía a él en el desierto –en la Biblia un típico lugar de reflexión y encuentro con Dios- para liberarse de sus pecados y comenzar su conversión a una vida nueva con el baño purificador del bautismo. Con su sermón y bautismo, Juan apunta a una verdadera conversión interior del corazón y de la vida de las personas y no a un mero acto simbólico ritual. Por lo tanto, cuando descubre que también hay muchos fariseos y saduceos entre sus oyentes, se vuelve contra ellos con palabras duras. Se refiere a ellos como «raza de víboras" porque, aparentemente, reconoce que quieren ser bautizados sin querer cambiar sus acciones. Deben demostrar que realmente quieren dar la vuelta, cambiar sus vidas. Se trata de una conversión que determina la vida de la que se esperan frutos, testimonios. Pero quien no da fruto, quien no hace el debido cambio de su vida, está amenazado con un final dramático: « el árbol que no produce fruto será cortado y arrojado en el fuego».

     

    Juan, que se ve a sí mismo como el precursor del Señor, del juez del fin de los tiempos que viene, señala que con la purificación del agua -el bautismo- se expresa el  arrepentimiento y un cambio radical en la vida, pero después de él viene alguien más fuerte que él, a quien ni siquiera se parece en la posición de un discípulo. Por lo general, un discípulo o un sirviente quitaba las sandalias de su maestro o señor cuando él entra en la casa expresando el respeto y subordinación. Pero el que venga después de él bautizará con el Espíritu Santo y con fuego, es decir, el juicio se llevará a cabo y se elegirá entre los salvados y los condenados a muerte, como se aclara luego en la comparación con el trigo y la paja. Algunos, bautizados con el Espíritu Santo, serán recogidos, otros serán quemados en el fuego eterno: el infierno.

     

    El predicador del desierto, Juan, anuncia la venida del Señor y, por lo tanto, es hora de prepararse para esta venida del juez de los últimos tiempos, para vivir o corregir su vida según la voluntad de Dios. También aquí, en el Evangelio, se trata de reflexionar sobre nuestra vida, sobre la cuestión de si actuamos y vivimos según la voluntad de Dios y en forma verdaderamente humana. El anuncio de la llegada de una nueva era nos llama a examinar nuestra conciencia, si estamos actuando con rectitud y dando buenos frutos al mundo, o si estamos siendo infatuados (farisaicos) y pensando solo en nosotros mismos.

     

    El tiempo de Adviento nos llama a pensar en nuestra vida, a reflexionar, a encontrar el verdadero camino y, sobre todo, a afinar nuestra mirada en el prójimo. Estamos llamados a escuchar, reflexionar y luego apartarnos del camino del pecado, purificarnos y enfocarnos en la luz venidera que nos sacará de nuestra oscuridad e iluminará el camino hacia la verdadera humanidad. El porvenir de Cristo, así entendemos el tiempo de Adviento, iluminará el camino correcto para nosotros, a través de Él podemos, entonces, fortalecernos y apoyar a otros en la fe queriendo respetuosa y pacíficamente su bien.

     

    (Peter Downes, Theologe).

     

     

    33. Sonntag im Jahreskreis (13.11.2022)

    «Die Belagerung und Zerstörung Jerusalems» (1867) von Francesco Hayez, Gallerie dell’Accademia, Venedig)

    «Die Belagerung und Zerstörung Jerusalems» (1867) von Francesco Hayez, Gallerie dell’Accademia, Venedig)

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    33. Sonntag im Jahreskreis (13.11.2022)

    1. 1.    Lesung: Mal 3,19-10b

    Lesung
aus dem Buch Maleachi.

    Seht, der Tag kommt, er brennt wie ein Ofen:
Da werden alle Überheblichen und alle Frevler zu Spreu und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen. Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen dann bleiben.

    Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und ihre Flügel bringen Heilung.

    [Ihr werdet hinausgehen
und Freudensprünge machen
wie Kälber, die aus dem Stall kommen.]

    1. 2.    Lesung: 2 Thess 3,7-12

    Lesung
aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessalonich.

    Schwestern und Brüder!

    [Im Namen Jesu Christi gebieten wir euch, Brüder und Schwestern: Haltet euch von jenen fern, die ein unordentliches Leben führen und sich nicht an die Überlieferung halten,
die sie von uns empfangen haben!]

    Ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll. Wir haben bei euch kein unordentliches Leben geführt und bei niemandem unser Brot umsonst gegessen; wir haben uns gemüht und geplagt, Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen.

    Nicht als hätten wir keinen Anspruch auf Unterhalt; wir wollten euch aber ein Beispiel geben, damit ihr uns nachahmen könnt. Denn als wir bei euch waren, haben wir euch geboten:
Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.

    Wir hören aber, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten.

    Diesen gebieten wir und wir ermahnen sie in Jesus Christus, dem Herrn, in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen und ihr eigenes Brot zu essen.

    Evangelium: Lk 21,5-19

    Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

    In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel
mit schön bearbeiteten Steinen
und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es werden Tage kommen,
an denen von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleibt,
der nicht niedergerissen wird.

    Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und was ist das Zeichen, dass dies geschehen soll?

    Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach! Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch nicht erschrecken! Denn das muss als Erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort.

    Dann sagte er zu ihnen: Volk wird sich gegen Volk
und Reich gegen Reich erheben. Es wird gewaltige Erdbeben
und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen
und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

    Aber bevor das alles geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen. Man wird euch den Synagogen und den Gefängnissen ausliefern, vor Könige und Statthalter bringen um meines Namens willen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. 


    Nehmt euch also zu Herzen,
nicht schon im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können.

    Sogar eure Eltern und Geschwister,
eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden.

     Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.

     
Impuls: Seid standhaft im Glauben, lasst euch nicht durch die Drangsal verunsichern, denn wer rechtens lebt, den schenkt der Herr das ewige Leben

     Im letzten Buch des Alten Testaments, dem Buch Maleachi – der Namen bedeutet «mein Bote» -, wird Israel ermahnt sich an den «Tag des Herrn» zu erinnern. Es liegt nun etwa schon eine Generation zurück, als die Israeliten aus ihrem babylonischen Exil (597-538 v. Chr.) zurückkehrten und sich jetzt hüten müssen, nicht in ihr Verderben zu laufen, wenn sie überheblich werden. Vielmehr sollen sie gottesfürchtig bleiben, um dann in der «Sonne der Gerechtigkeit» zum Heil geführt zu werden. Die Menschen sollen dieses Licht durch ihre guten Taten, durch ihre Solidarität mit zum Strahlen zu bringen. Den Frevlern und Überheblichen, die anscheinend hier auf Erden unbestraft walten können, wird hier deutlich gesagt, dass sie am Ende im Feuerofen ihr Ende finden werden, denn Gott sieht und hört ihr schändliches Treiben. Den Gottesfürchtigen und Gerechten aber wird die Belohnung zugesagt; sie werden beschütz werden und dürfen sich am Ende sich freuen, denn ihnen wird das Heil zugesagt. Wer sich im Dienst anderer stellt, über den wird die göttliche, die geflügelte Sonne leuchten. So wird die wohltuende und wärmende Zuneigung Gottes spürbar. Gott erweist sich als unsere Sonne, als die wahre Lebensquelle. 

    Paulus ermahnt die Thessaloniker, sich von Leuten fernzuhalten, die «ein unordentliches Leben führen» und sich von der Überlieferung entfernt haben. Die christliche Gemeinde in Thessaloniki erlebte eine innere Krise, in der einige Mitglieder sich vom vorgezeichneten Pfad des Glaubens entfernten und dabei Gefahr liefen, auch andere Gemeindemitglieder auf ihren Irrweg mitzureißen. Der Text aus der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts, die (noch) die Autorität des Paulus beansprucht, spiegelt eine Gemeinde wider, die rasch gewachsen ist und sich nun an ihre Wurzen erinnern soll. Paulus soll ihr Vorbild sein; erinnert wird an sein «geordnetes» Leben. Betont wird, dass Paulus niemanden zur Last fiel, sondern für seine Unterkunft und sein Essen durch seine eigene Arbeit sorgte. Anscheinend treten nun Prediger oder Missionare auf, die sich von anderen versorgen lassen. In etwa derselben Zeit spricht die Didache – eine Art Kirchenlehre oder «Kirchenverfassung» - von falschen Wanderpredigern und Propheten, die sich in den Gemeinden über längere Zeit versorgen lassen, statt sich an die üblich gewährte Gastfreundschaft von drei Tagen zu halten. Es wird nicht das Recht auf Unterhalt in Frage gestellt, aber niemand soll die Großmut anderer ausnutzen. Daher die Ermahnung: «Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen». Jeder soll sich seine für seine Unterkunft durch die eigene Arbeit bemühen. Es soll Sinnvolles getan werden und zum ordentlichen Leben – auch der des Missionars – gehört es, sich selbst für sein Essen und für seine Unterkunft zu sorgen, zumindest aber daran beizutragen und niemandem auszunutzen oder zur Last zu fallen. Es geht schließlich um ein wohlvernehmliches Miteinander, wo der Missionar auch mit seiner eigenen Arbeit kollaboriert.  

    Auch die Kirche in Zeiten des Evangelisten Lukas erlebte starke Veränderungen. Jerusalem wurde nach dem Aufstand der Juden (in den Jahren 66 bis 70) vom römischen General Titus zerstört. Was Jesus also hier zur Zerstörung des Tempels ankündigt, ist bereits eingetreten. Es war ein einbrechendes Ereignis für Juden und Christen, denn damit wurde das «Haus Gottes» auf Erden, sein Heiligtum von den Römern vernichtet. Etwas eigentlich Unvorstellbares. Warum hat Gott es nicht verhindert? Nun gibt es viele Wanderprediger und diese drohen, die Gemeinde fehlzuleiten. Apokalyptische Prediger reden anscheinend von Kriegen und Unruhen und machen den Leuten Angst. Sind all diese Schrecken Anzeichen des endzeitlichen Gerichtstages und des Wiederkehrens des Herrn? So mögen es die Christen seinerseits gedacht haben. Das Ende ist aber noch nicht gekommen, versichert die Botschaft. Ein endzeitliches Szenario wird uns dann vor Augen geführt: Kriege werden Völker und Reiche gegeneinander führen, Naturkatastrophen (Erdbeben) und Seuchen werden die Menschen heimsuchen und dann drohen auch noch Hungersnöte. Zudem werden vom Himmel gewaltige Zeichen angekündigt.   

    Wir können diese Zeichen auch heute beobachten. Es sind aber auch Erlebnisse, die viele Generationen von Menschen erlebten. Wie heute, so waren auch die Erlebnisse der Christen im ersten Jahrhundert dramatisch. Apokalyptische Ängste kamen da auf und es häuften sich die negativen Erfahrungen, die existenzbedrohend schienen. Zudem erlebten sie auch die Verfolgung durch Juden und Römer. Ihr Glaube wurde auf die Probe gestellt, wenn nun ihr Zeugnis abverlangt wurde und sie mit ihrer Hinrichtung rechnen mussten, falls man sie gefangen nimmt und dann verurteilt. Wenn sie aber im Glauben verharren, dann wird Christus ihnen die rechten Worte eingeben, wird versichert Sie werden aus ihrem Herzen sprechen und ihre Gegner am Ende sprachlos lassen. Der Glaube wird aber auch Familien spalten, Verwandte und Freunde werden sie dann ausliefern. Manche von ihnen wird auch der Tod treffen und die Christen werden von vielen gehasst sein. Dies ist keine frohmachende Botschaft, sondern zeichnet das Schicksal einer bedrohten Gemeinschaft. Die entscheidende Aussage kommt dann aber zum Schluss: «Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen». Man darf sich nicht in Angst und Schrecken versetzen lassen, sondern soll fest am lebensschenkenden Glauben festhalten. Gott wird dem Glaubenden das ewige Leben schenken. Es ist sicherlich nicht leicht, angesichts all der negativen Ereignisse, am Glauben festzuhalten und nicht in Zweifel zu versinken und sich durch die Sorgen und Ängste in einer apokalyptischen Stimmung zu verfallen. Aber hier wird den Jüngern zugesagt, dass es am Ende auf das Festhalten am Glauben, auf das Vertrauen auf Gott ankommt, um alle Drangsal, Gefahr und Leid zu ertragen. Letztendlich werden dann die Glaubenden zu den Gewinnern des Lebens, denn Christus ist die «Sonne der Gerechtigkeit», ist der Weg zum Leben, ist der Kern all unser Hoffnung.   

    Impulso: Estad firmes en vuestra fe, no dejéis que la tribulación os inquiete, porque el Señor da vida eterna a los que viven en justicia

    En el último libro del Antiguo Testamento, el libro de Malaquías - el nombre significa «mi mensajero» - se exhorta a Israel a «recordar el día del Señor». Ya ha pasado una generación desde que los israelitas regresaron de su exilio en Babilonia (597-538 a. C.) y ahora deben tener cuidado de no perecer si son arrogantes. Más bien, deben permanecer piadosos para ser guiados a la salvación en su «sol de justicia». Las personas deben hacer que esta luz brille a través de sus buenas obras, a través de su solidaridad. A los malvados y arrogantes, que parecen gobernar sin castigo aquí en la tierra, se les dice aquí claramente que finalmente encontrarán su fin en el horno de fuego, porque Dios ve y escucha sus acciones. Pero la recompensa está prometida a los que temen a Dios y son justos, serán protegidos y al final se les permitirá regocijarse, porque se les promete la salvación. Quien se pone al servicio de los demás, sobre él brillará el divino sol alado. Se puede sentir el cariño calmante y reconfortante de Dios. Dios resulta ser nuestro sol, la fuente de la vida.

    Pablo exhorta a los tesalonicenses a que se mantengan alejados de las personas que están pervertidas - viven en forma «desordenada» -  y se han desviado de la tradición. La comunidad cristiana de Tesalónica experimentó una crisis interna, en la que algunos miembros se desviaron del camino de fe prescrito y se arriesgaron a llevar a otros por el camino equivocado. Este texto de la primera mitad del siglo II, que (todavía) reclama la autoridad de Pablo, refleja una Iglesia que ha crecido rápidamente y ahora debe recordar sus raíces. Se supone que Pablo es su modelo a seguir, recordándonos su forma de vida «ordenada». Se enfatiza que Pablo no era una carga para nadie, sino que proveía alojamiento y comida a través de su propio trabajo. Al parecer ahora aparecen predicadores o misioneros que se dejan cuidar por otros. Casi al mismo tiempo, la Didajé -una obra sobre la doctrina de la Iglesia o una «constitución de la Iglesia»- habla de falsos maestros y profetas itinerantes que se dejan cuidar por las comunidades cristianas durante un largo período de tiempo en lugar de apegarse a los tres habituales días de hospitalidad. No se cuestiona el derecho a la pensión alimenticia, pero nadie debe aprovecharse de la generosidad de los demás. De ahí la advertencia: «Si alguno no quiere trabajar, que tampoco coma». Todos deberían ganarse su alojamiento y comida por su propio trabajo. Se deben hacer cosas significativas y llevar una vida ordenada -incluida la del misionero- que incluye cuidar de la propia comida y alojamiento, o al menos hacer una contribución y no aprovecharse de nadie ni ser una carga. Se trata de buscar una convivencia amistosa, donde el misionero también colabora con su propio trabajo.

    La Iglesia en la época del evangelista Lucas también experimentó cambios importantes. Jerusalén fue destruida por el general romano Tito después de la rebelión de los judíos (66-70). Así que lo que Jesús anuncia aquí sobre la destrucción del Templo ya sucedió. Fue un acontecimiento demoledor para judíos y cristianos, porque con él la «casa de Dios» en la tierra, su santuario, fue destruida por los romanos. Algo realmente inimaginable para los judíos en este tiempo. ¿Por qué Dios no lo impidió? Ahora, en el tiempo de Lucas, hay muchos predicadores itinerantes que amenazan con desviar a la Iglesia. Los predicadores apocalípticos parecen hablar de guerras y disturbios y asustan con sus mensajes a la gente. ¿Son todos estos horrores señales del día del juicio final y del regreso –la parusía- del Señor? Los cristianos, ante todo lo que experimentaron, pueden haberlo pensado así. Pero el final aún no ha llegado, asegura el mensaje de Jesús. Entonces se nos presenta un escenario del tiempo del fin: las guerras librarán pueblos e imperios unos contra otros, los desastres naturales (terremotos) y las epidemias afligirán a la gente y luego amenazará también la hambruna. También se anuncian grandes señales desde el cielo.

    Podemos ver estos signos hoy también. Pero también son experiencias que han vivido muchas generaciones de personas. Como es el caso hoy, las experiencias de los cristianos del primer siglo fueron dramáticas. Surgieron miedos apocalípticos  y se aumentó el número de experiencias negativas que parecían amenazar la vida. Además, los cristianos de los primeros dos siglos experimentaron la persecución por  judíos y romanos. Su fe ha sido probada ya que ahora se requiere su testimonio y se enfrentan a la ejecución si son capturados y luego condenados. Pero si perseveran en la fe, entonces Cristo les entregará las palabras adecuadas. Hablarán desde sus corazones y dejarán a sus oponentes sin palabras. La fe dividirá a las familias. Los familiares y amigos también los entregarán. La muerte golpeará a algunos de ellos, los cristianos serán odiados. Este no es un mensaje feliz, sino que describe el destino de una comunidad amenazada. La declaración decisiva llega entonces al final: «Pero no perecerá ni un cabello de vuestra cabeza. Con vuestra perseverancia salvaréis vuestras alamas». Uno no debe dejarse llevar por el miedo y el terror, sino que debe aferrarse a la fe que da vida. Dios dará vida eterna a los creyentes. Ciertamente no es fácil, frente a todos los eventos negativos, aferrarse a la creencia y no hundirse en la duda o ponerse en un estado de ánimo apocalíptico a través de las preocupaciones y los miedos. Pero aquí se les dice a los discípulos que al final se trata de mantener la fe, confiar en Dios, para soportar toda tribulación, peligro y sufrimiento. Al final, los que creen se convierten en vencedores de la vida, porque Cristo es el «Sol de Justicia», es el camino de vida, es el centro de toda nuestra esperanza. 

    (Peter Downes, Theologe). 

    31. Sonntag im Jahreskreis (30.10.2022)

    («Die Begegnung zwischen Christus und dem Zöllner Zachäus». Unbekannter Stecher, 1501-1550, Druckgraphik in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel).

    («Die Begegnung zwischen Christus und dem Zöllner Zachäus». Unbekannter Stecher, 1501-1550, Druckgraphik in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel).

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    31. Sonntag im Jahreskreis (30.10.2022)

    1. 1.    Lesung: Weih 11,22-12,2

    Lesung
aus dem Buch der Weisheit.

    Herr, die ganze Welt ist ja vor dir wie ein Stäubchen auf der Waage, wie ein Tautropfen, der am Morgen zur Erde fällt.

    Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst, und siehst über die Sünden der Menschen hinweg, damit sie umkehren.

    Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von dem, was du gemacht hast; denn hättest du etwas gehasst, so hättest du es nicht geschaffen.

    Wie könnte etwas ohne deinen Willen Bestand haben, oder wie könnte etwas erhalten bleiben, das nicht von dir ins Dasein gerufen wäre?

    Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, Herr, du Freund des Lebens.

    Denn in allem ist dein unvergänglicher Geist. Darum bestrafst du die Sünder nur nach und nach; du mahnst sie und erinnerst sie an ihre Sünden, damit sie sich von der Schlechtigkeit abwenden und an dich glauben, Herr.

    1. 2.    Lesung: 2 Thess 1,11-2,2

    Lesung
aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessalonich.

    Schwestern und Brüder!

    Wir beten immer für euch, dass unser Gott euch eurer Berufung würdig mache und in seiner Macht allen Willen zum Guten und das Werk des Glaubens vollende. So soll der Name Jesu, unseres Herrn, in euch verherrlicht werden und ihr in ihm, durch die Gnade unseres Gottes und Jesus Christi, des Herrn.

    Brüder und Schwestern,
wir bitten euch hinsichtlich der Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, und unserer Vereinigung mit ihm: Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen,
wenn in einem prophetischen Wort
oder einer Rede oder in einem Brief,
wie wir ihn geschrieben haben sollen, behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da!

    Evangelium: Lk 19,1-10

    Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

    In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt. Und siehe, da war ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war reich.

    Er suchte Jesus, um zu sehen, wer er sei,
doch er konnte es nicht wegen der Menschenmenge; denn er war klein von Gestalt. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.

    Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben.

    Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf.

    Und alle, die das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. 


    Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Siehe, Herr, die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück.

    Da sagte Jesus zu ihm:
Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen,
um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

    Impuls: Gott steht zu seiner Schöpfung und ruft uns zur Umkehr zu einem gottgefälligen Leben

    Sollen die Bösen sofort bestraft werden oder soll ihnen die Möglichkeit zur Reue und Umkehr, zum Wandel in gottgefälligen Menschen gewährt werden? Opfer von Gewalt und Ungerechtigkeiten fordern sicherlich berechtigt, eine sofortige Bestrafung von Tätern, aber in den heutigen Texten geht es um noch Existenzielleres: es geht um Leben und Tod, um Strafe oder Gnade. Es geht um den Aufruf, sich an die ursprüngliche Bestimmung des Menschen als Geschöpf Gottes zu erinnern und um dem Sünder – denjenigen der gegen seine menschliche Berufung handelt – einen Weg zur Umkehr aufzuzeigen. Wer sich selbst von der Gemeinschaft ausschließt oder durch sein Tun ausgeschlossen wird, wer also damit als Verloren gilt, dem wird hier ein Weg aufgezeigt, wie er zurück zu seiner wahren Bestimmung finden kann. Den Willen zur Umkehr muss aber ein Sünder selbst aufbringen, er muss suchen, rufen und die Begegnung mit Gott anstreben. Dann wird aus dem Verlorenen ein Gefundener und Geretteter.

    Im Buch der Weisheit wird die Größe Gottes betont. Die Erde ist angesichts seiner Macht nur wie ein Staubkörnchen. Und diese Macht ist auch in seinem Handeln erkennbar, denn er erweist sich als gnädiger, verzeihender Gott, der seinen geliebten Geschöpfen den Weg offenhält, sich von ihrem sündigen Dasein hin zur menschlichen Berufung umzukehren. Gott steht zu seiner gewollten Schöpfung. Er hat alles ins Dasein versetzt und strebt auf dessen Erhalt, schont sein Eigentum, denn er ist ein «Freund des Lebens». Gott ist treu gegenüber seiner Schöpfung. Den Sündern wird eine Strafe angedroht, aber zunächst werden sie ermahnt, von ihrer Schlechtigkeit abzulassen und an Gott zu glauben. Strafe wird also nicht aufgehoben, aber Ziel Gottes ist es, dass der Sünder sich bekehren kann, er soll umkehren und zu seiner eigentlichen Berufung als Mensch geführt werden. Gott will nicht die Vernichtung der Sünder, sondern deren Heilung durch deren Umkehr. Wenn die Bestrafung der Bösen also (noch) ausbleibt, so liegt es daran, dass Gott uns noch Zeit schenkt, einen Lebenswandel zu vollziehen, indem wir letztendlich uns als seine geliebten Geschöpfe verstehen und dann unser Leben entsprechend ausrichten: vom Sünder zum Mitmenschen werden. Die pädagogische Botschaft ist: Gott will unser Bestes, da er die Welt und seine Geschöpfe aus Liebe erschuf. Nun liegt es an uns, diesen Liebesweg zu bewahren bzw. neu einzuschlagen, denn sie führt uns zur Bewahrung unseres Lebens.

    Im zweiten Brief an die Thessalonicher erinnert Paulus – oder eher ein Paulusschüler - die Gemeindemitglieder an deren Berufung und daran, dass Gott ihren Willen zum guten Tun und Werken des Glaubens lenkt und vollenden wird. Das Leben eines Gläubigen wird so zur Vergegenwärtigung von Christus selbst. Der Autor des Briefes ermahnt aber auch die Gemeinde, sich nicht von falschen Prophezeiungen oder Briefen, die Paulus zugeschrieben werden – also «Fake news» - beirren zu lassen, indem behauptet wird, dass der Tag des Herren bereits begonnen hat. Angesichts der sich stetig verzögernden Parusie – Wiederkunft Christi am Ende der Zeiten – scheinen manche Gläubige nun zu meinen, sie wären bereits in dieser Endzeit und haben wohl mit ihren guten Werken und dem Predigen nachgelassen. Was diese Christen in Thessaloniki beschäftigt, ist die Frage, wie sie denn gegen Ende des ersten Jahrhunderts angesichts der «Parusieverzögerung» nun handeln sollen. Die Frage nach der Wiederkunft Christi ist für diese zweite Generation in den Paulusgemeinden zu einer Existenzfrage geworden. Diese versucht nun der Autor des Briefes mit der Ermahnung sich an die Überlieferung Pauli festzuhalten, dem vorgezeichneten Weg der guten Taten und der Verkündigung zu folgen und sich nicht durch die falsche Vorstellung, dass der Tag des Herren bereits gekommen ist, in Unsicherheit zu treiben, Vertrauen zu bewahren. Man soll sich «nicht aus der Fassung bringen» lassen, sondern das christliche Leben weiterhin in der Nachfolge Christi in den Werken und Worten verwirklichen. 

    Jesus Begegnung mit dem obersten Zollpächter Zachäus ist eine Erzählung, die nur im Lukasevangelium erscheint. Die Zollpächter hatten einen schlechten Ruf in der Bevölkerung, da sie die Steuern und Marktzölle eintrieben und eine festgesetzte Summe dann an die römische Staatskasse abführten, während sie einen weiteren Anteil selbst behalten konnten. Waren sie Juden, wie im Falle von Zachäus, dann galten sie als Gehilfen der römischen Besatzer. Ihre Verachtung wird im Neuen Testament mit den Status der Sünder gleichgestellt. Zachäus – der Name enthält die hebräische Wurzel des Verbs זכך (zaka), was «unschuldig» bzw. «rein sein» bedeutet – wird als reicher Mann geschildert. Er ist es, der Jesus sucht, ihn aber zunächst nicht erreichen kann, da Jesus eine Menschenmenge umgibt. Zudem war er klein von Statur, konnte Jesus also auch nicht durch die Menge sehen. Da er aber die Begegnung such, läuft er den Weg voraus, um dann auf einen Maulbeerfeigenbaum zu steigen und so das Vorbeikommen von Jesus abzuwarten. Und als nun Jesus den Baum erreicht, erblickt er Zachäus und ruft ihn zu sich. Zum Erstaunen aller will Jesus ins Haus des Zöllners gehen. Das stößt auf Unverständnis, da Zöllner doch schlechte Menschen sind, mit Betrügern vergleichbar oder Menschen die sich auf Kosten anderer bereichern, eben schlicht Sünder. Zachäus aber erweist sich bereits als ein bekehrter und verantwortlicher Mensch, denn er hilft nun mit seinem Vermögen den Armen. Sogar die Hälfte seines Vermögens gibt er ihnen und ist auch bereit, Leuten von denen er wohlmöglich zu viel an Steuern oder Zöllen abgefordert hatte, sogar das Vierfache zurückzahlen. Jesus erklärt daraufhin Zachäus zu einem wahrhaften Sohn Abrahams und freut sich in Zachäus einen «Verlorenen» wieder auf den Weg der Reinheit und des Heils zu führen. Der Zollpächter Zachäus wird zum Vorbild des bekehrten Sünders und Jesus spricht seine Freude darüber aus, dass dieser nun auf den Weg des Heils zurückkehrte. Sein Vermögen wird für gute Werke verwendet und er verspricht Gerechtigkeit zu üben an allen, die durch ihn Schaden erlebt hatten.

    Dem Sünder steht immer der Weg zur Umkehr offen; geht er diesen Schritt, so wird er Gnade bei Gott erlangen und er kann sich zum gottgewollten Mitmenschen formen lassen. Für Gott ist niemand für immer verloren, aber die Initiative zur Umkehr ist abhängig vom Willen des Sünders, der seine Taten bereut. Dann erfährt er Gottesnähe und darf sich als ein wieder Aufgenommener in die Hausgemeinschaft (Gottes) verstehen. So sollen auch die Christen bereuenden Sündern die Türen zu ihrer Gemeinschaft öffnen und sich über die Rückkehr der einst Verlorenen freuen und gemeinsam mit ihnen die Nachfolge Christi leben.

    In dieser neuen Woche gedenken wir am Dienstag den Heiligen, die für uns Vorbilde im Glauben sind. Viele von ihnen erlebten eine radikale Umkehr in ihrem Leben und wurden zu Wegweisern eines gottgefälligen Lebens. Auch unseren Verstorbenen gedenken wir am Mittwoch insbesondere. Für sie hoffen wir auf einen gnädigen Gott und erinnern uns besonders an ihren guten Werken und vertrauen darauf, dass ihr Glaube uns auf ewig verbindet. Unter dem Abt Odilo führten die Mönche des Kloster Cluny in Burgund das Gedenkfest Allerseelen, am Tag nach Allerheilgen, also auf dem 2. November, im Jahre 998 ein. Das Kloster hatte mit seinen Nekrologien und Gedenkmessen zuvor schon zuvor die Armenpflege mit dem Totengedenken verbunden, so dass die Lebenden und die Toten als im Glauben verbundene betrachtet wurden. Mit dem Allerseelenfest sprechen wir unser Vertrauen aus, dass der bereuende Sünder, wie wir alle, auf einen gnädigen Gott hoffen dürfen.

    Impulso: Dios apoya a su creación y nos llama a arrepentirnos para volver a una vida recta y piadosa

    ¿Se debe castigar a los malvados de inmediato o se les debe dar la oportunidad de arrepentirse y transformarse en personas piadosas? Las víctimas de la violencia y la injusticia ciertamente tienen razón al exigir el castigo inmediato de los perpetradores, pero los textos de hoy todavía tratan de cuestiones existenciales: vida o muerte, castigo o misericordia. Es una llamada a recordar el destino original del hombre como criatura de Dios y a mostrar al pecador -aquel que actúa en contra de su vocación humana- un camino de conversión. A quien se autoexcluye de la comunidad o el que es excluido por sus acciones, a quien se le da por perdido, se le muestra aquí un camino para encontrar el camino de regreso a su verdadero destino. Pero un pecador tiene que encontrar la voluntad de cambiarse a sí mismo, tiene que buscar, llamar y luchar por el encuentro con Dios. Entonces el hombre perdido se convierte en un encontrado y salvado.

    La grandeza de Dios se enfatiza en el Libro de la Sabiduría. La tierra no es más que una mota de polvo frente a su poder. Y este poder también es reconocible en sus acciones, porque se muestra un Dios misericordioso y perdonador, que mantiene abierto el camino para que sus amadas criaturas se conviertan de su existencia pecaminosa hacia su vocación humana. Dios está a favor de su creación deseada. Él ha traído todo a la existencia y se esfuerza por preservarlo, protege su propiedad porque es un «amigo de la vida». Dios es fiel a su creación. Los pecadores son castigados pero primero exhortados a abandonar su maldad y creer en Dios. El castigo no está abolido, pero la meta de Dios es que el pecador pueda convertirse, debe convertirse y ser conducido a su verdadera vocación de ser humano. Dios no quiere la destrucción de los pecadores, sino su curación a través de su arrepentimiento. Si los malvados no son (todavía) castigados, es porque Dios todavía nos da tiempo para completar un cambio de vida en el que finalmente nos veamos a nosotros mismos como sus amadas criaturas y luego alineemos nuestras vidas en consecuencia: de pecadores a seres verdaderos humanos. El mensaje pedagógico es: Dios quiere lo mejor para nosotros, ya que el mundo y sus criaturas fueron creados por su amor. Ahora nos toca a nosotros conservar este camino de amor o retomarlo, porque nos  lleva a la conservación de nuestra vida.

    En la segunda carta a los Tesalonicenses, Pablo, o más bien un discípulo de Pablo, recuerda a los miembros de la comunidad cristiana su vocación y que Dios los dirige y perfeccionará según su voluntad para las buenas obras y obras de fe. La vida de un creyente se convierte, así, en una representación del mismo Cristo. Sin embargo, el autor de la carta también advierte a los fieles de la iglesia de Tesalónica que no se dejen engañar por profecías falsas o cartas atribuidas a Pablo, es decir, «fake news», al afirmar que el día del Señor ya ha comenzado. En vista de la parusía – el regreso de Cristo al final de los tiempos - que sigue en demora, algunos miebros de la comunidad ahora parecen pensar que ya están en estos tiempos finales y pueden desocuparse en hacer buenas obras y predicar. Lo que preocupa a estos cristianos de Tesalónica es la cuestión de cómo deben actuar a finales del siglo I ante el «retraso» de parusía. La cuestión del regreso de Cristo se ha convertido en una cuestión existencial para esta segunda generación de discípulos en las congregaciones paulinas. El autor de la carta ahora trata de hacer esto con la advertencia de apegarse a la tradición de Pablo y seguir el camino prescrito de buenas obras y la proclamación y no dejarse llevar por la incertidumbre, por la falsa idea de que el día del Señor ha llegado. Uno debe «no enfadarse», sino continuar viviendo la vida cristiana en obras y palabras en el seguimiento de Cristo.

    El encuentro de Jesús con el jefe de los publicanos, Zaqueo, es una narración que aparece solo en el Evangelio según Lucas. Los recaudadores de tributos tenían una mala reputación entre la población judía porque recaudaban los impuestos y los cobros por derechos de venta en la feria y luego pagaban una suma fija al tesoro romano y podían quedarse con una parte adicional. Si eran judíos, como en el caso de Zaqueo, entonces se los consideraba colaboradores de los romanos ocupadores. Su desprecio se equipara con el estatus de pecadores en el Nuevo Testamento. Zaqueo - el nombre contiene la raíz hebrea del verbo זכך (zaka), que significa «inocente» o «ser puro» - es representado como un hombre rico. Es él quien busca a Jesús, pero al principio no puede alcanzarlo porque Jesús está rodeado por una multitud. Era pequeño de estatura y no podía ver a Jesús. Pero como buscaba un encuentro, se adelantó corriendo, se subió a un sicómoro y esperó a que pasará  Jesús. Y cuando Jesús llegó al árbol, vio a Zaqueo y lo llamó. Para asombro de todos, quiere entrar en la casa de este publicano. Esto encuentra incomprensión, ya que los publicanos son considerados malas personas, comparables a estafadores o personas que se enriquecen a costa de los demás, parecen simplemente a los pecadores. Pero Zaqueo demuestra ser un hombre de conciencia, ya que usa su riqueza para ayudar a los pobres. Incluso les da la mitad de su fortuna y ahora está dispuesto a pagar cuatro veces más a personas a las que les puede haber pedido demasiado en tributos o derechos para vender en las ferias. Jesús, entonces, declara a Zaqueo como un verdadero hijo de Abraham y se alegra de llevar a Zaqueo, un hombre «perdido», de vuelta al camino de la pureza y salvación. El publicano Zaqueo se convierte en el ejemplo del pecador convertido. Su riqueza se utilizará en adelante para buenas obras, y promete hacer justicia a todos los que han sido dañados por él.

    El camino del arrepentimiento está siempre abierto para el pecador, si él da este paso, ganará el favor de Dios y podrá dejarse formar en un humano querido por Dios. Para Dios nadie está perdido para siempre, pero la iniciativa de arrepentirse depende de la voluntad del pecador que se aleja de sus obras malas. Entonces experimenta la cercanía a Dios y puede verse a sí mismo como un miembro readmitido a la casa del Señor. Del mismo modo, los cristianos también deben abrir las puertas de su comunidad a los pecadores arrepentidos y alegrarse por el regreso de los que estaban perdidos y vivir juntos el seguimiento de Cristo.

    En esta nueva semana, este martes conmemoramos a los santos que son ejemplos de fe para nosotros. Muchos de ellos experimentaron un cambio radical en su vida y se convirtieron en guías para una vida piadosa. También conmemoramos a nuestros difuntos este miércoles en particular. Expresamos nuestra esperanza en un Dios misericordioso y recordamos en particular sus buenas obras y confiamos en que su fe nos unirá para siempre. Bajo el abad Odilo, los monjes del monasterio de Cluny en Borgoña, introdujeron la fiesta conmemorativa de los difuntos, el día después de Todos los Santos (es decir, el 2 de noviembre) en el año 998. Con las necrologías (libros en memoria de los fallecidos por los que se celebraron misas para sus almas) y las misas conmemorativas, el monasterio había considerado anteriormente la atención a los pobres en relación con la conmemoración de los muertos. Los vivos y los muertos están unidos en la fe y como pecadores arrepentidos todos esperamos en un Dios misericordioso.

    (Peter Downes, Theologe).

    29. Sonntag im Jahreskreis (16.10.2022)

    („Sieg über die Amalekites“ Holzschnitt nach einer Zeichnung von Julius Schnorr von Carolsfeld (deutscher Maler, 1794 - 1872), veröffentlicht 1877).

    („Sieg über die Amalekites“ Holzschnitt nach einer Zeichnung von Julius Schnorr von Carolsfeld (deutscher Maler, 1794 - 1872), veröffentlicht 1877).

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    29. Sonntag im Jahreskreis (16.10.2022)

    1. 1.    Lesung: Ex 17,8-13

    Lesung
aus dem Buch Exodus.

    In jenen Tagen kam Amalek und suchte in Refidim den Kampf mit Israel. Da sagte Mose zu Josua: Wähl uns Männer aus und zieh in den Kampf gegen Amalek! Ich selbst werde mich morgen mit dem Gottesstab in meiner Hand auf den Gipfel des Hügels stellen.

    Josua tat, was ihm Mose aufgetragen hatte, und kämpfte gegen Amalek, während Mose, Aaron und Hur auf den Gipfel des Hügels stiegen. 

    Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker. Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben den unter ihn und er setzte sich darauf. 

    Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, sodass seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging. So schwächte Josua Amalek und sein Heer mit scharfem Schwert.

    [Da sprach der HERR zu Mose: Schreibe das zum Gedächtnis in ein Buch und präge es Josua ein! Denn ich will die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel austilgen.]

    1. 2.    Lesung: 2 Tim 3,14-4,2

    Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheus.

    Mein Sohn! Bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast; denn du kennst von Kindheit an die heiligen Schriften, die dich weise machen können zum Heil durch den Glauben an Christus Jesus. Jede Schrift ist, als von Gott eingegeben, auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit; damit der Mensch Gottes gerüstet ist, ausgerüstet zu jedem guten Werk.

    Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich: Verkünde das Wort, tritt auf, ob gelegen oder ungelegen, überführe, weise zurecht, ermahne, in aller Geduld und Belehrung!

     Evangelium: Lk 18,1-8

    Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

    In jener Zeit sagte Jesus seinen Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten: In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Widersacher! 

    Und er wollte lange Zeit nicht.

     Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; weil mich diese Witwe aber nicht in Ruhe lässt, will ich ihr Recht verschaffen. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.

     Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern bei ihnen zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, den Glauben auf der Erde finden?

    Impuls: Wer inständig zu Gott betet, dem wird der Sieg und die Gerechtigkeit sicher zuteil

    In Zeiten des Exodus musste das Volk Israel sich seinen Feinden stellen und konnte als kleines Volk nur auf einen gewaltigen Mitstreiter setzten: auf Jahwe an ihrer Seite. Es ist das durchhaltende Gebet des Mose, das dem israelitischen Heer unter der Leitung von Joshua gegen das feindliche Amalek den Beistand Jahwes sichert. Den Auftrag zum inständigen Gebet hatte ihn Gott selbst angeordnet. Mit erhobenen Händen nun musste Mose über Stunden hinweg beten, bis er schließlich körperlich ermattet war und nur durch die Unterstützung seines Bruders Aaron und seines Gefährten Hur das Gebet weiterführen konnte. Die kämpfenden Israeliten haben sicherlich den betenden Mose auf dem Berg gesehen und vertrauten auf seine Nähe zum Gott Israels. Solange sie sich im Gebet begleitet wussten, konnten sie Stärke zeigen und durchhalten. Am Ende haben sie vereint mit ihrem Gott den Feind besiegt. In der Not erweist sich Gott an der Seite seines Volkes und schützt es vor den Feinden. Der betende Mose war für die Kämpfer das sichtbare Zeichen, dass Gott auf ihrer Seite stand. Auf ihren Weg durch die Wüste hatten sie immer wieder Zweifel gehabt, ob denn dieser Jahwe wirklich da ist und auf ihrer Seite steht.

    Es geht hier um das unerschütterliche Gottesvertrauen. Solange das Volk ihm treu bleibt und sich um seine Nähe bemüht – wie hier im Gebet – wird sich Gott zum Segen seines Volkes erweisen. Diese Gottesnähe vermittelt Mose dem Volk. Und die Kämpfer setzten ganz auf seine Gebetskraft, die Gott an ihre Seit bindet. Es ist ein Ausdruck seiner Allianz mit seinem Volk.

    Paulus ermahnt seinem Schüler und Mitarbeiter Timotheus am Erlernten festzuhalten. Seine Überzeugung hat er aus der Schrift erlangt und ihn weise gemacht. Nun soll er seinen erlangten Glauben neu beleben und sein erlerntes Wissen zur Erziehung andere einsetzen. Gerechtigkeit soll er lehren, damit es zu guten Werken anregt. Timotheus soll aktiv werden und das erlernte Wort nun endlich verkünden. Wie sein Meister, Paulus, soll er die Menschen zurechtweisen, ermahnen und geduldig belehren. Es geht um Beständigkeit und Inständigkeit. Wer durch die Schrift die Weisheit und den Glauben erlangt, muss diese auch weitervermitteln. Aus dem Schüler soll nun ein Lehrer werden. Timotheus soll der Gemeinde die Schrift zu deren Stärkung vortragen. Wie er einst aus dem Studium der Schrift zum Heil gelangte, so soll er nun andere zum heilsamen Wissen führen. 

    Das Beten hilft, wird auch im Gleichnis Jesu betont. Es kommt auf die Beharrlichkeit und Ehrlichkeit an. Ein Gebet aus dem Glauben heraus, wird von Gott erhört werden, dass versichert Jesus seinen Jüngern. In der Zeit des Lukas war man zunehmend beunruhigt, dass das endzeitliche Kommen des Herren sich verzögerte oder gar ausblieb. Man soll keinesfalls sich den Richter zum Vorbild nehmen, der nicht an Gott glaubt, sondern wie die Witwe auf die Gerechtigkeit vertrauen und das Recht einklagen. Eine Welt ohne Glauben wird hier mit dem Richter gezeigt. Am Ende spricht Jesus dann vom kommenden Menschensohn und fragt, ob dieser bei seiner Ankunft den Glauben auf der Erde finden wird. Der Text des Lukas ruft uns auf, am Glauben und Beten beharrlich festzuhalten, denn das Heil, der Sieg über den Tod und die Gerechtigkeit werden dem zuteil, der im Glauben beständig ist und sein Vertrauen auf Gott nicht verliert.   

     Heute leidet die Welt an einem zunehmenden Glaubensverlust. Beten kommt aus der Mode und viele meinen, nur noch auf sich selbst gestellt zu sein oder erklären sich zum Mittelpunkt ihres Handelns, ohne Rücksicht auf andere. Wenn wir aber nicht auf Gott vertrauen, wird es auch schwierig sein, anderen zu vertrauen. Eine Welt ohne Vertrauen und ohne die Gewissheit, dass unsere Bitten und Nöte gehört werden, ist unmenschlich und zugleich gottlos. Beten muss erlernt und gepflegt werden, es schafft Vertrauen und stärkt Krisen zu überstehen und neue Horizonte zu erblicken. Es öffnet auch den Blick für andere und schafft mitmenschliche Verbindungen und öffnet das Herz zum Glauben an Gott.

    Impulso: La victoria y la justicia vendrán a aquellos que se mantienen orando fervientemente a Dios

     En tiempos del Éxodo, el pueblo de Israel tuvo que hacer frente a sus enemigos y, como pueblo pequeño, solo podía contar con un poderoso compañero de armas: con su Dios a su lado. Es la oración perseverante de Moisés la que asegura el apoyo de Yahvé para el ejército israelita bajo el liderazgo de Josué, contra el enemigo Amalek. Dios mismo le ordenó orar con fervor durante la batalla. Con las manos en alto, Moisés tuvo que orar durante horas hasta que finalmente se agotó físicamente y solo pudo continuar la oración con el apoyo de su hermano Aarón y su compañero Hur. Los israelitas que peleaban deben haber visto a Moisés orando en la montaña y confiado en su cercanía con el Dios de Israel. Mientras sabían que estaban acompañados en la oración, podían mostrar fortaleza y perseverancia. Al final, unidos a su Dios, vencieron al enemigo. En tiempos de necesidad, Dios se pone a prueba al lado de su pueblo y lo protege de los enemigos. El Moisés orante fue la señal visible para los combatientes de que Dios estaba de su lado. En su camino por el desierto ellos habían tenido repetidas veces la duda de si ese Yahvé estaba realmente allí y de su parte.

     Se trata de la confianza inquebrantable en Dios. Mientras el pueblo permanezca fiel a Él y se esfuerce por estar cerca de Él, como en la oración, Dios demostrará ser una bendición para Su pueblo. Moisés transmitió la cercanía de Dios al pueblo. Y los combatientes confiaron completamente en su poder de oración, que une a Dios a su lado. Es una expresión de su alianza con su pueblo elegido.

    Pablo exhorta a su alumno y colaborador Timoteo a apegarse a lo que ha aprendido. Él obtuvo su convicción de las Escrituras y lo hizo sabio. Ahora debe revivir su fe y usar el conocimiento que ha aprendido para educar a otros. Debe enseñar la justicia para que inspire buenas obras. Timoteo debería volverse activo y finalmente proclamar la Palabra que había aprendido. Como su maestro, Pablo, debe corregir, amonestar y enseñar pacientemente a la gente. Se trata de consistencia e integridad. Quien obtenga sabiduría y fe a través de las Escrituras, también debe transmitirlas. El estudiante ahora debe convertirse en un maestro. Timoteo ahora debe recitar las Escrituras a la congregación para fortalecerlos. Así como una vez obtuvo la salvación por el estudio de las Escrituras, ahora debe guiar a otros al conocimiento saludable.

     La ayuda  de la oración, también está enfatizada en la parábola de Jesús. Todo se reduce a la persistencia y la honestidad. Una oración de fe será respondida por Dios, asegura Jesús a sus discípulos. En la época de Lucas, había una creciente preocupación de que la parusía -venida del Señor en el tiempo del fin - se demorara o no se presentara. De ningún modo se debe tomar como ejemplo al juez que no cree en Dios, sino, como la viuda, se debe confiar y demandar justicia. Un mundo sin fe se muestra aquí con el juez. Al final del relato, Jesús habla entonces de la venida del Hijo del Hombre y pregunta si encontrará fe en la tierra cuando llegue. Finalmente, el texto de Lucas nos llama a perseverar en la fe y en la oración, porque la salvación, la victoria sobre la muerte y la justicia llegan a los que están firmes en la fe y no pierden la confianza en Dios.

    Hoy el mundo sufre una creciente pérdida de fe. La oración pasa de moda y muchos sienten que están solos o se convierten en el centro de sus acciones, sin tener en cuenta a los demás. Pero si no confiamos en Dios, será difícil confiar en los demás. Un mundo sin confianza y sin la seguridad de que nuestras súplicas y necesidades serán escuchadas es inhumano y al mismo tiempo impío. La oración hay que aprenderla y cultivarla, crea confianza y fortalece la capacidad de superar las crisis y ver nuevos horizontes. También abre los ojos a los demás y crea conexiones interpersonales y abre el corazón hacia la fe. 

    (Peter Downes, Theologe).

    27. Sonntag im Jahreskreis (2.10.2022)

    Unsre Beschützer und Verteidiger, Bild in unserer Kirche Sankt Michael (Providencia).

    Unsre Beschützer und Verteidiger, Bild in unserer Kirche Sankt Michael (Providencia).

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    27. Sonntag im Jahreskreis (2.10.2022)

    1. 1.    Lesung: Hab 1,2-3; 2,2-4

    Lesung
aus dem Buch Habakuk.

    Wie lange, HERR, soll ich noch rufen und du hörst nicht?

    Ich schreie zu dir: Hilfe, Gewalt! Aber du hilfst nicht. Warum lässt du mich die Macht des Bösen sehen und siehst der Unterdrückung zu? Wohin ich blicke, sehe ich Gewalt und Misshandlung, erhebt sich Zwietracht und Streit.

    [Darum ist die Weisung ohne Kraft, und das Recht setzt sich nicht mehr durch. Ja, der Frevler umstellt den Gerechten und so wird das Recht verdreht.]

    Der HERR gab mir Antwort
und sagte: Schreib nieder, was du siehst, schreib es deutlich auf die Tafeln, damit man es mühelos lesen kann! Denn erst zu der bestimmten Zeit trifft ein, was du siehst; aber es drängt zum Ende und ist keine Täuschung; wenn es sich verzögert,
so warte darauf;
denn es kommt,
es kommt und bleibt nicht aus.

    Sieh her:
Wer nicht rechtschaffen ist, schwindet dahin, der Gerechte aber bleibt wegen seiner Treue am Leben.

    1. 2.    Lesung: 2 Tim 1,6-8.13-14

    Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheus.

    Mein Sohn! Ich rufe dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteilgeworden ist! Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

    Schäme dich also nicht des Zeugnisses für unseren Herrn und auch nicht meiner, seines Gefangenen,
sondern leide mit mir für das Evangelium! Gott gibt dazu die Kraft:

    [Er hat uns gerettet;
mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Taten,
sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade,
die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde; jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart.

    Er hat den Tod vernichtet
und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium, als dessen Verkünder, Apostel und Lehrer ich eingesetzt bin.

    Darum muss ich auch dies alles erdulden; aber ich schäme mich nicht,
denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe,
und ich bin überzeugt, dass er die Macht hat,
das mir anvertraute Gut bis zu jenem Tag zu bewahren.] 

    Als Vorbild gesunder Worte
halte fest, was du von mir gehört hast in Glaube und Liebe in Christus Jesus! Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt! 

    Evangelium: Lk 17,5-10

    Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

    In jener Zeit baten die Apostel den Herrn: Stärke unseren Glauben! 

    Der Herr erwiderte: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich
und verpflanz dich ins Meer! und er würde euch gehorchen.

    Wenn einer von euch einen Knecht hat, der pflügt oder das Vieh hütet,
wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Komm gleich her und begib dich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich und bediene mich;
bis ich gegessen und getrunken habe; danach kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Knecht,
weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? 

    So soll es auch bei euch sein:
Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.

    Impuls: Im Glauben an Gott wird der treue Gerechte das ewige Leben erlangen 

    Die Worte des Propheten Habakuk, der um 600 vor Christus lebte, klingen genauso wie unsere heutigen Klagen. Gewalt und Ungerechtigkeit plagen ihm und seine Mitmenschen. Überall erblickt er Misshandlungen, Zwietracht und Streit. Die Weisungen der Gesetzte werden missachtet und das Recht ist machtlos geworden.

    Uns mögen dabei auch die Worte seitens des obersten Gerichts und der Staatsanwaltschaft Chiles mitklingen, wie sie in den Nachrichten der letzten Tage erschienen. Aber die Probleme von Gewalt und Unrecht haben globalen Charakter. Wer kann in dieser Unordnung und Gefahr noch eingreifen? Für den Propheten ist Gott die letzte Instanz, von der noch Hilfe zu erwarten ist, aber auch der scheint die Rufe und Schreie nach Gerechtigkeit und der Beendigung des Bösen in der Welt nicht zu hören.

    Wie kann er denn soviel Gewalt und Leid zulassen und nichts dagegen tun? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Es ist die sogenannte Theodizee-Frage, die Frage nach dem Sinn des Leidens in der Welt. Habakuk wendet sie direkt an Gott: «Warum lässt du mich die Macht des Bösen sehen»? Warum lässt Gott Leid und Unterdrückung zu? Müsste er denn nicht eingreifen, wenn die Frevler überhand erlangen und das Recht verdrehen? Die Gefahr ist doch, dass Gesetzte gebrochen werden, wirkungslos werden, wenn sich keiner mehr für deren Einhaltung einsetzt und die Gerechten schließlich in Bedrängnis geraten und der Gewalt unterliegen. So besteht doch die große Gefahr, dass das Böse am Ende die Welt regiert. Für den Propheten ist Gott der Gesetzgeber und Garant der Ordnung - seiner göttlichen Ordnung! – wie kann er dann aber die Rechtlosigkeit dulden?

    Der Prophet aber bekommt schließlich eine Antwort Gottes und den Auftrag, es deutlich auf Tafeln festzuhalten. Jeder soll es lesen können und so die Konsequenzen seines Handelns kennen. Was wir tun, erzeugt eine Reaktion und hat Folgen, ein Ergehen an uns. Mag es auch nicht unmittelbar erfolgen, so sollen wir aber gewiss sein, dass es auf jeden Fall passiert. Dem Gerechten wird das Leben versprochen, dem Unrechtschaffenden aber sein Vergeben und Untergang angesagt. Am Ende erweist sich Gott als Richter, denn die Treue am Gesetzt und die Lebensweise eines Gerechten zieht das Leben – ewige Leben – nach sich, damit wird der göttlichen Ordnung das letzte Wort erteilt. Paulus greift diesen Gedanken im Römerbrief und dem Brief an die Galater auf, wenn er betont, dass der Gerechte aus dem Glauben lebt. Es ist der Aufruf, nicht angesichts des Leids, der Gewalt und Unterdrückung zu versagen, sondern im Glauben weiterhin den Weg der Gerechtigkeit zu gehen und die Stimme gegen die Gesetzesbrecher zu erheben. Das scheinbare Schweigen Gottes, ist nicht das Zeichen seiner Abwesenheit! Am Ende wird er dem treuen Gerechten das (ewige) Leben erhalten.   

    Wenn Menschen meinen, ihren nur eigenen Gesetzten folgen zu müssen und die Macht zu besitzen, andere zu unterdrücken und zu misshandeln, dann sind sie gottlos, oder machen sich selbst zu ihrem eigenen Gott. Wer ist aber wie Gott? Am vergangenen Donnerstag, den 29. September, haben wir den Gedenktag unseres Kirchenpatrons Sankt Michael gehabt. Sein Name מִיכָאֵל (mîḵāʾēl) bedeutet «Wer ist wie Gott?» und als solcher ist er der Schutzpatron gegen das Böse, denn er steht den Gerechten und gottestreuen Gläubigen zur Seite. Als solcher bekämpft er Luzifer, den gefallenen Engel, oder den Teufel (griechisch: Διάβολος (Diábolos), was wörtlich der «Durcheinanderwerfer» bedeutet, also jemand der Unordnung schafft und Gesetze verwirft). Er erinnert und daran, dass wir Geschöpfe Gottes sind und uns nicht gegen ihn stellen oder uns gar über ihn stellen dürfen, denn dann sind wird zum Untergang verdammt. 

    In seinem Brief an seinem Mitarbeiter Timotheus ermahnt Paulus ihn die Kraft des Glaubens zur Entfachung zu bringen. Mit dem Geist Gottes in seinem Leben soll er zum Zeugen des Glaubens werden und auch bereit sein, deswegen Leid zu ertragen. Mit Christus dem Gerechten zum Vorbild, sind Christen aufgerufen, Licht in dieser Welt zu sein, denn Christus ist dieses Licht, das Leben schenkt und den Tod vernichtet. Paulus selbst hat als Lehrer und Prediger Verfolgung, Gefängnis und Leid am eigenen Leib erfahren, sieht sich aber im Glauben gestärkt und vertraut auf ein gutes Ende. Dieses soll nun auch Timotheus tun und am Glauben festhalten, trotz aller Widrigkeiten im Leben, denn in ihm wohnt der Heilige Geist Gottes, der ihm die nötige Kraft schenkt.

    Auch hier geht es ums Durchhalten gegen Anfeindungen und Widerständen, sich auf die lebenstragende Kraft Gottes zu besinnen. Dieser Brief, der kein authentischer Paulsubrief ist, sondern zu den sogenannten Pastoralbriefen – aus der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts - zählt, aber im Namen der Autorität des Paulus verfasst wurde, richtet sich an die Gemeindevorsteher. Sie sollen den Glauben weitertragen, d.h. jenes vermitteln, dass sie selbst nicht direkt erlebt haben, sondern durch Prediger und Lehrer empfangen haben. Die Menschwerdung und Auferstehung Christi ist die Quelle ihrer Kraft. Auch, wenn die Verkündigung der frohen Botschaft Nachteile und Leid nach sich ziehen kann, so sollen sie ihren Dienst ungemindert weiterführen und sich von der Kraft des Heiligen Geistes getragen wissen. Es ist Gott, der den Glauben und die Rettung schenkt. 

    Der Glaube ermöglicht das scheinbar Unmögliche zu tun. Er kann Berge versetzen. Dieses ist die Botschaft, die Jesus seinen Jüngern gibt als sie ihn baten, ihren Glauben zu stärken. Es reicht schon ein kleiner Funke, oder wie es Jesus sagt, ein Senfkorn an Glauben, um Großes zu erwirken. Er kleiner Glaube reiche schon aus, um einen tiefverwurzelten Maulbeerbaum zu entwurzeln und dann ins Meer zu verpflanzen. Wahrer Glaube kann also große Wirkung zeigen. Man soll den Glauben daher nicht gering erachten und kleinreden. Andererseits soll man sich aber auch nicht überschätzen. Über diese Gefahr geht es im Gleichnis vom Knecht. Es geht um die rechte Haltung im Glauben. Falsch wäre es, wenn der Knecht nach der geleisteten Arbeit sich sogleich an den Tisch begeben würde um sich selbst mit Essen und Trinken zu versorgen. Erwartet wird, dass er seine Aufgabe als Knecht im Hause seines Herren fortführt, d.h. also seinen Herren zunächst bediene und erst danach sich selbst versorge. Da der Knecht lediglich das tut, was man von einem Knecht erwartet, bedarf es auch keiner besonderen Anerkennung seitens des Herrn. Diese Haltung fordert nun Jesus auch von seinen Jüngern. Sie sollen ihren Glauben als Dienst erkennen, nicht als etwas, dass ihnen einen besonderen Lohn oder Lob einbringt. Glaube ist ein Gnadengeschenk, nicht ein Verdienst des Gläubigen. Treue im Glauben ermöglicht es, großen Taten zu vollbringen; diese sind aber kein eigener Verdienst, sondern folgt der Kraft des Wirkens Gottes, Christi, des Heiligen Geistes, der in einem einwohnt. Niemand ist wie Gott, denn wir alle sind bloße Empfänger des geschenkten Glaubens. Wenn wir ihn annehmen, können wir aus diesem Glauben heraus Großes vollbringen, müssen aber wohlmöglich auch Vieles ertragen und erleiden. Verharren wir in ihm, dann steht uns das ewige Leben bereit.     

    Impulso: Al creer en Dios, los fieles y justos alcanzarán la vida eterna

     Las palabras del profeta Habacuc, que vivió alrededor del año 600 a. C., suenan como nuestros lamentos de hoy. La violencia y la injusticia lo acosan a él y a los semejantes. En todas partes él ve abuso, discordia y lucha. Las directivas de ley son ignoradas y las instrucciones y se han vuelto impotentes.

    A nosotros posiblemente resuenen las palabras de la presidenta del Tribunal Supremo y desde las Fiscalía nacional, tal y como han sido pronunciadas en las noticias de los últimos días. Pero el problema de la violencia e inseguridad también tiene un carácter global. ¿Quién puede intervenir más efectivamente en este desorden y peligro? Para el profeta, Dios es la última autoridad de la que todavía se puede esperar ayuda, pero ni siquiera él parece escuchar los gritos de justicia y el fin del mal en el mundo.

    ¿Cómo Dios puede permitir tanta violencia y sufrimiento y no hacer nada al respecto? Mucha gente se hace esta pregunta. Es la llamada cuestión de la teodicea, la cuestión del sentido del sufrimiento en el mundo. Habacuc los dirige directamente a Dios: "¿Por qué me dejas ver el poder del mal"? ¿Por qué permite Dios el sufrimiento y la opresión? ¿No debería intervenir cuando los malvados toman la delantera y pervierten la justicia? El peligro es, después de todo, que las leyes se quebranten y se vuelvan ineficaces si nadie se compromete a observarlas y, en última instancia, los justos serán reprimidos y el mal gobernará al final. Para el profeta, Dios es el legislador y garante del orden, ¡de su orden divino! pero, ¿cómo puede entonces tolerar la anarquía?

    Pero el profeta finalmente obtiene una respuesta de Dios y la comisión de registrarlo claramente en tablas. Todo el mundo debería poder leerlo y así conocer las consecuencias de sus actos. Lo que hacemos crea una reacción y tiene consecuencias, una repuesta hacia nosotros. Puede que no sea inmediato, pero debemos estar seguros que sucederá de todos modos. La vida se promete a los justos, pero la perdición y la destrucción a los injustos. Al final, Dios resulta ser el juez, porque la fidelidad a la ley y el vivir como un justo conlleva la vida – la vida eterna -, de modo que el orden divino tiene la última palabra. Pablo retoma esta idea en sus cartas a los Romanos y Gálatas cuando enfatiza que los justos viven por la fe. Es un llamado a no fallar ante el sufrimiento, la violencia y la opresión, sino a continuar en la fe para caminar por el camino de la justicia y denunciar a los infractores de la ley. ¡El aparente silencio de Dios no es signo de su ausencia! Al final Él preservará la vida (eterna) para el justo fiel.

    Si las personas piensan que deben seguir solamente sus propias leyes y tienen el poder de oprimir y maltratar a otros, entonces, son impíos o se declaran a sí mismos como su propio dios. Pero, ¿quién es como Dios? El pasado jueves 29 de septiembre tuvimos la conmemoración del patrón de nuestra iglesia San Miguel. Su nombre מִיכָאֵל (mîḵāʾēl) significa "¿Quién es como Dios?" y como tal, es el santo patrono contra el mal, porque apoya a los creyentes justos y piadosos. Como tal, lucha contra Lucifer, el ángel caído o el diablo (griego: Διάβολος (Diábolos), que literalmente significa el "desordenador", es decir, alguien que crea desorden y desecha las leyes. Nos recuerda que somos criaturas de Dios y no se nos permita oponernos a él o incluso ponernos por encima de él, porque entonces estamos condenados a perecer.

    En su carta a su amigo y colaborador Timoteo, Pablo lo exhorta a dejar desarrollar la fuerza de la fe en sí mismo. Con el Espíritu de Dios en su vida, debe convertirse en un testigo de la fe y también estar dispuesto a soportar el sufrimiento a causa de ella. Siguiendo el modelo de Cristo Justo, los cristianos están llamados a ser luz en este mundo, porque Cristo es esa luz que da vida y destruye la muerte. Como maestro y predicador, el propio Pablo ha vivido en carne propia la persecución, el encarcelamiento y el sufrimiento, pero ve fortalecida su fe y confía en un final feliz. Timoteo ahora debe hacer lo mismo y aferrarse a su fe, a pesar de todas las adversidades de la vida, porque el Espíritu Santo de Dios vive en él y le da la fuerza necesaria.

    También aquí se trata de perseverar contra las hostilidades y las resistencias, para reflexionar sobre el poder de Dios que da la vida. Esta carta, que no es una carta auténtica de san Pablo, sino una de las llamadas cartas pastorales -de la primera mitad del siglo II- pero fue escrita en nombre de la autoridad de Pablo, está dirigida a los líderes de las comunidades cristianas. Estos pastores deben transmitir la fe, es decir, transmitir aquello de lo que no son testigos ellos mismos, pero que han recibido a través de predicadores y maestros. La encarnación y resurrección de Cristo es la fuente de su fuerza. Incluso si la proclamación de la buena nueva (Evangelio) puede resultar en desventajas y sufrimientos, deben continuar su ministerio sin menoscabo y saber que están sostenidos por el poder del Espíritu Santo. Es Dios quien da la fe y la salvación.

    La fe hace posible lo que nos parece imposible. Puede mover montañas. Este es el mensaje que Jesús entrega a sus discípulos cuando le pidieron aumentar su fe. Una pequeña chispa, o como dice Jesús, un grano de mostaza de fe es suficiente para hacer un gran impacto. Una pequeña creencia es suficiente para arrancar una morera de raíces profundas y luego trasplantarla al mar. Así que la verdadera fe puede tener un gran impacto. La fe no debe ser considerada pequeña y sin fuerza. Por otro lado, uno no debe sobreestimarse a sí mismo. La parábola del siervo trata de este peligro. Se trata de la actitud correcta en la fe. Estaría mal si el sirviente fuera directamente a la mesa después de terminar el trabajo. Se espera que continúe haciendo su trabajo como sirviente en la casa de su amo, es decir, primero sirva a su amo y luego cuide de sí mismo. Dado que el sirviente solo hace lo que se espera de un sirviente, no requiere ningún reconocimiento especial por parte del amo. Jesús ahora exige esta actitud también de sus discípulos. Deben reconocer su fe como un servicio, no como algo que les traerá alguna recompensa o alabanza especial. La fe es un don de la gracia, no un mérito del creyente. La fidelidad en la fe hace posibles las grandes obras; pero estos no son méritos personales, sino que siguen el poder de la obra de Dios, Cristo, el Espíritu Santo en uno. Nadie es como Dios, sino todos somos meros receptores del don de la fe. Si la aceptamos, podemos lograr grandes cosas con esta fe, sin embargo, al mismo tiempo podemos tener que soportar y sufrir mucho. Si permanecemos en él, entonces, la vida eterna estará preparada para nosotros. 

    (Peter Downes, Theologe).

    22. Sonntag im Jahreskreis (28.8.2022)

    Jacopo Tintoretto, 1561, Santa María della Salute, Venedig

    Jacopo Tintoretto, 1561, Santa María della Salute, Venedig

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    22. Sonntag im Jahreskreis (28.8.2022)

    1. 1.    Lesung: Sir 3.17-18.20.28-29

    Lesung
aus dem Buch Jesus Sirach.

    Mein Sohn, bei all deinem Tun bleibe bescheiden und du wirst geliebt werden von anerkannten Menschen! Je größer du bist, umso mehr demütige dich und du wirst vor dem Herrn Gnade finden! Denn groß ist die Macht des Herrn, von den Demütigen wird er gerühmt.

    [Suche nicht, was für dich zu schwierig ist,
und erforsche nicht, was deine Kräfte übersteigt! Was dir geboten worden ist, das überdenke,
denn du hast keinen Bedarf an verborgenen Dingen! Verwende keine Mühe auf außergewöhnliche Dinge, denn mehr, als Menschen verstehen können, wurde dir gezeigt! Denn ihre Mutmaßungen haben viele getäuscht
Und übler Argwohn hat ihr Denken in die Irre geführt.

    Wenn du keinen Augapfel hast, fehlt dir das Licht,
wenn du keine Erkenntnis hast, mache keine Ankündigung!

    Ein verhärtetes Herz nimmt ein böses Ende; wer die Gefahr liebt, kommt in ihr um. Ein verhärtetes Herz wird durch Mühsal niedergedrückt. Und der Sünder häuft Sünde auf Sünde.]

    Es gibt keine Heilung für das Unglück des Hochmütigen, denn eine Pflanze der Bosheit hat in ihm Wurzel geschlagen. Das Herz eines Verständigen wird einen Sinnspruch überdenken und das Ohr des Zuhörers ist die Sehnsucht des Weisen.

    1. 2.    Lesung: Hebr 12,18-19.22-24a

    Lesung aus dem Hebräerbrief.

    Schwestern und Brüder!

    Ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hinzugetreten,
zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte,
bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden.

    Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hinzugetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln,
zu einer festlichen Versammlung

    und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind, und zu Gott, dem Richter aller, und zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes, Jesus.

    Evangelium: Lk 14,1.7-14

    Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

    Jesus kam an einem Sabbat
in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau.

    [Und siehe, ein Mann, der an Wassersucht litt, stand vor ihm. Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer und die Pharisäer und fragte: Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen, oder nicht? Sie schwiegen. Da berührte er den Mann, heilte ihn und ließ ihn gehen.

    Zu ihnen aber sagte er: Wer von euch wird seinen Sohn oder seinen Ochsen, der in den Brunnen fällt, nicht sofort herausziehen, auch am Sabbat?

    Darauf konnten sie ihm nichts erwidern.]

    Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Vielmehr, wenn du eingeladen bist,
geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt
und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf!
Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

    Dann sagte er zu dem Gastgeber:
Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich wieder ein, und dir ist es vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

    Impuls: Groß vor dem Herrn sind die Demütigen.

    Vor Gott ist niemand groß und so sollen wir auch uns nicht gegenüber unseren Mitmenschen großmachen, sondern demütig sein und unsere Nächsten hochschätzen. Bei Gott werden die Demütigen geschätzt, wohl auch, weil sie sich nicht überschätzen und zugleich offen für den wahren Dienst am Anderen sind. Diese Weisheit, die im Buch Sirach uns ins Gedächtnis gerufen wird, scheint heutzutage um so nötiger, denn unsere Zeit ist davon geprägt, möglichst einflussreich zu sein, Macht auszudrücken und in Listen von Reichen und Mächtigen zu erscheinen.

    Bescheidenheit ist hier dann nicht angesagt und auch die Gottesfurcht ist nicht gegenwärtig. Alle scheinen danach zu streben unter den Großen des Landes oder gar der Welt zu zählen. Dabei verlieren sie aber leicht den Blick auf ihre Mitmenschen, auf die Würde, die jeder Mensch hat, unabhängig seiner sozialen und finanziellen Situation. Statt zu meinen, alles besser zu wissen und alles allein zu entscheiden, sollten wir lernen bescheiden zu sein und mehr hinzuhören, was uns wirklich bewegen sollte und wo wir dann uns sinnvoll und kompetent einbringen können, nicht zu unserer eigenen Größe, sondern zu Wohl aller. Wenn wir uns anderen zuwenden, dann laufen wir nicht in die Gefahr des Hochmuts. Gefordert ist von uns die Achtung, sogar die Liebe, die unser Herz vor der Bosheit verschont und uns ein sanftes und wohltuendes Gefühl des Miteinanderseins verschafft.

    Im Hebräerbrief wird die Gemeinde aufgerufen, nicht in einer apokalyptischen Untergangsstimmung zu verharren, sondern sich als Bürger der himmlischen Stadt zu verstehen, für den Weg zur Gemeinschaft mit Christus, für den sie sich doch bereits entschieden hätten. Sie sind nun Mitglieder des neuen Bundes und sollten sich demnach verhalten.     

    Um Ansehen und Geltung geht es auch im Evangelium, wo Jesus an einem Sabbat als Gast bei einem führenden Pharisäer eingeladen ist. Liest man den gesamten Zusammenhang des Textes, dann wird das Thema des Sabbats und der sabbatgemäßen Tischgemeinschaft sinngemäß verknüpft. Jesus ist den geladenen Gästen anscheinend schon wohl bekannt und daher wird er auch besonders beobachtet. Ein Mann mit Wassersucht stellt sich vor ihm und erwartet nun von ihm seine Heilung. Das stets jeder Mensch, der hilfsbedürftig ist, im Zentrum stehen muss und das Gesetzt der Arbeitsruhe am Sabbat nicht die gebotene Hilfe am Nächsten verbietet, ist hier offensichtlich. Dennoch fragt Jesus die Gesetzeslehrer und Pharisäer, ob denn das Heilen von Kranken am Sabbat erlaubt sei. Ihr Schweigen auf diese Frage, führt dazu, dass Jesus handelt und den bittenden Mann heilt. Um aber Klarheit in der gestellten Frage zu erlangen, führt er ihnen ein Bespiel an, dass ein jeder doch sicherlich seinen Sohn oder Ochsen – das wichtigste Arbeitstier der Bauern – ohne Zögern aus einem Brunnen befreien würde, falls sie dorthinein fielen, selbst wenn dieses an einem Sabbat geschähe. Da die frommen Gelehrten und Pharisäer auch hier keinen Einwand anmelden, ist die Botschaft klar: Das Wohl des Menschen steht über dem Sabbatgebot, und widerspricht damit keinesfalls dem Gebot Gottes.

    Dann greift Jesus im Text das Thema von Ehre und Anerkennung auf, indem er die geläufige Praxis auf Festen und Hochzeiten aufgreift, die Gäste nach Rang und Bedeutung für den Gastgeber auf entsprechenden Plätzen zu verteilen. Solche Zuweisung von bestimmten Plätzen für Ehrengäste, berühmten Persönlichkeiten oder Familienmitgliedern durch den Gastgeber ist auch heute üblich. Jesus aber hinterfragt diese Praxis eine Unterscheidung zwischen den Gästen zu machen und rät zur Bescheidenheit. Statt sich selbst einen Ehrenplatz einzunehmen, sollte man abwarten, welchen Platz einem der Gastgeber zuweist. Wer aber einen unteren Platz einnimmt, kann sich dann darüber freuen, wenn der Gastgeber ihn vor den anderen Gästen auf einen höheren Platz verweist und ihm so vor aller Augen ehrt. Nun folgt die entscheidende Lehre: «Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden». Dem Gastgeber rät er, statt Freunde, Brüder, Verwandte und reiche Nachbarn einzuladen, sollte er besser Arme, Krüppel, Lahme und Blinde einladen. Jesus spricht hier letztlich von Reich Gottes, in dem alle gleichwertig sind und ein Fest nicht interessenbezogen sein sollte, um Menschen zu gefallen oder für sich zu gewinnen, sondern als ein Teilen und Feiern mit Menschen, die keine Vorteile für einen bringen, sondern die eigeladen werden, weil man ihnen Gutes tun will und ihnen als Gäste eine Würde zukommen lässt. Hier lädt der Gastgeber Menschen ein, die sich nicht um Ansehen und Ehre bemühen und von denen er keine Gegenleistung erwarten kann. Es ist ein wahres Fest, wo der Gastgeber verschwenderisch ist, weil er einfach nur geben und mit ihnen feiern will. Hier wird allen Menschen Achtung und Würde zuerkannt und keiner soll sich größer oder ehrenhafter als andere betrachten. Die Demütigen sind bei Gott wertgeschätzt, sie werden von Gott großgemacht und er wird ihnen dann ihren gebührenden Platz im himmlischen Hochzeitsmahl zuweisen.

    Als Christen sollten wir uns vom Standesdenken befreien, nicht nach Vorteilen streben, sondern uns bescheiden und demütig verhalten und alle Menschen wertschätzen. 

    Impulso: Los humildes son los grandes ante el Señor.

    Nadie es grande ante de Dios y, por eso, no debemos hacernos grandes ante nuestros semejantes, sino ser humildes y apreciar a nuestro prójimo. Los humildes son valorados por Dios, probablemente también porque no se sobreestiman a sí mismos y, al mismo tiempo, están abiertos al verdadero servicio a los demás. Esta sabiduría, recordada en el libro del Eclesiástico, parece tanto más necesaria en nuestros días para ejercer influencia, expresar poder y figurar en las listas de los ricos y poderosos.

    Hoy pareciera ser que no se requiere modestia y tampoco está presente el temor de Dios. Todo el mundo parece esforzarse por clasificarse entre los grandes del país o incluso del mundo. Sin embargo, al hacerlo, pierden fácilmente de vista a sus semejantes, a la dignidad que tiene todo ser humano, independientemente de su situación social y económica. En vez en pensar que sabemos todo mejor y decidimos todo por nuestra cuenta, debemos aprender a ser humildes y escuchar más lo que realmente nos debe mover y donde podemos contribuir de manera significativa y competente, no para nuestra propia grandeza, sino para el bien de todos. Cuando nos dirigimos a los demás, no corremos el riesgo del orgullo. Se requiere de nosotros respeto, incluso amor, que evita la malicia en nuestro corazón y nos da un sentimiento suave y relajante.

    En la Carta a los Hebreos, se llama a la Iglesia a no permanecer en un estado de ánimo apocalíptico de perdición, sino que los miembros se comprenden como ciudadanos de la ciudad celestial, en el camino hacia la comunión con Cristo, lo que, después de todo, habían elegido. Ahora son miembros de la nueva alianza.

    En el Evangelio Jesús reflexiona sobre el orden social en el Reino de Dios en una situación de una invitación que él recibió en un sábado, en la casa de un fariseo reconocido. Jesús vincula el tema de la observación del sábado con la celebración comunitaria en día del descanso. Aparentemente, Jesús ya es bien conocido por los invitados y, por lo tanto, es especialmente observado. Un hombre con hidropesía se para frente a él y espera que Jesús lo sane. Es obvio que toda persona que necesita ayuda debe ser siempre el centro de atención y que la ley del descanso del sábado no prohíbe la ayuda a los que la necesita. Sin embargo, Jesús pregunta a los maestros de la ley y a los fariseos si está permitido curar a los enfermos en el sábado. Su silencio sobre esta pregunta hace que Jesús actúe y sane al hombre. Pero para aclarar la cuestión planteada, les da un ejemplo de que seguramente todos liberarían a su hijo o bueyes -el animal de trabajo más importante de los agricultores- de un pozo cuando cayeran en él, incluso en un sábado. Dado que los eruditos piadosos y los fariseos tampoco plantean ninguna objeción al ejemplo, el mensaje es claro: el bienestar humano está por encima del mandamiento del sábado y de ninguna manera lo contradice.

    Luego, Jesús retoma el tema del honor y el reconocimiento, retomando la práctica común en las fiestas y bodas de ubicar a los invitados en los asientos de acuerdo con su rango e importancia para el anfitrión. Tal asignación de lugares específicos para invitados de honor, celebridades o miembros de la familia por parte del anfitrión sigue siendo común hoy en día. Pero Jesús cuestiona esta práctica de hacer distinciones entre los invitados y aconseja modestia. En lugar de ocupar un lugar de honor para sí mismo, se debía esperar y ver qué lugar le da el anfitrión. Pero aquellos que ocupan un lugar más bajo en la mesa pueden ser felices si el anfitrión los señala a un lugar más alto en la mesa, así expresando su honra en frente a los demás invitados. Sigue la lección crucial de Jesús: «Porque todo el que se ensalce, será humillado; y el que se humille, será ensalzado.» Aconseja al anfitrión que en lugar de invitar a amigos, hermanos, parientes y vecinos ricos, debe invitar a los pobres, los lisiados, los cojos y los ciegos. Jesús está hablando aquí en última instancia del Reino de Dios, en el que todos son iguales y una fiesta no debe basarse en intereses, para complacer a las personas o conquistarlas, sino como un compartir y una celebración con personas que no reportan ningún beneficio para el que invita. Aquí el anfitrión invita a personas que no procuran el prestigio y el honor y de las que no puede esperar nada a cambio. Es un verdadero banquete donde el anfitrión simplemente quiere celebrar con otros. Aquí se otorga respeto y dignidad a todos los seres humanos y nadie debe considerarse mayor o más honorable que los demás. Los humildes son valorados por Dios, serán honrados por Dios, y entonces, Él los colocará en el lugar que les corresponde en el banquete de la boda celestial.

    Como cristianos, debemos liberarnos del concepto de estatus, no procurar una ventaja, sino comportarnos con modestia y humildad y valorar a todas las personas.

    (Peter Downes, Theologe).

    20. Sonntag im Jahreskreis (14.8.2022)

    Jeremia ist aus der Zisterne von Malkijah gerettet. Deutsche Bibel, 1585. Druck von Jost Amman (1539-1591); Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

    Jeremia ist aus der Zisterne von Malkijah gerettet. Deutsche Bibel, 1585. Druck von Jost Amman (1539-1591); Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    20. Sonntag im Jahreskreis (14.8.2022)

    1. 1.    Lesung: Jer 38,4-6.7a.8b-10

    Lesung
aus dem Buch Jeremia.

    [Schefatja, der Sohn Mattans, Gedalja, der Sohn Paschhurs, Juchal, der Sohn Schelemjas, und Paschhur, der Sohn Malkíjas,
hörten die Worte, die Jeremia zum ganzen Volk redete.

    So spricht der HERR:
Wer in dieser Stadt bleibt, der stirbt durch Schwert, Hunger und Pest. Wer aber zu den Chaldäern hinausgeht, der wird überleben; er wird sein Leben als Beute erhalten und am Leben bleiben.

    So spricht der HERR: Diese Stadt wird ganz sicher dem Heer des Königs von Babel in die Hand gegeben werden und er wird sie erobern.] 

    In jenen Tagen sagten die Beamten zum König Jeremia muss getötet werden; denn er lähmt die Hände der Krieger, die in dieser Stadt noch übriggeblieben sind, und die Hände des ganzen Volkes, wenn er solche Worte zu ihnen redet. Denn dieser Mann sucht nicht Heil für dieses Volk, sondern Unheil.

    Der König Zidkíja erwiderte: Siehe, er ist in eurer Hand; denn der König vermag nichts gegen euch. 

    Da ergriffen sie Jeremia
und warfen ihn in die Zisterne des Königssohns Malkíja, die sich im Wachhof befand;
man ließ ihn an Stricken hinunter. In der Zisterne war kein Wasser, sondern nur Schlamm und Jeremia sank in den Schlamm.

    Der Kuschiter Ebed-Melech, ein Höfling,
[der im königlichen Palast bedienstet war,
hörte, dass man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte, während der König sich am Benjamintor aufhielt.

    Da verließ Ebed-Melech den Palast und] sagte zum König: Mein Herr und König, schlecht war alles, was diese Männer dem Propheten Jeremia angetan haben; sie haben ihn in die Zisterne geworfen, damit er dort unten verhungert. Denn es gibt in der Stadt kein Brot mehr.


    Da befahl der König dem Kuschiter Ebed-Melech: Nimm dir von hier dreißig Männer mit, und zieh den Propheten Jeremia aus der Zisterne herauf, bevor er stirbt. 


    Ebed-Melech nahm die Männer mit sich und ging zum Palast, in den Raum unterhalb der Vorratskammer. Dort holte er Stücke von abgelegten und zerrissenen Kleidern und ließ sie an Stricken zu Jeremia in die Zisterne hinunter.

    Dann sagte der Kuschiter Ebed-Melech zu Jeremia: Leg die Stücke der abgelegten und zerrissenen Kleider in deine Achselhöhlen unter die Stricke! Und Jeremia machte es so. 


    Nun zogen sie Jeremia an den Stricken hoch und brachten ihn aus der Zisterne herauf. Von da an blieb Jeremia im Wachhof.]

    1. 2.    Lesung: Hebr 12,1-4
    2. Lesung aus dem Hebräerbrief.

    Schwestern und Brüder! 

    Darum wollen auch wir, die wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, alle Last und die Sünde abwerfen, die uns so leicht umstrickt. 

    Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der vor uns liegt, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt.

    Richtet also eure Aufmerksamkeit auf den, der solche Anfeindung von Seiten der Sünder gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermattet und mutlos werdet! Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet

    Evangelium: Lk 12,43-53

    Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!

    Ich muss mit einer Taufe getauft werden und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen ist.

    Meint ihr,
ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen?
Nein, sage ich euch, sondern Spaltung.

    Denn von nun an werden fünf Menschen im gleichen Haus in Zwietracht leben: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei; der Vater wird gegen den Sohn stehen und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter,
die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter, und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

    Impuls: Wer von Gott gesandt ist, wird angefeindet werden, denn die Wahrheit wollen die Ungläubigen nicht hören.

    Dramatisch stellt sich die Situation des Propheten Jeremias dar. Die Botschaft, die er im Namen Gottes verkündet, bringt ihn in Lebensgefahr. Gottesverkünder, Wahrheitsboten – Wahrsager – und Gottgesandte werden oft missverstanden und zu Unrecht verfolgt. Es ist kein Traumjob, sondern eine Berufung, die nur allzu oft zur Last wurde. Doch gibt es immer auch Menschen, bei denen die göttlichen und wahren Worte und Taten, die diese Glaubenszeugen überbringen, auf fruchtbaren Boden fallen und zum einem gottgefälligen Handeln führen. Gott hilft den Menschen und rettet sie, wenn sie seinem Worten folgen.

    Jeremia predigt in einer Endzeit des Königsreiches Juda, in den Jahren vor der babylonischen Eroberung durch Nebukadnezar II. im Jahre 587 v. Chr. Zidkija ist der von Nebukadnezar eingesetzte letzte König von Juda und residiert in Jerusalem. Trotz dieser Einsetzung durch den babylonischen Herrscher, sucht er eine Koalition mit den Gegnern der Babylonier, den Ägyptern. Er spielte also auf beiden Seiten mit. Vom Propheten erhofft er sich Unterstützung durch ein Gotteswort, dass am Ende die Ägypter das jüdischen Volke bei der Vertreibung der Chaldäer helfen. Aber Gottes Willen hängt nicht von seinen politischen Ambitionen ab, sondern Jahwe will das Volk vor dem Untergang retten und so ruft der Prophet dementsprechend zum «Überlaufen» des Volkes zu den Chaldäern auf. Daraufhin lässt ihn aber der König Zidkija festnehmen, erwartet dann ein neues göttliches Wort vom Propheten Jeremia. Die nächste Prophezeiung, die er von seinem inhaftierten Gottesmann erhält, kündigt jedoch seine Auslieferung an Nebukadnezar an. Trotz dieser pessimistischen Prophezeiung lässt er Jeremia in leichter Haft hallten und Versorgung mit Nahrung zukommen. Die Stadt leidet nun aber unter der Belagerung durch die Chaldäer. In dieser Situation prophezeit nun Jeremia, dass Jerusalem in die Hände der Babylonier fallen wird und man sich ihnen als Beute übergeben soll, um so zu überleben. Das wird von den Volksvertretern als eindeutiger Verrat aufgenommen, denn es demoralisiert die Belagerten weiter zu kämpfen und spielt dem Feind in die Hände. Ihm gebührt also der Tod eines Hochverräters. König Zidkija lässt ihnen zunächst freie Hand gegen den Propheten gewähren, da er seine eigene Machtgewalt eingeschränkt sieht. Jeremia droht nun der Hungertod in einer Zisterne, wo man ihn mit Stricken herabließ. Das Eingreifen eines wohl mächtigen Höflings – Ebed-Melech – führt aber dann dazu, dass der König über die Todesgefahr des Propheten in Kenntnis gesetzt wird und er sich dann für dessen Befreiung einsetzt. Warum er es tut, wird in diesen Textabschnitt nicht mehr genannt, aber aus den folgenden Versen ersichtlich, denn es zeigt sich, dass der König nun auf ein neues positives Gotteswort hofft. Statt Optimismus muss er dann aber vernehmen, dass Gott wiederum den Sieg der neubabylonischen Chaldäer ankündigt. Jerusalem fällt kurz darauf im Jahre 586 v. Chr. 

    Dem Gesandten Gottes fiel hier eine schwierige Aufgabe zu; er musste dem Volk die Niederlage verkünden, eine Wahrheit, die es nicht hören wollte, aber letztendlich dazu führte, dass das Volk mit der babylonischen Gefangenschaft seine Identität neu finden wird und die Erfahrung macht, dass Gottes Plan mit seinem Volk sich nicht mit den Machtwünschen der Herrschenden deckt.  

    Paulus ruft in seinem Brief an die Hebräer zum Ausharren im Glauben auf, denn was sich zunächst als mühsam erweist, wird sich am Ende in eine Freude ausdrücken. Das sündige Leben muss abgelegt werden und der Blick ist nun ganz auf Christus zu richten. Hier gilt es einen langen, mühsamen Weg zum Glauben zu laufen. Wie in einem Wettkampf wird Ausdauer erwartet. Auf dem Weg liegt das Kreuz, was Leid, Schmerz und Anfeindungen beinhaltet, aber nach dem Leidensweg erfolgt die große Freude und der Sieg. Jesus nahm die Anfeindungen auf sich, seine Worte wurden als provokant betrachtet, er wurde abgelehnt und als Gotteslästerer vom Volk verschrien. Die Christen aber sollen dem Vorbild Christi folgen, wohl wissend, dass sie von Sündern angefeindet werden. Paulus ruft dazu auf, nicht im Glauben zu ermatten und mutlos zu werden. 

    Wer sich zu Christus voll bekennt und seinem Weg folgt, spaltet die Meinungen und auch die eigene Familie. Die Christusnachfolge ist ein schmerzlicher Prozess, es ist wie ein reinigendes Feuer, dass das Sündige abbrennt oder wie eine Taufe, eine neue Geburt einleitet. Jesus macht seinen Jüngern klar, dass er nicht gekommen sei, um Frieden zu bringen, sondern Spaltung. Diese Worte klingen für uns zunächst fremdartig, sogar widersprüchlich zu dem ansonsten gängigen Bild des Friedensstifters und Heilbringers. Hier führt uns der Evangelist Lukas einen apokalyptischen prophetischen Jesus vor, der seine Zuhörer zu einer endgültigen Lebensentscheidung aufruft. Von einer Zwietracht in der Familie ist hier die Rede. Glaube scheint hier nicht zu vereinen, sondern Menschen, ja Familienmitglieder untereinander zu spalten.

    Der Zusammenhang wird erkennbar, wenn man den vorhergehenden Text berücksichtigt, denn zuvor ging es darum, wachsam zu sein und die rechten Zeichen zu erkennen, sich als guter Verwalter zu erweisen und ganz im Sinne des Herrn zu handeln. Es geht darum, dass jetzt die Zeit der Entscheidung gekommen ist. Man muss sich für oder gegen Jesus entscheiden und eine solche Entscheidung kann sich auch gegen die irdischen Interessen der Familie wenden. Eine Entscheidung für Christus hat Konsequenzen im Leben und führt zu Konflikten mit der Umwelt, den Mitmenschen und sogar der Familie.

    Wie die Propheten, so ist auch jeder Christ aufgerufen, die Botschaft des Herrn zu verkünden und dadurch auch Ablehnung und ggf. Verfolgung zu erdulden. Die Christen der Zeit des Lukas erlebten diese Konflikte mit ihrer jüdischen und heidnischen Umwelt sehr stark. Juden und Christen gingen nun getrennte Wege und in der heidnischen Welt erlebten sie auch erste Anfeindungen. Der Weg zur Freude, zum ewigen Frieden in Christus ist steinig, mühselig und schmerzlich, provoziert Spaltung, ist ein Weg einer konsequenten Entscheidung. Eine Entscheidung, dem Ruf zum Glauben an Gott zu folgen, denn nur so wird uns wahres menschliches Leben und Heil geschenkt.     


    Impulso: Un enviado por Dios enfrentará una vida de conflictos, porque los incrédulos no quieren oír la verdad.
     

    Se presenta una situación dramática del profeta Jeremías que ha puesto en peligro su vida por haber anunciado un mensaje en nombre de Dios. Los profetas y mensajeros de Dios, de la verdad son a menudo incomprendidos e injustamente perseguidos por personas a las que no conviene su mensaje. No es un trabajo de ensueño, es una vocación que, con demasiada frecuencia, se convierte en una carga pesada. Pero siempre hay personas para las que los mensajes divinos son importantes para ver más claro hacia el futuro y estas personas forman una tierra fértil para que el mensaje finalmente se transforme en una acción correcta y recta. Dios ayuda a las personas y las salva si obedecen su palabra. 

    Jeremías predica en un tiempo del fin del reino de Judá, antes de la conquista babilónica por parte de Nabucodonosor II, en el 587 a. C. Sedecías es el último rey de Judá designado por Nabucodonosor y reside en Jerusalén. A pesar de este nombramiento por parte del gobernante babilónico, busca una coalición con los oponentes de los babilonios, con los egipcios. Entonces él juega en ambos lados. Él espera el apoyo del profeta a través de una palabra de Dios de que al final los egipcios expulsarán a los caldeos. Pero la voluntad de Dios no depende de sus ambiciones políticas, sino que quiere salvar al pueblo de la destrucción y, en consecuencia, el profeta llama al pueblo a «desertar» hacia los caldeos. El rey Sedecías luego lo hace arrestar y espera una nueva palabra divina del profeta. La siguiente profecía que recibe del hombre de Dios encarcelado anuncia su rendición a Nabucodonosor. A pesar de esta profecía pesimista, el rey deja a Jeremías en un confinamiento leve, sin embargo, la ciudad sufre el asedio de los caldeos. En esta situación, Jeremías profetiza que Jerusalén caerá en manos de los babilonios y el pueblo de Judá deberá rendirse como botín para poder sobrevivir. Esto es visto por los representantes del pueblo como una clara traición, porque desmoraliza a los sitiados para seguir luchando y le hace el juego al enemigo. Así concluyen que merece la muerte de un alto traidor. El rey Sedecías inicialmente les da carta blanca para actuar contra el profeta, ya que ve limitado su poder. Jeremías ahora se enfrenta al hambre en una cisterna donde fue bajado con cuerdas. Sin embargo, la intervención de un cortesano, probablemente muy poderoso, llamado Ebed-Melech, lleva a que el rey sea informado sobre el peligro de muerte  del profeta y luego haga campaña por su liberación. Por qué lo hace queda claro en los versículos que sigue este texto: es que el rey espera una nueva palabra más positiva de Dios. Sin embargo  tiene que escuchar que Dios anuncia nuevamente la victoria de los caldeos neo-babilónicos. Así Jerusalén cae poco después en 586 a. C. en manos de los babilonios.

    Una tarea difícil recayó aquí en el mensajero de Dios, tenía que anunciar la derrota al pueblo, una verdad que los judíos no querían escuchar, pero que finalmente llevó al pueblo a redescubrir su identidad con el cautiverio babilónico y a experimentar que ese plan de Dios con su pueblo no coincide con el afán de poder de los gobernantes. 

    En su Carta a los Hebreos, Pablo llama a la perseverancia en la fe, porque lo que en un principio resulta ser una dificultad, al final se expresará en alegría. La vida pecaminosa debe ser puesta a un lado y el enfoque ahora debe estar en Cristo. Hay un camino largo y arduo hacia la fe para caminar aquí. Como en una competición, se espera perseverancia. En el camino está la cruz, que implica sufrimiento, dolor y adversidad, pero tras el camino del sufrimiento viene la gran alegría y la victoria. Jesús tomó sobre sí mismo las hostilidades, sus palabras fueron consideradas provocativas, fueron rechazadas y él mismo fue denunciado como blasfemo por el pueblo. Pero los cristianos deben seguir el ejemplo de Cristo, sabiendo muy bien que los pecadores los atacarán. Pablo llama al que no se cansa en la fe no se desanima en ir en la huellas del Señor.

    Cualquiera que confiesa plenamente a Cristo y sigue su camino divide opiniones incluso en su propia familia. Seguir a Cristo es un proceso doloroso, es como un fuego purificador que quema el pecado o como el bautismo que anuncia un vida renovada o un  nacimiento. Jesús deja claro a sus discípulos que no vino a traer paz, sino división. Estas palabras nos suenan extrañas al principio, incluso contradictorias con la imagen común que tenemos de Jesús, de ser el pacificador y salvador. Aquí el evangelista Lucas nos presenta a un Jesús profético apocalíptico llamando a sus oyentes a una decisión final de vida. Se habla de discordia en la familia. La fe no parece unir aquí, sino dividir a las personas, incluso entre los miembros de la familia. 

    El contexto se vuelve claro cuando uno considera los textos anteriores, porque en el perícopa anterior se trataba de estar alerta y discernir las señales correctas, ser un buen mayordomo y actuar plenamente en el espíritu del Señor. El punto es que ahora es el momento de tomar una decisión. Se debe tomar una decisión a favor o en contra de Jesús, y tal decisión también puede ir en contra de los intereses terrenales de la familia. Una decisión por Cristo tiene consecuencias en la vida y lleva a conflictos con las personas del entorno e incluso con la familia.

    Como los profetas, cada cristiano está llamado a anunciar el mensaje del Señor y así soportar el rechazo y, si es necesario, la persecución. Los cristianos de la época de Lucas experimentaron muy fuertemente estos conflictos con su entorno judío y gentil. Judíos y cristianos ahora tomaron caminos separados y en el mundo pagano también experimentaron las primeras hostilidades. El camino hacia el gozo, a la paz eterna en Cristo es pedregoso, arduo y doloroso, provoca división, es un camino de decisión consecuente. Es una decisión a seguir la llamada a la fe en Dios, porque sólo así se nos dará la verdadera vida humana y la salvación.

    (Peter Downes, Theologe).

    18. Sonntag im Jahreskreis (31.7.2022)

    «Das Gleichnis vom reichen Kornbauern» oder «Der Geldwechsler», (1627) Rembrandt van Rijn, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin.

    «Das Gleichnis vom reichen Kornbauern» oder «Der Geldwechsler», (1627) Rembrandt van Rijn, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin.

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    18. Sonntag im Jahreskreis (31.7.2022)

    1. 1.    Lesung: Koh 1,2; 2,21-23

    Lesung
aus dem Buch Kohelet.

    Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch.

    [Welchen Vorteil hat der Mensch von all seinem Besitz, für den er sich anstrengt unter der Sonne? Mich verdross auch mein ganzer Besitz,
für den ich mich unter der Sonne anstrenge und den ich dem Menschen überlassen muss, der nach mir kommt.

    Wer weiß, ob er ein Wissender ist oder ein Unwissender? Jedenfalls wird er über meinen ganzen Besitz verfügen, für den ich mich unter der Sonne angestrengt und mein Wissen eingesetzt habe. Auch das ist Windhauch. Ich stellte mich um
und überließ mich der Verzweiflung
über meinen ganzen Besitz,
für den ich mich unter der Sonne angestrengt hatte.] 

    Denn es kommt vor, dass ein Mensch, dessen Besitz durch Wissen, Können und Erfolg erworben wurde, ihn einem andern,
der sich nicht dafür angestrengt hat,
als dessen Anteil überlassen muss. Auch das ist Windhauch und etwas Schlimmes, das häufig vorkommt.

    Was erhält der Mensch dann durch seinen ganzen Besitz und durch das Gespinst seines Geistes,
für die er sich unter der Sonne anstrengt? Alle Tage besteht sein Geschäft nur aus Sorge und Ärger und selbst in der Nacht kommt sein Geist nicht zur Ruhe. Auch das ist Windhauch.

    [Nicht im Menschen selbst gründet das Glück, dass er essen und trinken und durch seinen Besitz das Glück selbst kennenlernen kann. Ich habe vielmehr beobachtet, dass dies von Gottes Verfügung abhängt. Denn wer hat zu essen, wer weiß zu genießen, wenn nicht ich? 


    Ja, es gibt Menschen, denen Gott wohl will. Es sind die, denen er Wissen, Können und Freude geschenkt hat. Und es gibt Menschen, deren Leben verfehlt ist.
Es sind diejenigen, die er mit dem Geschäft beauftragt hat, zu sammeln und zu horten und dann alles denen zu geben, denen er wohl will. Auch das ist Windhauch und Luftgespinst.]


    1. 2.    Lesung: Kol 3,1-5.9-11

    Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä.

    Schwestern und Brüder!

    Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so strebt nach dem, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt! Richtet euren Sinn auf das, was oben ist, nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott.

    Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird,
dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. Darum tötet, was irdisch an euch ist: Unzucht, Unreinheit, die Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist! Belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt und habt den neuen Menschen angezogen, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen.

    Da gibt es dann nicht mehr Griechen und Juden, Beschnittene und Unbeschnittene,

    Barbaren, Skythen, Sklaven, Freie, sondern Christus ist alles und in allen.

    Evangelium: Lk 12,13-21

    Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

    In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus:
Meister, sag meinem Bruder,
er soll das Erbe mit mir teilen!

    Er erwiderte ihm: Mensch,
wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt?

    Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier!
Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt.

    Und er erzählte ihnen folgendes Gleichnis: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen könnte.

    Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich!

    Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast? So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist. 


    Impuls: Welchen Nutzen hat das Anhäufen von Besitz? Was ist von ewigem Wert und somit nicht vergänglich?

    Reich zu sein und Besitz zu haben, scheint das dominierende Ziel vieler Menschen zu sein. Den einen ist es ein Statussymbol, andere erhoffen sich dadurch Sicherheiten für die Zukunft oder in schlechten Zeiten. Am Ende aber steht immer die Frage, wozu wird Geld angehäuft und Besitz gesammelt.

    Im Buch Kohelet wird der Gläubige angeleitet, wie er sich rechtens verhalten soll. Kohelet ist kein Name einer Person, sondern ist eine Funktion, die jemand ausübt; es bedeutet «Versammler», d.h. Gemeindeleiter (Ekklesiates im Griechischen). Geschildert wird eine sehr geläufige Situation: jemand arbeitet schwer, strengt sich das ganze Leben an, um Besitz anzuhäufen, die er dann als Erbschaft hinterlassen kann. Doch dann stellt sich die Frage, ob der Erbe, bzw. die Erben, dann den Besitz auch in seinem Sinne so weiterführen können, oder wollen, können wir noch hinzufügen. Mit seinem Besitz hatte er sich ein Denkmal schaffen wollen, es hat ihn so sehr getrieben, dass er darüber in «Verzweiflung» geriet. Das Anhäufen von Besitz wurde zu einer Art «Kult», zu seiner Existenzgrundlage, vielleicht sogar zu seinem «Gott». Nun aber wird es in andere Hände übergehen, an Erben, die sich nicht dafür angestrengt haben, die es nicht nachvollziehen können, welche Mühen deren Erwerb gekostet hat. Hier hat man dann auf den falschen Wert gesetzt, es ist alles nur «Windhauch», d.h. vergänglich, so betont der Gemeindeleiter seinen Zuhörern. Die Konzentration des Lebens auf das Anhäufen von Besitz, ist ein «Luftgespinst» des Geistes, vielleicht sollte man es sogar noch stärker betonen, es ist ein «Wahnsinn». Das ganze Leben, Tag und Nacht, beschäftigt sich ein solcher Mensch mit der Sorge und dem Ärger um sein «Geschäft». Das «Schaffen» und «Anschaffen» pulsiert seinen Geist und sein Herz. Doch am Ende ist alles nutzlos!

    Nun sagt uns Kohelet - «unser» weise Gemeindeleiter – worauf wir wirklich achten sollten. Unser Glück ist nicht der Lohn unserer Arbeit und unseres eigenen Schaffens, sondern hängt letztlich allein von Gottes Willen ab. Gott schenkt das Wissen, Können – die Talente – und die Freude. Menschen aber, die sich ganz auf das Geschäft konzentrierten, Besitz sammeln und horten, haben ihr Leben verfehlt. Wenn dann diesen Besitz an ihre Erben weitergeben wollen oder müssen, dann sind all ihre Lebensmühen vergessen und am Ende sinnlos. Es ist das Gottvertrauen, dass den Weg zur wahren Sinnerfüllung öffnet. Allerdings klingt bei diesem Weisheitslehrer auch die Prädestination an, denn Gott segnet die einen mit Wissen, Können und Freude, während er andere zum «Geschäft» beauftragt. Die «Geschäftigen» aber sollen hier wachgerufen werden, ihren Lebensinhalt noch umzustellen, damit sie sich nicht am Vergänglichen des irdischen Seins binden, sondern ihr Vertrauen auf Gott setzten und dadurch das wahre Glück und die Freude im Leben finden, denn diese liegen letztendlich nur in der Verfügung Gottes. Während unser rein menschliches Treiben vergänglich ist, ist Gottes Handeln an uns, wenn wir es denn im Vertrauen an ihn annehmen und zulassen, bleibend und unvergänglich. Wer das schätzt und genieß, was er hat – was er durch Gottes Fürsorge erhalten hat -, kann Glück empfinden und verliert dann keine Zeit und Freude mit dem Anhäufen irdischer Güter.

    Im Brief an die Kolosser ruft Paulus die Gemeindemitglieder auf, sich auf den Himmel auszurichten, da sie mit Christus auferweckt sind, d.h. ein neues Leben beginnen können. Sie sollen sich daher nicht mehr auf das Irdische konzentrieren, denn nun haben sie Christus erkannt, und damit hat ihr Leben einen neuen Sinn erhalten, der sich auf Gott hin ausrichtet. Alle irdischen Sünden sollen abgelegt werden; die Unzucht, die unreinen Leidenschaften, bösen Begierden, die Habsucht, der Götzendienst und das gegenseitige Belügen sind für sie gestorben und nun sind sie zu neuen Menschen als wahre Abbilder des Schöpfers berufen. Paulus ruft zur Erkenntnis auf, dass sie mit Christus, durch die Taufe, zu einem neuen gemeinsamen Leben geführt werden, wo alle trennenden Schranken zwischen Brüdern und Schwestern aufgehoben sind. So darf man nicht mehr zwischen Griechen und Juden trennen, d.h. zwischen den Judenchristen und den Heidenchristen der hellenistischen Welt und Kultur unterscheiden. Die Trennung von Beschnittenen und Unbeschnittenen war bereits auf dem sogenannten Apostelkonzil von 48 in Jerusalem thematisiert worden, als Paulus die Heidenmission vor den Ältesten, Petrus und Jakobus, dem Herrenbruder, rechtfertigte.

    Aber es geht noch um mehr. Das Christentum steht nun sogar den «Barbaren» und «Skythen» offen, also Völkern, die als unizivilisiert betrachtet wurden. Allen Ethnien und Kulturen ist damit der Weg zum Christentum geöffnet. In den multikulturellen und multiethnischen Städten und Häfen Kleinasiens fand das Christentum auch Anhänger in Gruppen, die zunächst nicht gezielt als Adressaten vorgesehen waren, nun aber auch in die Evangelisierung integriert werden sollten. Auch irdisches Standesdenken soll in den Gemeinden wegfallen, denn mit dem Blick aufs Himmelreich, heben sich das soziale Oben und Unten auf. Freie und Slaven sind in den Gemeinden gleichermaßen Brüder und Schwester in Christus. Was alle vereint ist Christus und er ist in allen, die an ihn glauben präsent, daher ist das alte Leben durchs neue zu ersetzten, es ist gestorben und wird sind zum neuen Leben mit Christus erweckt worden und das irdische verliert seine Bedeutung, wenn wir uns ans Himmlische (oben) orientieren. Auch Paulus verweist uns also auf eine neue Lebensausrichtung, wo die herkömmlichen, alten, irdischen Werte – und Unwerte = Sünden – abgelegt werden, um den wahren Lebenssinn, der geschwisterlichen Gemeinschaft mit und in Christus zu erkennen.     

    Um das Thema Erben geht es auch bei Evangelium nach Lukas. Jesus wird als Gelehrter von einem Mann aufgefordert, Recht zu sprechen, da er sich darüber beklagt, dass sein Bruder nicht mit ihm das Erbe teilen will. Anscheinend geht es hier um die Bitte einer Auszahlung des Erbes, anstatt in brüderlicher Gemeinschaft den geerbten Hof gemeinsam weiterhin zu bearbeiten. Es erinnert uns an das Gleichnis des verlorenen Sohnes, der auch sich auszahlen ließ, um in die Welt zu gehen. Vom «Rabbi» (der Begriff steht für einen jüdischen Lehrmeister in den Synagogen und kommt erst in der Zeit des Lukas als solcher auf) Jesus erwartet nun der Mann eine richterliche Entscheidung, der aber weist diese Entscheidung zurück mit dem Hinweis auf die Gefahr der Habsucht. Wie wir schon im Buch Kohelet belehrt wurden, dass ein Leben, das sich lediglich auf den irdischen Besitz konzentriert, seinen Sinn verliert, so wird nun betont, wie ein eigensüchtiges Anhäufen von Gütern und Besitz zum irdischen Tod führt und damit den Weg zum himmlischen Heil versperrt.

    Eine Erwägung in der Forbes-liste oder anderen Lister zu den reichsten Männern und Frauen, sind für Christen nicht erstrebenswert, da sie keinen Wert vor Gott haben und schon gar nicht einen wahrhaftigen Lebenssinn ausdrücken. Welchen Sinn ein erworbenes Vermögen haben sollte, erklärt Jesus in einem Gleichnis. Ein reicher Mann konnte sich über eine reichhaltige Ernte auf seinen Feldern freuen. Er hatte aber bereits seine Scheunen voll und daher keinen Platz mehr die Ernte unterzubringen. Was sollte er also tun? Dem Besitzer fehlt es an nichts. Er hat sogar vorgesorgt, denn er kann die neue Ernte nicht einmal mehr unterbringen. Statt aber mit dem zufrieden zu sein, war er bereits hat, entscheidet er sich die alten Scheunen niederzureißen und noch größere neue zu bauen, um dort das gesamte Getreide und seine Vorräte unterzubringen. Aus einem noch vergrößertem Vorrat versprach er sich Sicherheit auf Jahre hinaus. Er wollte sich nun an seinem Reichtum selbst erfreuen. So wie er denken viele Leute. Der verdiente Reichtum ist ein Glück, an dem ich das Recht habe, mich zu erfreuen. Und so werden immer größere Scheunen (oder Tresore) gebaut, mehr Häuser, mehr Autos und Güter etc. gekauft und angehäuft, mit der Hoffnung vielleicht, dass sich das Vermögen immer noch weiter vermehrt, denn desto mehr man hat, um so abgesicherter ist man für die Zukunft. Ein solches Streben nach Reichtum wird zu einem Götzendienst. 

    Jesus kritisiert hier nicht den Besitz an sich. Der reiche Mann wird nicht vorweg als schlecht charakterisiert, das Glück einer guten Ernte auch nicht irgendwie negativ kommentiert. Die Frage aber die sich eben stellt, ist folgende: Wenn ich genügend Besitz habe, was sollte ich dann mit weiteren Gewinnen oder Einkommen machen, die ich nicht mehr selbst, zumindest in absehbarer Zeit, benötige? Jesus stellt klar hervor, dass Gott ein solch egozentrisches Anhäufen von Reichtum als Sinnlosigkeit erachtet, denn der reiche Mann, der letztlich nur an die Vermehrung seines Besitzes dachte, schallt er einen Narren. Sein Leben ist vergänglich und sein Tod kann über Nacht kommen. Sein irdischer Schatz verliert seinen Sinn, nützt ihm am Ende nichts, denn, wer nur für sich selbst Schätze/Besitz anhäuft, ist menschlich arm. Ein solcher Besitz hat keinen Wert bei Gott. 

    Reichtum verpflichtet, dass sahen auch schon die Kirchenväter so. Es geht immer darum, was man mit dem Besitz und Reichtum sinnvoll tut, es hat eine soziale Komponente. Wahres Glück ist geteiltes Glück. Das Sein eines Menschen hängt nicht von seinem Besitz ab, sondern, was er daraus macht. Erweist er sich als Fürsorger für andere, gibt er den Bedürftigen von seinem Reichtum ab, schafft er anderen eine würdige Lebensweise, indem er ihnen Arbeit gibt? Wer seine Seele bereichern will, muss das Teilen lernen und zwar jetzt und heute. Es geht um die Sicherheit fürs sinnvolle und glücklich Leben und dies gelingt, wenn man seinen Besitz und Reichtum mit dem Nächsten teilt und dann alle in der Gegenwart die Freude erleben können. Erst dann ist man auch bei Gott reich, nämlich bereichert an Menschlichkeit und erneuert als Abbild des Schöpfers.       

    Impulso: ¿Cuáles son los beneficios de acumular riqueza? ¿Qué es de valor eterno y, por lo tanto, no perecedero?

    Ser rico y tener posesiones parece ser el objetivo dominante de muchas personas. Para algunos es un símbolo de estatus, otros  esperan de sus bienes y dinero acumulados más seguridad para el futuro o para  los tiempos difíciles. Sin embargo, siempre queda la pregunta para qué se acumula riqueza.

    En el libro de Eclesiastés, se instruye al creyente sobre el cómo comportarse correctamente. El autor es Qohéleth, que significa en hebreo un predicador, quien convoca a la asamblea (en griego: Ekklesiates). Aquí se describe una situación muy común: alguien trabaja duro, gasta por toda su vida, energía y tiempo para acumular bienes, que luego pueda dejar como herencia. Pero entonces surge la pregunta de si el heredero o los herederos pueden entonces continuar con la propiedad -y podríamos agregar- es la preocupación si los herederos mantienen el mismo espíritu, conocimiento, habilidad y diligencia de predecesor.

    El hombre quería crear un monumento con sus posesiones, estaba tan motivado por eso que se «desesperó» por eso. Adquirir riqueza se convirtió en una especie de «culto», una obsesión, quizás incluso su «dios». Pero ahora sus bienes pasarán a otras manos, a herederos que no se han esforzado en nada por conseguirlo, que no pueden comprender lo que ha costado adquirirlo. Aquí se equivocó de valor, de lo más importante y así todo es «soplo de viento» (vanidad), es decir, algo transitorio, como enfatiza el líder de la comunidad a sus oyentes. La concentración de la vida en la acumulación de posesiones es una «fantasía» de la mente, quizás debería enfatizarse aún más como una «locura». Toda su vida, día y noche, esa persona se preocupa y angustia por sus «negocios». "Crear" y "adquirir"  una fortuna es lo que pulsa su mente y su corazón. ¡Pero al final todo eso es inútil ente de Dios!

    Ahora nuestro sabio predicador nos dice a qué debemos prestar atención. Nuestra felicidad no es la recompensa de nuestro trabajo y de nuestra propia creatividad, sino que en última instancia todo depende únicamente de la voluntad de Dios. Dios nos da el conocimiento, la habilidad – los talentos – y la alegría. Pero las personas que se han concentrado en los negocios, coleccionando y atesorando posesiones, se han perdido su vida. Si luego quieren o tienen que pasar todos sus bienes a sus herederos, entonces, todas sus fuerzas en su vida quedarán en el olvido y, en última instancia, todo no tuvo ningún sentido. Pues es la confianza en Dios la que abre el camino a la verdadera realización del sentido de la vida.

    Sin embargo, este maestro de sabiduría también se refiere a la predestinación, porque es Dios quien bendice a algunos con el don de conocimiento, habilidad y alegría, mientras que a otros los comisiona para hacer «negocios». ¿Con quién nos podemos identificar? Si somos los «ocupados» de la acumulación de riquezas, entonces debemos despertar para reorganizar nuestro propósito en la vida, para que no nos atamos a la transitoriedad de la existencia terrenal, sino que pongamos nuestra confianza en Dios y luego encontraremos la verdadera felicidad y alegría en la vida, porque en última instancia todo queda a la disposición de Dios. Todas las fuerzas puramente humanas son transitorias, pero si aceptamos y permitimos que Dios forme el centro de nuestra vida, así entramos en la inmortalidad. Quien aprecia y disfruta lo que tiene -recibido por el cuidado de Dios- puede sentir la felicidad, entonces, no pierde tiempo y la alegría por concentrarse sólo en la acumulación de bienes terrenales.

    En la Carta a los Colosenses, Pablo llama a los miembros de la Iglesia a enfocarse en el cielo ya que están resucitados con Cristo, es decir, bautizados y pueden comenzar una nueva vida. Por lo tanto, no deben concentrarse más en lo terrenal, porque ahora han reconocido a Cristo y su vida ha recibido un nuevo significado que está orientado hacia Dios. Todos los pecados terrenales deben ser puestos a un lado: la fornicación, las pasiones impuras, malos deseos, avaricia, idolatría y el mentirse unos a otros han muerto por ellos, y ahora están llamados a ser nuevos seres humanos, verdaderas imágenes del Creador. Pablo llama a darse cuenta de que están siendo conducidos por y con Cristo, a través del bautismo, a una nueva vida juntos donde se levantan todas las barreras que separan a hermanos y hermanas. Por lo tanto, ya no se debe distinguir entre griegos y judíos, es decir, entre los cristianos judíos y los cristianos gentiles, los del mundo y la cultura helenística, así no se separa a los circuncisos de los incircuncisos. Aquí se refleja el tema del llamado Concilio Apostólico del 48, en Jerusalén, cuando Pablo presentó sus éxitos con la misión de los gentiles a los ancianos, a Pedro y a Santiago, el hermano del Señor, y justificó su evangelización.

    Pero va más allá, el cristianismo ahora también ve abiertos a los «bárbaros» y los «escitas», es decir, pueblos que se consideraban incivilizados. Esto abre el camino al cristianismo para todos los grupos étnicos y culturas, una evangelización universal. En las ciudades y puertos de Asia Menor existía una diversidad de etnias y culturas, el cristianismo también encontró adherentes en grupos que inicialmente fueron los destinatarios del Evangelio, pero que ahora la Iglesia debe extender su misión hacia ellos también. El pensamiento de estatus social terrenal también debe ser eliminado en las comunidades cristianas, porque con la vista al reino de los cielos, las diferencias sociales – de clases de arriba y clases de abajo - se deben disolver. Personas libres y esclavos por igual son hermanos y hermanas en Cristo, en esta Iglesia. Lo que une a todos es Cristo y Él está presente en todos los que creen en él, por tanto, la vida vieja ha de ser sustituida por la nueva, esta ha muerto y resucitado a la vida nueva con Cristo y lo terrenal pierde sentido cuando nos orientamos hacia el celestial (arriba). Pablo también nos señala una nueva dirección en la vida, donde los valores convencionales, viejos, terrenales - y los desvalores = pecados - sean descartados para reconocer el verdadero sentido de la vida en la comunidad fraterna con y en Cristo.

    El Evangelio según Lucas también trata el tema de la herencia. Como erudito, Jesús es llamado por un hombre para que administre justicia porque se queja de que su hermano no quiere compartir su herencia con él. Aparentemente, se trata de que le entrega una parte de herencia en lugar de que el hermano debería trabajar en la finca heredada en una comunidad fraterna. La situación nos recuerda a la parábola del hijo pródigo. Dirigiéndose a Jesús, a quien considera un «rabino» (un término para un maestro que nace en tiempos del evangelista Lucas), el hombre ahora espera una decisión judicial, pero Jesús rechaza esta decisión y señala el peligro de la codicia. Como se nos enseñó en el libro de Eclesiastés una vida concentrada en la acumulación de bienes conduce a la vanidad, aquí queda más claro aún cuál es el camino a la muerte terrenal, así cerrando el camino a una vida eterna. Las listas de Forbes u otros listados de los hombres y mujeres más ricos  del mundo no deben ser admirados por los cristianos, ya que no representan ningún valor ante Dios, y mucho menos expresan un verdadero propósito en la vida. En la parábola sobre el hombre rico, Jesús explica el fin que debe tener una riqueza. Un hombre rico podía disfrutar de una abundante cosecha en sus campos. Pero ya tenía sus graneros llenos y, por lo tanto. no había más espacio para acomodar el embarque. ¿Entonces qué hay que hacer?

    Al hombre rico no le falta nada. Incluso ha tomado precauciones porque ya ni siquiera puede acomodar la nueva cosecha. Pero en lugar de contentarse con lo que ya tiene, decide derribar los viejos graneros y construir otros nuevos aún más grandes para albergar todo el grano y los suministros. De un suministro aún mayor, se prometió seguridad para los años venideros. Ahora quería disfrutar él mismo de su riqueza. Eso es lo que mucha gente piensa. La riqueza ganada es la felicidad que tengo derecho a disfrutar. Y así se construyen graneros (o cajas fuertes) cada vez más grandes, se compran y acumulan más casas, más automóviles y bienes, etc., tal vez con la esperanza de que siempre serán más bienes y más seguridad para el futuro. La búsqueda de la riqueza se convierte en idolatría.

    Jesús no está criticando la posesión de bienes per se aquí. No caracteriza al rico como un malo, ni se comenta negativamente en modo alguno la suerte de una buena cosecha. Pero la pregunta que surge es la siguiente: si tengo suficientes posesiones, ¿qué debo hacer con más ganancias o ingresos que ya no necesito, al menos en un futuro previsible? 

    Jesús deja claro que Dios considera inútil tal acumulación de riqueza egocéntrica, porque llama necio al hombre rico, que en última instancia solo pensaba en aumentar su riqueza. Su vida es fugaz y su muerte puede llegar de la noche a la mañana. Su tesoro terrenal pierde su sentido y al final no le sirve de nada, porque quien sólo acumula tesoros/posesiones para sí mismo es humanamente pobre. Tales posesiones no tienen valor ante Dios.

    La riqueza obliga, los Padres de la Iglesia ya lo veían así. Siempre se trata de que lo que hagas de manera significativa con tus posesiones y riquezas, tenga un componente social. La verdadera felicidad es la felicidad compartida. La dignidad y el valor de una persona no depende de lo que posee, sino de lo que hace con ello. ¿Se muestra a sí mismo como un cuidador de los demás, dando su riqueza a los necesitados, o creando una forma de vida digna para ellos dándoles trabajo? Si quieres enriquecer tu alma, tienes que aprender a compartir, ahora y hoy. Se trata de seguridad para una vida significativa y feliz y esto tiene éxito cuando compartes tus posesiones y riquezas con tu prójimo y entonces todos pueden experimentar la alegría en el presente. Sólo entonces es también un rico en Dios, es decir, enriquecido en humanidad y renovado como auténtica imagen del Creador.

    (Peter Downes, Theologe).

    16. Sonntag im Jahreskreis (17.7.2022)

    («Christus im Haus von Martha und Maria» (1628) von Jan Brueghel dem Jüngeren, Nationalgalerie, Dublin)

    («Christus im Haus von Martha und Maria» (1628) von Jan Brueghel dem Jüngeren, Nationalgalerie, Dublin)

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    16. Sonntag im Jahreskreis (17.7.2022)

    1. 1.    Lesung: Gen 18,1-10a

    Lesung
aus dem Buch Genesis.

    In jenen Tagen
erschien der HERR Abraham bei den Eichen von Mamre, während er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß.

    Er erhob seine Augen und schaute auf, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Als er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes aus entgegen, warf sich zur Erde nieder

    und sagte: Mein Herr,
wenn ich Gnade in deinen Augen gefunden habe, geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! Man wird etwas Wasser holen; dann könnt ihr euch die Füße waschen und euch unter dem Baum ausruhen. Ich will einen Bissen Brot holen, dann könnt ihr euer Herz stärken, danach mögt ihr weiterziehen; denn deshalb seid ihr doch bei eurem Knecht vorbeigekommen. Sie erwiderten: Tu, wie du gesagt hast!

    Da lief Abraham eiligst ins Zelt zu Sara und rief: Schnell drei Sea feines Mehl! Knete es und backe Brotfladen! 

    Er lief weiter zum Vieh,
nahm ein zartes, prächtiges Kalb
und übergab es dem Knecht, der es schnell zubereitete.

    Dann nahm Abraham Butter, Milch und das Kalb, das er hatte zubereiten lassen,
und setzte es ihnen vor.
Er selbst wartete ihnen unter dem Baum auf, während sie aßen.

    Sie fragten ihn: Wo ist deine Frau Sara? Dort im Zelt, sagte er. 


    Da sprach er:
In einem Jahr komme ich wieder zu dir.
Siehe, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben.

    Sara hörte am Eingang des Zeltes hinter seinem Rücken zu. Abraham und Sara waren schon alt; sie waren hochbetagt. Sara erging es nicht mehr, wie es Frauen zu ergehen pflegt.

    Sara lachte daher still in sich hinein und dachte: Ich bin doch schon alt und verbraucht und soll noch Liebeslust erfahren?
Auch ist mein Herr doch schon ein alter Mann! 


    Da sprach der Herr zu Abraham: Warum lacht Sara und sagt: Sollte ich wirklich noch gebären, obwohl ich so alt bin?

    Ist denn beim Herrn etwas unmöglich? Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich wieder zu dir kommen; dann wird Sara einen Sohn haben. 


    1. 2.    Lesung: Kol 1,24-28

    Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä.

    Schwestern und Brüder!

    Ich freue mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Ich ergänze in meinem irdischen Leben, was an den Bedrängnissen Christi
noch fehlt an seinem Leib, der die Kirche ist.

    Ihr Diener bin ich geworden
gemäß dem Heilsplan Gottes,
um an euch das Wort Gottes zu erfüllen. Er ist jenes Geheimnis,
das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war – jetzt aber seinen Heiligen offenbart wurde. Ihnen wollte Gott kundtun,
was der Reichtum der Herrlichkeit
dieses Geheimnisses unter den Völkern ist: Christus ist unter euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit. 


    Ihn verkündigen wir;
wir ermahnen jeden Menschen und belehren jeden Menschen in aller Weisheit,
damit wir jeden Menschen vollkommen darstellen in Christus.

    Evangelium: Lk 10,38-42

    Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

    In jener Zeit
kam Jesus in ein Dorf.

    Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu.

    Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm
und sagte: Herr, kümmert es dich nicht,
dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! 

    Der Herr antwortete:
Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt,
der wird ihr nicht genommen werden. 


    Impuls: Was heißt es Gott zu dienen?

    Am vergangenen Sonntag wurde uns mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samaritaner eine Lektion erteilt, dass Gottesdienst und Menschendienst eng miteinander vereint sind. Nur über die Fürsorge für den Nächsten, ist auch auf die Fürsorge Gottes zu hoffen. In den heutigen Texten geht es wiederum ums Dienen und zwar um die Frage der rechten Form des Dienens.

    In der Erzählung über Abraham und Sara geht es einerseits um das zentrale Thema der Nachkommenschaftsverheißung, zu anderen um die Gastfreundschaft. Letzteres ist im Orient bis heute eine geläufige Praxis auch gegenüber Fremden. Abraham bekommt Besuch von drei Männern und entsprechend des Brauchs der Gastfreundschaft bewirtschaftet er sie. Im Orient war es üblich, auch fremde Reisende oder auch Hilfsbedürftige bis zu drei Tagen zu beherbergen und zu versorgen. Es ist eine Praxis, wie wir sie auch in den jungen Kirchengemeinden erleben können, wo etwa den Wandermissionaren und auch Reisenden Gastfreundschaft gewährt werden soll. Zu den Eigenschaften eines Bischofs gehörte laut den Pastoralbriefen die besondere Gastfreundschaft in seinem Haus. Und auch im Mittelalter war es üblich, dass Reisende und Wanderer auch in Klöstern als Gäste aufgenommen wurden.

    Die drei Männer, die aber nun Abraham besuchen, erscheinen ihm etwas Besonderes zu sein, weshalb er als Gastgeber sich besonders in Zeug legt. Zunächst reicht er seinen Gästen Wasser, damit sie sich den Staub des Wüstenbodens von ihren Füßen waschen können. Eine solche Reinigung gehört zur üblichen Geste des Empfangs und drückt die Wertschätzung aus. Dann aber scheint Abraham zu erkennen, dass es sich nicht um gewöhnliche Männer handelt und beginnt hektisch das Essen zu organisieren. Auch seine Frau Sara und ein Knecht werden voll bei der Zubereitung eingespannt. Für sie wird eigens ein Kalb geschlachtet. Nach dem Mahl aber wird klar, dass es kein zufälliger Besuch war, sondern hier sind es göttliche Boten und diese haben eine Botschaft für das in im Alter vorgerückte Paar. Sara wird einen Sohn gebären. Damit wird nun offensichtlich, dass hier Gott einwirkt. Diese drückt sich denn auch im Dialog aus und dem Wechsel zwischen Plural und Singular. Am Ende spricht hier Abraham mit Gott persönlich. Sara aber, die die Ankündigung ihre Schwangerschaft mitbekommt, lacht darüber, da es ihr absurd erscheint, da beide schon vorgerückten Alters sind. Ihr Lachen wird vernommen und gerügt, denn die Geburt eines Sohns wird als Gottgegeben angekündigt. Abraham zweifelt zwar auch an diese Zusage, aber wird nicht dafür gerügt, sondern ihm versichert, dass er innerhalb eines Jahres Vaters des ersehnten Sohns sein wird. Die zweifelnde Frau wird hier noch in den traditionellen Geschlechterrollen dargestellt. Bezüglich des Motiv der Gastfreundschaft können wir als Fazit dieser Erzählung festhalten: seid bereit, denn auch Gott könnte eines Tages bei euch zu Gast erscheinen.      

    Im Brief an Kolosser erinnert Paulus an seinen Dienst am Leib Christi, der Kirche. Er verkündet das Wort Christi und versichert ihnen, das Christus mitten unter ihnen ist. Wir man den Dienst an Christus verstehen soll, fast er knapp zusammen: «Ihn verkündigen wir;
wir ermahnen jeden Menschen und belehren jeden Menschen in aller Weisheit, damit wir jeden Menschen vollkommen darstellen in Christus». Der Dienst am Nächsten macht uns zu vollkommeneren Menschen und machen die Gegenwart Christi erfahrbar.

    Beim Besuch Jesu im Haus Martas geht es ebenfalls um Dienste. Auf der einen Seite ist die Gastgeberin Marta, die in ihrem Arbeitseifer völlig gestresst wirkt. Die Arbeit nimmt sie in Anspruch, d.h. es macht ihr Mühe. Sie beklagt sich denn auch darüber, dass die Last allein bei ihr bleibt, während ihre Schwester Maria sich dem Herrn – Jesus ist gemeint – zu Füßen setzt und seinen Worten zuhört. Marta fordert nun Jesus auf, die Schwester zu ermahnen, ihr zu helfen. Statt aber Maria zu rügen, macht er Marta auf ein falsches Verständnis von Dienst aufmerksam. Sie macht sich um Dinge Sorgen und Mühen, die es nicht Wert sind. Denn wichtig ist in diesem Augenblick, die Worte des Heils zu hören. Maria hat also richtig gewählt, indem sie ihre Zeit fürs Lernen aus den Heilsworten verwendet. Damit ist ihre scheinbare «Muße» keine verlorene Zeit, sondern ein zeitlicher Lebensgewinn. Sie wählte eine Tätigkeit, die sinnvoll war, dem Herrn zuzuhören. Einen wahren Dienst erweist man, indem man sich die Zeit für den Mitmenschen nimmt, den Gästen zuhört und mit ihnen spricht. Es ist am Ende die Begegnung mit den Nächsten, die dann lebensbestimmend wird.  

    Impulso: ¿Qué significa servir a Dios?

    El domingo pasado, en la parábola del Buen Samaritano, se nos enseñó una lección clave: la adoración de Dios y el servicio al prójimo están íntimamente relacionados. Sólo a través del cuidado del prójimo podemos esperar también el cuidado de Dios. Los textos de hoy tratan nuevamente sobre el servicio, más concreto, sobre la comprensión correcta del servir.

    En la narración sobre Abraham y Sara se juntan dos temas: el central sobre la promesa de descendencia a Abraham y la costumbre de la hospitalidad. Esta última sigue siendo una práctica común en Oriente, incluso hacia extranjeros, en la actualidad. Abraham recibe la visita de tres hombres y, según la costumbre de la hospitalidad, cumple con toda la preocupación para complacerles. En Oriente era costumbre alojar y cuidar a los viajeros extranjeros o personas que  necesitaban ayuda hasta por tres días. Es una práctica que podemos experimentar también en las jóvenes comunidades cristianas, donde, por ejemplo, se va a acoger a misioneros itinerantes y viajeros por el plazo de hasta tres días. Según las cartas pastorales, a fines del siglo I,  una de las características para elegir un candidato al cargo de obispo era su capacidad de ser hospitalario y recibir personas en su hogar. E incluso en la Edad Media, era común que los viajeros e itinerantes fueran recibidos como invitados en los monasterios.

    Los tres hombres que ahora visitan a Abraham le parecen especiales, por lo que pone su corazón y su alma en ser un buen anfitrión. Primero entrega agua a sus invitados para que puedan lavarse los pies del polvo del suelo del desierto. Tal limpieza es parte del gesto habitual de recepción y expresa un especial respeto. Pero entonces Abraham parece darse cuenta de que estos no son hombres ordinarios y frenéticamente comienza a organizar la comida. Su esposa Sara y un sirviente también se involucran de lleno en la preparación. Se sacrifica incluso un ternero especialmente para ellos. Sin embargo, después de la comida, queda claro que no fue una visita accidental, sino que aquí se trata de mensajeros divinos y tienen un mensaje para la pareja de ancianos: ¡Sara dará a luz a un hijo! Esto hace que sea obvio que Dios está obrando aquí. También se expresa en el diálogo, en que hay un cambio entre el uso del plural y singular. En consecuencia, Abraham está hablando aquí personalmente con Dios. Pero Sara, que escucha el anuncio de su embarazo, se ríe porque le parece absurdo, pues ambos ya son de edad avanzada. Su risa es escuchada y reprendida, porque el nacimiento de un hijo es ya anunciado como dado por Dios. Aunque Abraham también duda de esta promesa, no se le reprende por ello, sino que se le asegura que será padre del hijo anhelado dentro de un año. La mujer que duda todavía se representa en los roles de género tradicionales. Su reacción es vista más negativo. En cuanto al motivo de la hospitalidad, podemos resumir de esta narración: ¡Prepárate, porque un día Dios también podría aparecer como huésped en tu casa!

    En la Carta a los Colosenses, Pablo nos recuerda de su servicio al cuerpo de Cristo, a la Iglesia. Al proclamar la palabra de Cristo les asegura que Cristo está en medio de ellos. ¿Cómo se debe entender el recto servicio a Cristo? lo resume brevemente: «… al cual nosotros anunciamos, amonestando e instruyendo a todos los hombres con toda sabiduría, a fin de presentarlos a todos perfectos en Cristo”. El servicio a los demás nos hace seres humanos más perfectos y hace tangible la presencia de Cristo.

    La visita de Jesús a la casa de Marta también tiene que ver con el servicio. Por un lado está la anfitriona Marta, que parece completamente estresada en su entusiasmo por el trabajo. El trabajo la ocupa, es decir, le da problemas. También se queja de que la carga queda solo en ella, mientras su hermana María se sienta a los pies del Señor -es decir, Jesús- y escucha sus palabras. Marta ahora le pide a Jesús que amoneste a la hermana para que la ayude. Pero en lugar de reprender a María, llama la atención de Martha sobre una comprensión errónea del servicio. Se dedica y se preocupa por cosas que no valen la pena. Porque lo importante en este momento es escuchar las palabras de salvación. Así que María tomó la decisión correcta al usar su tiempo para aprender de las palabras sobre la salvación. Así que su aparente «ocio» no es tiempo perdido, sino una ganancia temporal en la vida. Ella eligió una actividad que tenía sentido, escuchar al Señor.

    Se presta un verdadero servicio al tomarse el tiempo para escuchar a los invitados y hablar con ellos. Al final, es el encuentro con personas –con los prójimos - el que se vuelve determinante en la vida.

    (Peter Downes, Theologe).

    Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam (16.6.2022 Feier am Sonntag 19.6.2022)

    Blumenteppich, St. Michael 2022

    Blumenteppich, St. Michael 2022

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam (16.6.2022 Feier am Sonntag 19.6.2022)

    1. 1.    Lesung: Gen 14,18-20

    Lesung
aus dem Buch Genesis.

    Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes. Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.

    1. 2.    Lesung: 1 Kor 11,23-26

    Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth.

    Schwestern und Brüder!

    Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

    Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!

    Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

    Evangelium: Lk 9,11b-17

    Aus dem Evangelium nach Lukas

    In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.

    Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf und sagten zu ihm: Schick die Leute weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.

    Er antwortete: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müssten erst weggehen und für all diese Leute Essen kaufen.

    Es waren nämlich etwa fünftausend Männer. Er aber sagte zu seinen Jüngern: Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern!. Die Jünger taten so und veranlassten, dass sich alle lagerten.


    Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten.

    Und alle aßen und wurden satt. Als man die übriggebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.

    Impuls: Brot und Wein, ein Symbol des Teilens und des göttlichen Segens

    Brot und Wein reicht der König Melchisedek Abraham zum Dank für dessen Einsatz für seinen Neffen Lot. In einem Konflikt zwischen Königen hat sich Abraham an dessen Seite gestellt und nun wird das Teilen von Brot und Wein zum Segen für beide. Abraham seinerseits teilt von seinen Gütern den Zehnten an Melchisedek. Sie bilden damit einen Freundschaftsbund. Als Christen erinnert uns die Gabe von Brot und Wein an die Eucharistie, so wird Melchisedek gleichsam zum Vorbild der Priester.

    Am Hochfest des Leibes und Blutes Christi, auch als Fronleichnam bezeichnet, werden wir an die Einsetzungsworte Christi beim Abendmahl erinnert. Dieses Fest hat seinen Ursprung im Mittelalter, im 13. Jahrhundert, und stellt die Eucharistie feierlich ins Zentrum, was in der Karwoche am Gründonnerstag noch nicht angemessen erschien. Nun aber wird die Bedeutung der Gegenwart Christi im Brot und Wein, in seinem Leib und Blut, das unter den getauften Gläubigen verteilt wird, besonders herausgestellt. Christus hat seinen Leib für uns hingegeben und teilt sich ganz unter uns im Brot und Wein, das als Leib und Blut uns an seiner Opfergabe teilnehmen lässt. Auch hier geht es ums Teilen und den Segen, den wir durch diese Hingabe Christi erlangen. Paulus überliefert die Worte Jesu und deren Deutung. Aus dem Brot wird der Leib Christi und aus dem Wein das Blut des Neuen Bundes. Mit der Eucharistie werden wir jedes Mal an die Bedeutung des Todes Jesu erinnert und zugleich daran, dass er wiederkehren wird. 

    Was Teilen bewirken kann, davon spricht Lukas im heutigen Evangelium. Es ist die Speisung von 5000 Männern. Obwohl nur 5 Brote und 2 Fische zur Verfügung standen, werden am Ende alle satt. Es ist der Lobpreis, den Christus über die Brote und Fische ausspricht, die aus dem Wenigen eine Fülle, ja eine Überfülle, erzeugen.  Dann bricht er die Brote und Fische und lässt sie an die Gruppen, die zu 50 zusammensitzen sollen, verteilen. Am Ende bleibt noch soviel übrig, dass 12 Körbe die Reste füllen. Jesus wird zum Gastgeber, er bewirtet die Menschen, die gekommen waren, um ihn zu hören und vom ihm geheilt zu werden.

    Teilen wird zum Segen aller. Die Zahlen, die bei Lukas genannt werden, haben symbolische Bedeutung. So ist die 50 ein Symbol der Einheit nach Gottes Willen. 5 Brote und 2 Fische ergeben zusammen die Zahl sieben, eine heilige Zahl, die Vollkommenheit ausdruckt. Die 12 Körbe mit Resten, spielt auf die Sättigung des gesamten Volkes Israel an, an die 12 Stämme. Dass Gott hier handelt und im Geschehen eingreift, ist den christlichen Lesern und Hörern des ersten Jahrhunderts voll bewusst.

    Seit dem 13. Jahrhundert kam auch der Brauch auf, an diesem Fest eine Prozession durch die Straßen der Städte zu machen, wobei der Leib des Herrn (aus dem Mittelhochdeutschen abgeleitet, dann Fron-Leichnam –des Herrn Leichnam/Körper - genannt) in Form der Hostie in einer Monstranz mitgeführt wurde. Mit der Zeit wurden diese Prozessionen zu einer Art «Demonstration» der Katholiken, teils auch als politischer Protest, etwa in der NS-Zeit. Heute ist es eher ein Ausdruck eines öffentlichen Bekenntnisses zur Kirche und des christlichen Glaubens.

    Der Brauch Blumenteppiche zu legen gelangte wohl im 15. Jahrhundert aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland, erlebte aber einen neuen Aufschwung in der wachsenden Volksfrömmigkeit des 19. Jahrhunderts. Auch in unserer Gemeinde St. Michael ist es mittlerweile zu einer Tradition geworden.

    Impulso: Pan y vino, un símbolo de compartir y de la bendición divina

    El rey Melquisedec le dio a Abraham pan y vino como agradecimiento por su apoyo por su sobrino Lot. En un conflicto entre reyes, Abraham se puso del lado de él, y ahora el compartir el pan y el vino por el rey de Salen se convierte en una bendición para ambos. Abraham, a su vez, entrega la diezma parte de sus bienes a Melquisedec.  Como cristianos, este compartir el pan y del vino nos recuerda a la Eucaristía, por lo que Melquisedec se convierte en un modelo para los sacerdotes.

    En la Solemnidad del Cuerpo y la Sangre de Cristo, también conocida como Corpus Christi, se nos recuerdan las palabras de institución de Cristo en la Cena del Señor. Esta fiesta tiene su origen en la Edad Media, en el siglo XIII, y pone solemnemente en el centro la Eucaristía, lo que no parecía adecuado celebrar en un forma solemne durante la Semana Santa. Pero ahora se destaca especialmente la importancia de la presencia de Cristo en el pan y el vino, en su cuerpo y sangre, que se distribuye entre los creyentes bautizados. Cristo entregó su cuerpo por nosotros y se reparte enteramente entre nosotros en el pan y el vino que, como cuerpo y sangre, nos permite participar de su ofrenda sacrificial. Nuevamente, se trata de compartir y de las bendiciones que vienen a través de esta dedicación de Cristo. Pablo entrega las palabras de Jesús y su interpretación. El pan se convierte en el cuerpo de Cristo y el vino en la sangre de la nueva alianza. Con la Eucaristía se nos recuerda cada vez la importancia de la muerte de Jesús y nuestra esperanza en el tiempo que Él volverá.

    El evangelista Lucas habla de lo milagroso que se puede experimentar cuando se comparte lo que cada uno tiene con los demás. Aquí se relata la alimentación de 5000 hombres. Aunque solo había 5 panes y 2 pescados disponibles, al final todos estaban hartos. Es la alabanza que Cristo pronuncia sobre los panes y peces lo que transforma, lo que parece poco en una abundancia. Después de romperlos, Jesús hace que los asistentes dividan esta multitud en grupos de 50. Lo que funciona como una multiplicación milagrosa termina llenando 12 canastas con las sobras. Es la fe en Dios lo que hace lo aparentemente imposible – alimentar tanta gente con pocos recursos -  el que Jesús se convierta en anfitrión, de las personas que acudían a escucharlo y a ser curados por él.

    Compartir con otros se convierte en una bendición para todos. Los números mencionados en Lucas tienen un significado simbólico. El 50 es un símbolo de unidad por el amor de Dios. 5 panes y 2 pescados suman el número siete, un número sagrado que expresa la perfección divina. Las 12 canastas de sobras aluden a la saturación de todo el pueblo de Israel, a las 12 tribus. Los lectores y oyentes cristianos del primer siglo son plenamente conscientes de que Dios está actuando aquí e interviniendo en lo que está sucediendo.

    Desde el siglo XIII existe también la costumbre de hacer una procesión en esta fiesta de Corpus Christi por las calles de las ciudades, con el cuerpo del Señor llevado en forma de hostia en una custodia. Con el tiempo, estas procesiones se convirtieron en una especie de "manifestación" de los católicos, a veces como una protesta política, por ejemplo durante la era nazi en Alemania. Hoy es más una expresión de un compromiso público con la Iglesia y la fe cristiana.

    La costumbre de colocar alfombras de flores probablemente llegó a Alemania desde la región mediterránea en el siglo XV, pero experimentó un nuevo auge en la creciente piedad popular del siglo XIX. También ya se hizo una tradición en nuestra comunidad de St. Michael.

    (Peter Downes, Theologe).

    Pfingstsonntag (5.6.2022)

    «Pfingsten», Giotto di Bondone, ca. 1305-1310, National Gallery, London

    «Pfingsten», Giotto di Bondone, ca. 1305-1310, National Gallery, London

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    Pfingstsonntag (5.6.2022)

    1. 1.    Lesung: Apg 2,1-11

    Lesung
aus der Apostelgeschichte.

    Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

    Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.

    In Jerusalem aber wohnten Juden,
fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob,
strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.

    Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter,
Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien,
von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten,
Kreter und Araber –
wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

    [12 Alle gerieten außer sich und waren ratlos.
Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten? Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken.]

    1. 2.    Lesung: 1 Kor 12,3b-7.12-13

    Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth.

    Schwestern und Brüder! Keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet.

    Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist.

    Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn.

    Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen.

    Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. 


    [8 Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem anderen durch denselben Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, einem anderen in demselben Geist Glaubenskraft, einem anderen – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem anderen Kräfte, Machttaten zu wirken, einem anderen prophetisches Reden,
einem anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem anderen verschiedene Arten von Zungenrede, einem anderen schließlich die Gabe, sie zu übersetzen. Das alles bewirkt ein und derselbe Geist;
einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.]

    Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus.

    Durch den einen Geist 
wurden wir in der Taufe
alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen,
Sklaven und Freie;
und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.

    Evangelium: Joh 14,15-16.23b-26

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.

    Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, [den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.]

    Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen.

    Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat.

    Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. 


    Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. 


    Impuls: Eine Kirche, vereint in dem einen Heiligen Geist

    Das Pfingstfest im Jahre 30 bzw. 33 – je nachdem wie man das Todesjahr Jesu festlegen will – war ein Neuanfang der Jesusbewegung. Nach dem Pessachfest – unser Osterfest – feiern die Juden 50 Tage später ihr zweites (von insgesamt drei) Pilgerfest – in Erinnerung an den Exodus -, das Wochenfest Schawuot, was im Griechischen dann als «Tag Pentekostés» wiedergegeben wurde. Aus einem ursprünglichen Erntefest, der mit der ersten Weizenernte im Frühling begann und als Fest der ungesäuerten Brote im Pessachfest eine Umdeutung erlangte, wurde nach 50 Tagen dann ein Erntedankfest gefeiert, der den Abschluss der Weizenernte bildete. Aus den ursprünglichen Agrarfesten erfolgte dann mit den Ereignissen des Exodus eine neue Sinngebung. Das Pessachfest erinnert nun an die Befreiung aus der «ägyptischen Sklaverei» und mit Pfingsten wird dem Bund Gottes mit dem Volk Israels bedacht, als Jahwe am Sinai dem Mose das Gesetz – die 10 Gebote – überreichte.

    Zu den großen jüdischen Festtagen zogen immer viele Pilger aus der Diaspora – den Städten mit jüdischen Gemeinden außerhalb Palästinas – nach Jerusalem. So dann auch im Todesjahr von Jesus. In der Apostelgeschichte wird berichtet, dass am Tag des Pfingstfestes alle Jünger Jesu sich an einem Ort versammelt hatten. Es scheint geradezu die erste größere Versammlung nach dem Tod und der Auferstehung Christi zu sein.

    Die Beschreibung die nun folgt, erinnert an alttestamentliche Bezüge zu den 70 bzw. 72 Völkern der Erde, der Erscheinungen Gottes vor Mose und dem Volk im Feuer und in den Wolken. Die entscheidende Botschaft ist hier, dass der unsichtbare und «namenlose», d.h. stets mysteriöse Gott in die Geschichte seiner Schöpfung eingreift. Was die versammelten Jünger in Jerusalem erleben, wird in einer Analogie beschrieben, als das «Brausen» eines heftigen Sturms. Etwas kommt vom Himmel auf sie herab, dass ihnen wie Feuerzungen erscheint und wandelt sie, so dass sie plötzlich in anderen Sprachen zu reden vermochten.

    Wichtig ist hier, dass sie nicht von sich aus sprechen, sondern vom Heiligen Geist geleitet werden. Sie sprechen hier im Namen Gottes. Geschildert wird damit ein außergewöhnliches Ereignis. Als Hörer und Leser dieser Schilderung können wir lediglich rational ergreifen, dass etwas Eingreifendes und Ergreifendes mit den Jüngern an diesem Pfingstfest geschehen sein musste. Es wird zur Geburtsstunde der Kirche, der Ekklesía, denn fortan werden sie sich immer wieder versammeln, um die Eucharistie zu feiern, die Worte Jesu wiederzugeben und die Frohe Botschaft der Auferstehung von den Toten zu verkünden. Sie haben nun eine Mission und sie verstehen diese als neuen oder besser noch als erneuerten Bund.

    Die Jünger erlebten sich belebt vom Heiligen Geist, spürten nun die Gegenwart Christi/Gottes als lebendig in ihnen und dieser Geist drängte sie nun zur Verkündigung. Ihre Gemeinschaft ist vom Geist Gottes bestimmt und begleitet.      

    Dass etwas Außergewöhnliches in der Jüngergemeinschaft geschah, scheinen auch die anderen Juden in Jerusalem – gemeint sind wohl auch die Pilger - wahrgenommen zu haben, denn sie hatten das «Getöse» vernommen und dann gehört, wie diese Jünger zu ihnen in ihren Sprachen predigten. Dieses erzeugte bei ihnen ein fassungsloses Staunen, dass sie diese einfachen Menschen aus Galiläer – aus der Provinz – in ihrer eigenen Muttersprache vernehmen konnten. Für sie ist es ein Wunder.

    Im Text folgt nun eine lange Liste von Völkern und Ländern aus denen jene Pilger kamen, zugleich entspricht diese Liste jene Regionen und Völker, die durch die Evangelisierung in den Zeiten der Abfassung der Apostelgeschichte (um 70-80) zum Christentum bekehrt wurden. Das Christentum wurde universell, hatte die Grenzen Palästinas überschritten. Die Taten Gottes erklangen nun bis an den Enden der Welt, in verschiedenen Sprachen.

    Paulus erinnert die Korinther daran, dass die wahre Erkenntnis über Christus aus dem Wirken des Heiligen Geistes kommt. Sie ist ein Geschenk Gottes, die wir dann zum Nutzen anderer – durch Taten und Verkündigung – zum Ausdruck bringen müssen. Die verschiedenen Gaben des Geistes kommen dann in den jeweiligen Menschen zur Wirkung. Die vom Geist inspirierte und geleitete Gemeinde besteht aus vielen Gliedern eines einzigen Leibes in Christus. Es ist der eine Geist, der alle zu einem einzigen Leib vereint.

    Jesus sagte seinen Jüngern zu, dass er für immer bei ihnen sein wird. Sein Beistand ist ewiglich. Wer sich für Christus entscheidet, sich ihm öffnet, ihn liebt und sein Wort – seine Gebote – hält, kann sich gewiss sein, dass auch Gott ihn liebt. Das Leben wird dann vom Heiligen Geist (mit)bestimmt und es ermöglicht das Erinnern an den göttlichen Lehren. Es ist die Einladung sich dem Heiligen Geist zu öffnen.

    Frohe Pfingsten!  


    Impulso: Una iglesia unida en un solo Espíritu Santo

    La fiesta de Pentecostés en el año 30 o 33 -dependiendo en cuando determinar el año de la muerte de Jesús- fue un nuevo comienzo del movimiento de Jesús. Después de la festividad de Pésaj, nuestra festividad de Pascua, los judíos celebran su segunda (de tres) festividad de peregrinación 50 días después, en memoria al Éxodo, la festividad semanal de Shavuot, que luego se tradujo en griego como «Día de Pentekostés». Se origina en una fiesta de la cosecha que comenzaba con la primera cosecha de trigo en primavera y se reinterpretaba como la fiesta de los panes sin levadura de la fiesta de la Pascua; se celebraba una Fiesta de Gracia después de 50 días, que marcaba, esta vez, el final de la cosecha del trigo. Los eventos del Éxodo luego dieron lugar a un nuevo significado de las fiestas agrícolas originales. La fiesta de la Pascua comenzó a conmemorar la liberación de la «esclavitud egipcia» y Pentecostés el pacto de Dios con el pueblo de Israel, cuando la Ley - los 10 Mandamientos - fue entregada a Moisés por Yahvé en el Sinaí.

    En las principales festividades judías acudían siempre los peregrinos de la diáspora -las ciudades con comunidades judías fuera de Palestina- en masa a Jerusalén. Así ocurrió también en el año de la muerte de Jesús. En el Libro de los Hechos se relata que en el día de Pentecostés todos los discípulos de Jesús se habían reunido en un mismo lugar. Parece que fue la primera gran reunión después de la muerte y resurrección de Cristo.

    La descripción que sigue recuerda las referencias del Antiguo Testamento a los 70 o 72 pueblos de la tierra, las apariciones de Jahwe ante Moisés y el pueblo en el fuego y en las nubes. El mensaje crucial aquí es que el Dios invisible y «sin nombre» propio, es decir, siempre un dios misterioso, que interviene en la historia de su creación. Lo que experimentan los discípulos reunidos en Jerusalén es descrito en forma de analogía: ellos experimentan un «rugido» de una fuerte tormenta. Algo desciende sobre ellos desde cielo que se les aparece como lenguas de fuego y los transforma de tal manera que de repente pudieron hablar en otras lenguas.

    Es importante aquí que no hablen por su propia cuenta, sino que sean guiados por el Espíritu Santo. Ellos hablan en el nombre de Dios. Aquí se describe un evento extraordinario. Como oyentes y lectores de este narración, solo podemos comprender racionalmente que algo profundo y conmovedor les debe haber sucedido a los discípulos en esta fiesta de Pentecostés. El efecto será el nacimiento de la Iglesia, la Ekklesía, porque a partir de ahora se reunirán una y otra vez para celebrar la Eucaristía, recitar y predicar las palabras de Jesús y proclamar la buena noticia de la resurrección de entre los muertos. Ahora tienen una misión y la entienden como una alianza nueva, o mejor aún, la alianza renovada.

    Los discípulos se sintieron animados por el Espíritu Santo, sintieron la presencia de Cristo/Dios vivo en ellos y esto los impulsó ahora a salir a predicar. Su comunidad está determinada y acompañada por el Espíritu de Dios.

    Los otros judíos que vivían en Jerusalén -probablemente también los peregrinos- parecen haber notado que algo extraordinario estaba sucediendo en la comunidad de discípulos de Jesús, porque habían escuchado el «ruido» y luego escucharon cómo estos discípulos les predicaban en sus idiomas. Esto les causó un asombro atónito al poder escuchar a esta gente sencilla de Galilea, es decir de una provincia insignificante, hablar en sus propias lenguas maternas. Para ellos era un milagro.

    Originalnachricht ausblenden

    En el texto sigue una larga lista de pueblos y países de donde procedían aquellos peregrinos judíos, a su vez esta lista corresponde a aquellas regiones y pueblos que fueron cristianizados en los tiempos de la redacción de los Hechos de los Apóstoles (c. 70-80). El cristianismo se hizo universal, habiendo cruzado las fronteras de Palestina. Las obras de Dios ahora resonaban hasta los confines de la tierra, en diferentes idiomas.

    Pablo les recuerda a los corintios que el verdadero conocimiento de Cristo proviene de la obra del Espíritu Santo. Es un don de Dios que luego debemos expresar, a través de la acción y la predicación, en beneficio a los demás. Los diversos dones del espíritu entonces se hacen efectivos en las respectivas personas. La Iglesia inspirada y dirigida por el Espíritu se compone de muchos miembros de un solo cuerpo en Cristo. Es el único espíritu que une a todos en un solo cuerpo.

    Jesús promete a sus discípulos que estaría con ellos para siempre. Su apoyo es eterno. Aquellos que eligen a Cristo, se abren a él, lo aman y guardan su palabra, sus mandamientos, pueden estar seguros de que Dios también los ama. La vida será, entonces, determinada también por el Espíritu Santo y este acompañamiento espiritual hace posible recordar las enseñanzas divinas. Es una invitación a abrirse al Espíritu Santo.

    ¡Feliz Pentecostés!

    (Peter Downes, Theologe).

    6. Sonntag der Osterzeit (22.5.2022)

    Die zwei Fundamente der Kirche:  «Eclesia ex circumcisione» (links: die Wurzeln aus den Juden-Christen) und «Eclesia ex gentibus» (rechts: die Anfänge aus den Heiden-Christen).
Wandmosaik in der Basilika Santa Sabina, Rom, aus dem 5. Jahrhundert.

    Die zwei Fundamente der Kirche: «Eclesia ex circumcisione» (links: die Wurzeln aus den Juden-Christen) und «Eclesia ex gentibus» (rechts: die Anfänge aus den Heiden-Christen).
    Wandmosaik in der Basilika Santa Sabina, Rom, aus dem 5. Jahrhundert.

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    6. Sonntag der Osterzeit (22.5.2022)

    1. 1.    Lesung: Apg 15,1-2.22-29

    Lesung
aus der Apostelgeschichte.

    In jenen Tagen
kamen einige Leute von Judäa herab und lehrten die Brüder:
Wenn ihr euch nicht
nach dem Brauch des Mose beschneiden lasst, könnt ihr nicht gerettet werden.

    Da nun nicht geringer Zwist und Streit
zwischen ihnen und Paulus und Barnabas entstand,
beschloss man, Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen sollten wegen dieser Streitfrage
zu den Aposteln und den Ältesten
nach Jerusalem hinaufgehen.

    Da beschlossen die Apostel und die Ältesten zusammen mit der ganzen Gemeinde, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie zusammen mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas, genannt Barsabbas, und Silas, führende Männer unter den Brüdern.

    Sie gaben ihnen folgendes Schreiben mit: Die Apostel und die Ältesten, eure Brüder, grüßen die Brüder aus dem Heidentum in Antiochia, in Syrien und Kilikien. Wir haben gehört,
dass einige von uns, denen wir keinen Auftrag erteilt haben, euch mit ihren Reden beunruhigt
und eure Gemüter erregt haben. Deshalb haben wir einmütig beschlossen, Männer auszuwählen und zusammen mit unseren geliebten Brüdern Barnabas und Paulus zu euch zu schicken, die beide für den Namen Jesu Christi, unseres Herrn,
ihr Leben eingesetzt haben. Wir haben Judas und Silas abgesandt, die euch das Gleiche auch mündlich mitteilen sollen. Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen, euch keine weitere Last aufzuerlegen
als diese notwendigen Dinge:

    Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktes und Unzucht zu meiden. Wenn ihr euch davor hütet, handelt ihr richtig. Lebt wohl!

    1. Lesung: Offb 21,10-14,22.23

    Lesung
aus der Offenbarung des Johannes.

    Ein Engel entrückte mich im Geist auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem,
wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes.
Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis.

    Die Stadt hat eine große und hohe Mauer mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf. Auf die Tore sind Namen geschrieben: die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels. Im Osten hat die Stadt drei Tore und im Norden drei Tore und im Süden drei Tore und im Westen drei Tore. Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine; auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

    Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm.

    Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm.

    Evangelium: Joh 14,23-29

    Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren
und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

    Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt.

    Impuls: Entscheidend fürs Heil ist die Liebe zu Christus und das Festhalten an seinem Wort

    Die jungen Christengemeinden in Antiochia und Kilikien erlebten einen Zuwachs an Gläubigen, allerdings mehr unter Heiden als bei Juden, so dass zunehmend ein Klärungsbedarf bestand. Wie sollten Juden-Christen und Heiden-Christen zusammen eine Gemeinde formen. Müssen alle Christen sich strikt an jüdische Rituale und Gesetze halten? Diese Frage drohte die entstehenden Christengemeinden zu entzweien, sie zu spalten. Für eine Gruppe von Judenchristen, die von Judäa nach Antiochia kamen, stand fest, dass das Christwerden allein durch vorheriges Judenwerden geschehen muss, d.h. eine Beschneidung ist hier das entscheidende Merkmal ihrer Bekehrung. Rettung ist nur den Juden und damit auch Juden-Christen versprochen.

    Paulus und Barnabas, beide Juden von Geburt, waren anderer Meinung. Für sie galt das Wort – Gesetzt – Christi allein als heilsentscheidend. Wer nach Gottes Worten lebt, wird die vom Tod gerettet werden. Die Frage nun, ob es einen «Sonderweg» für Heiden zur Rettung gibt, oder ob alle zunächst Juden werden müssten, um dann als Juden-Christen auf die Rettung hoffen zu können, wurde zur entscheidenden Frage und schließlich zukunftsweisend für die weitere Entwicklung der Kirche.

    Die letzte Entscheidung sollte dann aber in Jerusalem auf einer Versammlung mit den Aposteln und Ältesten – dem sogenannten Apostelkonzil im Jahr 48 – erfolgen. Wir erfahren hier lediglich das Ergebnis der wohl kontroversen und lebhaften Diskussion auf der Versammlung, zu denen Paulus, Barnabas und der Heide Titus – so berichtet Paulus im Galaterbrief - geladen wurden. Am Ende wurde den Heiden-Christen lediglich auferlegt, kein Götzenfleisch, Blut, Ersticktes zu speisen und die Unzucht zu meiden, von Bescheidung ist dann aber keine Rede mehr. Für die Judenchristen in Antiochien und Kilikien wurde ein offizielles Schreiben aufgesetzt, zugleich aber sollten die Entscheidung auch zwei Gesandte, Judas und Silas, der Jerusalemer Gemeinde direkt verkünden. Die Entscheidung dieser Versammlung in Jerusalem wird mit dem Wirken des Heiligen Geist noch verstärkt. Es ist Gottes Wille, das hier zum Ausdruck kommt. Wenn die Heiden-Christen sich an diese jüdischen Reinheitsgebote halte, dann steht der gemeinsamen Gemeindebildung nichts im Wege.  

    Das Gesetz Christi – der neue Bund -, das Leben nach den Worten Christi sind heilentscheidend. Statt der Beschneidung wird das Taufbad als entscheidender Initiationsritus gelten und Ausdruck der Bekehrung sein.

    In der Offenbarung des Johannes wird das himmlische Jerusalem als Versammlungsort aller Stämme Israels dargestellt. Das Fundament der neuen Gemeinschaft in dieser Stadt sind Christus – das Lamm – und seine Apostel. Der Tempel des irdischen Jerusalems spielt nun keine entscheidende Rolle mehr, da nun Gott-Vater und das Lamm-Christus uns zum Tempel – zum Wohnheim – werden. Die zentrale Botschaft ist: Christus ist unser Licht zum Heil.

    Die Einheit von Vater und Sohn wird auch im Evangelium herausgestellt. Wer nach dem Wort Christi lebt, wird erfüllt von seiner Liebe und ermöglicht damit, dass Christus und Gott-Vater bei ihm einziehen. Wer also Christus liebt und seinem Wort folgt, der wird zum Tempel Gottes werden. Sohn und Vater sind eins und die Gemeinde wird in der Begleitung des Heiligen Geistes an diese Lehre Christi erinnert. Mit dem Tod Jesu endet nicht alles, sondern es stellt einen Neubeginn dar, der auf die Zukunft ausgerichtet ist. Christus ist zum Vater zurückgekehrt und wird einst wiederkommen. Diese Verbindung von Vater und Sohn sollte uns zufriedenstellen und Freude bereiten, denn es ist der höchste Ausdruck von Liebe und Wort. Alles bekommt einen Sinn. Wer sich an Gottes Wort hält und die Gottesliebe mit der Nächstenliebe lebt, dem ist eine Wohnung im himmlischen Jerusalem versprochen. 

    Impulso: Crucial para la salvación es el amor a Cristo y la adhesión a su Palabra

    Las primeras comunidades cristianas de Antioquía y en Cilicia experimentaron un aumento en el número de creyentes, aunque más entre los gentiles que entre los judíos, por lo que había una creciente necesidad de clarificación sobre los criterios de admisión al cristianismo. ¿En qué forma pueden judío-cristianos y pagano-cristianos  formar una iglesia juntos? ¿Todos los cristianos tienen que adherirse estrictamente a los rituales y leyes judíos? Estas preguntas amenazaban a la unión de las nacientes comunidades cristianas. Para un grupo de judío-cristianos que llegaron a Antioquía desde Judea, estaba claro que convertirse en cristianos tenía que suceder únicamente al convertirse primero en judíos, es decir, la circuncisión es la característica decisiva de su conversión aquí. La salvación sólo se promete a los judíos y, por tanto, también a los judío-cristianos, pero no a paganos.

    Pablo y Bernabé, ambos judíos de nacimiento, no estuvieron de acuerdo con esta posición. Para ellos, sólo la Palabra –la Ley- de Cristo era decisiva para la salvación. El que vive de acuerdo con la Palabra de Dios se salvará de la muerte. La cuestión de si existe un «camino especial» para los gentiles hacia la salvación, o si todos deben convertirse primero en judíos para luego poder esperar la salvación como judío-cristianos, se convirtió en una cuestión decisiva y, en última instancia, señala el camino hacia el futuro del desarrollo de la Iglesia.

    La decisión final se tomaría entonces en Jerusalén en una reunión con los apóstoles y ancianos, el llamado Concilio de Jerusalén el año 48. Aquí solo conocemos el resultado de la controvertida y animada discusión en la asamblea a la que fueron invitados o «citados» Pablo, Bernabé y el pagano-cristiano Tito, como Pablo informa en la carta a los Gálatas. Al final, a los cristianos gentiles sólo se les ordenó de abstenerse «de lo que ha sido contaminado por los ídolos, de la impureza, de los animales estrangulados y de la sangre». La circuncisión no aparece más un tema central. Se redactó una carta oficial para los judío-cristianos de Antioquía y Cilicia, pero al mismo tiempo dos enviados, Judas y Silas, debían anunciar la decisión directamente a la comunidad de Jerusalén a estas comunidades nuevas. La decisión de esta asamblea en Jerusalén se refuerza con la obra del Espíritu Santo. Es la voluntad de Dios la que se expresa aquí. Si los cristianos paganos se apegan a estas leyes judías de pureza, entonces, nada se interpondrá en el camino de construir una comunidad en conjunta.

    La ley de Cristo - la nueva alianza -, el vivir según las palabras de Cristo son decisivas para la salvación. En lugar de la circuncisión, el baño bautismal será considerado el rito iniciático decisivo y expresión de la conversión al cristianismo.

    En el Libro del Apocalipsis, la Jerusalén celestial se presenta como el lugar de reunión de todas las tribus de Israel. El fundamento de la nueva comunidad en esta ciudad es Cristo - el Cordero - y sus apóstoles. El Templo de la Jerusalén terrena ya no juega un papel decisivo, ahora que Dios Padre y el Cordero Cristo se convierten en el Templo –la casa– para nosotros. El mensaje central es: Cristo es nuestra luz que conduce a nuestra salvación.

    La unidad de Padre e Hijo también se enfatiza en el Evangelio. Los que viven según la Palabra de Cristo están llenos de su amor y así hacen posible que Cristo y Dios-Padre entren en su corazón. Así que él que ama a Cristo y sigue su Palabra llegará a ser templo de Dios. Hijo y Padre son uno y se recuerda a la congregación de los fieles esta enseñanza de Cristo en la compañía permanente del Espíritu Santo. No todo termina con la muerte de Jesús, sino su muerte y resurrección representa un nuevo comienzo que se orienta hacia el futuro. Cristo ha vuelto al Padre y un día vendrá de nuevo. Esta unión de Padre e Hijo debe traernos satisfacción y alegría, porque es la expresión más alta del amor y de la Palabra. Todo tiene sentido. Al que guarda la Palabra de Dios y vive el amor de Dios en conjunto del amor al prójimo, se le promete una habitación en la Jerusalén celestial.

    (Peter Downes, Theologe).

    4. Sonntag der Osterzeit (8.5.2022)

    «Lobgesang der Auserwählten / Anbetung des Lammes», Albrecht Dürer, Holzschnitt aus der Folge von der Apokalypse, ca. 1496-1498, Urausgabe Latein 1498

    «Lobgesang der Auserwählten / Anbetung des Lammes», Albrecht Dürer, Holzschnitt aus der Folge von der Apokalypse, ca. 1496-1498, Urausgabe Latein 1498

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    4. Sonntag der Osterzeit (8.5.2022)

    1. 1.    Lesung: Apg 13,14.43b-52

    Lesung
aus der Apostelgeschichte.

    In jenen Tagen wanderten Paulus und Barnabas von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien. Dort gingen sie am Sabbat in die Synagoge und setzten sich.

    Es schlossen sich viele Juden und fromme Proselyten Paulus und Barnabas an. Diese redeten ihnen zu
und ermahnten sie, der Gnade Gottes treu zu bleiben.

    Am folgenden Sabbat versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort des Herrn zu hören. Als die Juden die Scharen sahen, wurden sie eifersüchtig, widersprachen den Worten des Paulus und stießen Lästerungen aus. Paulus und Barnabas aber erklärten freimütig:
Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündet werden. Da ihr es aber zurückstoßt
und euch selbst des ewigen Lebens für unwürdig erachtet, siehe, so wenden wir uns jetzt an die Heiden.

    Denn so hat uns der Herr aufgetragen: Ich habe dich zum Licht für die Völker gemacht, bis an das Ende der Erde sollst du das Heil sein.

    Als die Heiden das hörten, freuten sie sich und priesen das Wort des Herrn;
und alle wurden gläubig, die für das ewige Leben bestimmt waren.
Das Wort des Herrn aber verbreitete sich in der ganzen Gegend. Die Juden jedoch
hetzten die vornehmen gottesfürchtigen Frauen und die Ersten der Stadt auf, veranlassten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet. Diese aber schüttelten gegen sie den Staub von ihren Füßen
und zogen nach Ikonion. Und die Jünger wurden mit Freude und Heiligem Geist erfüllt.

    1. Lesung: Offb 7,9.14b-17

    Lesung
aus der Offenbarung des Johannes.

    Ich, Johannes, sah: eine große Schar
aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen.
Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, gekleidet in weiße Gewänder,
und trugen Palmzweige in den Händen.

    Und einer der Ältesten sagte zu mir:
Dies sind jene, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen
und im Blut des Lammes weiß gemacht. Sie stehen vor dem Thron Gottes
und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt,
wird sein Zelt über ihnen aufschlagen. 


    Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten.

    Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt,
und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen.


    Evangelium: Joh 10,27-30

    Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

    In jener Zeit sprach Jesus: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben.
Sie werden niemals zugrunde gehen
und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle
und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.



    Impuls: Trotz aller Bedrängnis und Leid dürfen wir ganz auch Gott vertrauen und sein Reich verkünden

    Es war das Osterereignis – das Erleben des Auferstandenen und die Gewissheit, dass Christus die Jünger und Gemeinden lebendig begleitet -, dass zur Missionierung drängte. Die Erfahrung der Gegenwart Christi und einer Botschaft vom Heil sollte nun allen mitgeteilt werden. Hatte sich Jesus vorwiegend an das Volk Israels gerichtet, so stellen die Missionare fest, dass die Botschaft bei den Juden in den Synagogen weniger fruchtbar ist, vor allem, weil sie dort von den Autoritäten angefeindet werden. Paulus und sein Missionsbegleiter Barnabas ziehen nach Antiochien in Pisidien, wo sie als Anlaufstätte zunächst die Synagoge aufsuchen, denn ihre Botschaft vom angebrochen Reich Gottes im Hause Davids richtet sich ja in erste Stelle an sie, die Juden. Bei einem Teil ihrer Zuhörer kommt ihre Botschaft gut an, bei der Synagogenleitung und anderen Juden der Stadt Kleinasiens aber wird der Erfolg der beiden Missionare mit Eifersucht begegnet. Statt mit Argumenten und Schriftzitaten in einen Dialog zu treten, beginnen die jüdischen Vertreter der Synagoge Paulus und Barnabas mit Lästerungen anzugreifen.

    Es sind ihre heilsversprechenden Worte, ihre Verkündigung des Messias und die neue Zeit des angebrochenen Reiches Gottes, die nun bei Massen positiv aufgenommen werden, aber eben den jüdischen Synagogengemeinden Mitglieder entzieht. Die Christenmissionare werden als Konkurrenz wahrgenommen. Sie wiederum stellen fest, dass sich besonders die Heiden der Botschaft Christi öffnen. Es wird die Trennung zwischen Juden und Christen schon zunehmend sichtbar. Während das Christentum sich nun bei den Heiden ausbreitet, feinden die Juden nun die Missionare an und hetzen die Stadtelite gegen sie auf. Paulus und Barnabas werden als Gegner nun verfolgt und aus der Stadt getrieben. Sie aber verbittern nicht, sondern ziehen weiter, vertrauend auf den Heiligen Geist, der sie leitet.

    Bedrängnis und Verfolgung ist nun zu einer Begleiterscheinung der Mission geworden. Johannes, der Autor der Offenbarungen, kann bereits auf einen Erfolg der Missionen zurückschauen. Geradezu unzählig scheint die Zahl der Christen geworden zu sein. Aber viele haben auch große Bedrängnis erlebt. Mit der Schau aufs Ende der Zeiten, sind aber die einst Bedrängten nun versammelt am Throne Gottes. Ihr Blutzeugnis wird zum weißen Taufgewand, sie sind nun unter einem Dach (in einem Zelt) mit dem Vater und ohne des irdischen Leidens. Sie weiden nun wie Lämmer auf den Weiden des Herrn und das Lamm Gottes (Christus) thront mitten unter ihnen. Sie erquicken sich am «Wasser des Lebens» und ihr Tränen werden von Gott selbst getrocknet.

    Leid und Bedrängnis sind ein Preis, den die Missionare und Christen erleiden, aber sie dürfen gewiss sein, dass am Ende sie am ihrem erhofften Ziel anlangen. Christsein ist auch in heutiger Zeit nicht leicht. In einigen Ländern erleben Christen Bedrängnis und Gefahr, werden als «unvernünftig und wirklichkeitsfremd» belächelt oder kritisiert. Wer sich aufrichtig als Christ zu bekennt, wird zunehmend verspottet und sogleich mit allerlei Vorwürfen und Ablehnungen angefeindet. Die eigentliche Botschaft wird dann nicht wahrgenommen, obwohl sie vernünftig und weltverbessernd ist und den Frieden fördern will. Warum diese Botschaft nicht mehr in die Herzen der Massen dringt, liegt wohl auch daran, dass man sich zunehmend den Dialog versperrt. Das Zuhören ist aus der Mode gekommen und so hört man nur noch sich selbst oder jenes, was man hören möchte, wenn es die eigene eingeschlossene Sichtweise bestätigt. Glaube aber ernährt sich durch das Zuhören und Umdenken, das Gespräch, das Nachdenken und dem Bekennen des Erkannten. So wird auch im Evangelium das Hören der «Schafe» auf die Stimme ihres Herrn betont. Vertrauen wird durch das Zuhören geschaffen und erst, wenn dieses Vertrauen hergestellt wird, findet sich der rechte Weg und man kann sich geborgen, geschützt erleben und auf eine gute Zukunft hoffen. Das ist Glaube.          

    Impulso: A pesar de todas las tribulaciones y sufrimientos, podemos confiar en Dios y proclamar su reino.

    Fue el acontecimiento pascual -la experiencia del Señor resucitado y la certeza de que Cristo vive entre los discípulos y en las comunidades cristianas- lo que impulsó a la evangelización, la misión. La experiencia de la presencia de Cristo vivo y el mensaje de la  salvación ahora debían ser comunicados a todos. Aunque Jesús se dirigió, principalmente, al pueblo de Israel, los misioneros encuentran que el mensaje es menos fructífero entre los judíos en las sinagogas, sobre todo, porque allí les son hostiles sus autoridades. Pablo y su compañero Bernabé se mudan a Antioquía en Pisidia, donde primero van a la sinagoga como primer lugar de encuentro para judíos viajeros, y también porque su mensaje del reino de Dios, que ha comenzado en la casa de David, está dirigido principalmente a ellos, a los judíos. Su mensaje cae bien entre algunos de sus oyentes, pero los líderes de la sinagoga y otros judíos en esta ciudad en Asia Menor están celosos del éxito de las predicaciones de los dos misioneros. En lugar de entrar en diálogo con argumentos y por citar de la Escritura, los representantes judíos de la sinagoga, comienzan a atacar a Pablo y Bernabé con blasfemias.

    Son sus palabras de salvación, su proclamación del Mesías y la nueva era del amanecer del Reino de Dios las que ahora están siendo recibidas positivamente por las masas, pero están alejando a los miembros de las comunidades de sinagogas judías. Los misioneros cristianos son percibidos como competencia, como una amenaza existencial. Ellos, a su vez, notan que los gentiles en particular son receptivos al mensaje de Cristo. La separación entre judíos y cristianos se hace cada vez más visible. A medida que el cristianismo se extiende entre los gentiles, los judíos ahora se oponen a los misioneros y vuelven a la élite urbana en su contra. Pablo y Bernabé son perseguidos como oponentes y expulsados de la ciudad. Pero ellos no se amargan, sino siguen adelante, confiando en que el Espíritu Santo los guíe.

    La angustia y la persecución acompañan permanentemente la evangelización. Juan, el autor de Apocalipsis, puede mirar hacia atrás a una evangelización exitosa. El número de cristianos parece haberse vuelto casi innumerable. Pero muchos también han experimentado grandes tribulaciones. Mirando hacia el final de los tiempos -como visión- aquellos que una vez fueron oprimidos y perseguidos ahora están reunidos ante el trono de Dios. Su testimonio de sangre (el martirio) se convierte en una túnica bautismal blanca, ahora están bajo un mismo techo (en una tienda) con el Padre y libres del sufrimiento terrenal. Ahora pastan como corderos en los pastos del Señor, y el Cordero de Dios (Cristo) está entronizado en medio de ellos. Se refrescan en el «agua de la vida» y sus lágrimas son secadas por Dios mismo.

    El sufrimiento y la tribulación son un precio que deben soportar los misioneros y los cristianos, pero ellos pueden estar seguros de que al final llegarán a la meta anhelada: sentados al lado de trono del Señor. Aún hoy, ser cristiano no es fácil. En algunos países, los cristianos experimentan persecuciones y peligros, se burlan sobre ellos o los critican como «irracionales y poco realistas». Cualquier persona que profesa sinceramente ser cristiano es cada vez más ridiculizado e inmediatamente atacado con todo tipo de reproches y rechazos. Entonces no se percibe el mensaje real de los cristianos, aunque es razonable y busca mejorar el mundo, quiere promover la paz. La razón por la que este mensaje ya no penetra en el corazón de las masas, probablemente, se deba también al hecho de que el diálogo está cada vez más bloqueado. El escuchar ha pasado de moda y, por lo tanto, uno solo se escucha a sí mismo o lo que quiere escuchar solamente lo que confirma la perspectiva atrapada de uno. La fe, sin embargo, se nutre escuchando y repensando, conversando, reflexionando y confesando lo reconocido. También en el Evangelio se subraya la escucha de las «ovejas» a la voz de su amo. La confianza se crea por escuchar y solo cuando se establece esta confianza en la voz verdadera se encuentra el camino correcto y uno puede sentirse seguro, protegido y con la esperanza hacia un buen futuro. Eso es lo que significa tener fe.

    (Peter Downes, Theologe).

    2. Sonntag der Osterzeit (24.4.2022)

    «Der ungläubige Thomas» von Michelangelo Merisi da Caravaggio, um 1601, Bildergalerie von Sanssouci, Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

    «Der ungläubige Thomas» von Michelangelo Merisi da Caravaggio, um 1601, Bildergalerie von Sanssouci, Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

    Wochen-Impulse

    (Gedanken zu den Lesungen und dem Evangelium)

    2. Sonntag der Osterzeit (24.4.2022)

    1. 1.    Lesung: Apg 5,12-16

    Lesung
aus der Apostelgeschichte.

    Durch die Hände der Apostel
geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen. Von den Übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen; aber das Volk schätzte sie hoch. Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt, Scharen von Männern und Frauen. Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Liegen, damit, wenn Petrus vorüberkam,
wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel. Auch aus den Städten rings um Jerusalem strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit. Und alle wurden geheilt. 


    1. 2.    Lesung: Offb 1,9-11a.12-13.17-19

    Lesung
aus der Offenbarung des Johannes.

    Ich, Johannes, euer Bruder und Gefährte in der Bedrängnis, in der Königsherrschaft und im standhaften Ausharren in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus.

    Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune.

    Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch und schick es an die sieben Gemeinden in Kleinasien.

    Da wandte ich mich um,
weil ich die Stimme erblicken wollte, die zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen gleich einem Menschensohn; er war bekleidet mit einem Gewand bis auf die Füße und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold.

    Als ich ihn sah,
fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht!
Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch siehe, ich lebe in alle Ewigkeit
und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt. 


    Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird.

    Evangelium: Joh 20.19-31

    Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

    Am Abend dieses ersten Tages der Woche,
als die Jünger aus Furcht vor den Juden
bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!

    Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.

    Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 


    Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an
und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! 


    Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

    Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.

    Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen:
Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege,
glaube ich nicht.

    Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte
und sagte: Friede sei mit euch!

    Dann sagte er zu Thomas:
Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

    Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!

    Jesus sagte zu ihm:
Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

    Noch viele andere Zeichen
hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben,
damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben

    Leben habt in seinem Namen.

    Impuls: Der Friede und ein Leben durch den Glauben sind die Säulen der österlichen Gemeinschaft. 

    Nach dem Tod und der Auferstehung Christi steht die christliche Gemeinschaft vor der Herausforderung ihrer Zukunftsbestimmung. Wie soll es nun weitergehen? Was ist ihr Auftrag?

    Der Evangelist Lukas fast kurz die Entwicklung der Gemeinde in Jerusalem zusammen. Die Apostel – gemeint sind wohl die Zwölf – wirken mit Zeichen und Wunder im Volk, d.h. sie führen das Wirken Jesu fort. Ihr Wirkungsort ist (noch) Jerusalem. Die Gläubigen versammeln sich in der Halle Salomos, d.h. in einer Halle im Tempelbereich. Es klingt eine gewisse Spannung an, denn es gibt Leute – hier als «Übrige» benannt -, die es nicht wagten, sich dieser Gemeinschaft anzuschließen, obwohl die Jesusjünger im Volk hochgeschätzt wurden. Hatte das Volk am Karfreitag noch den Tod Jesus schreiend gefordert, so hat es hier eine Wende vollzogen und es scheint durch die Zeichen und Wunder der Apostel nun zu Sympathisanten geworden zu sein und so begann die Gemeinde sich merklich zu vergrößern.

    Von Petrus wurde die Heilung von Kranken erwartet, selbst, wenn er nur an ihnen auf den Straßen vorbeizog. Die Gabe der Heilung der Kranken durch Petrus und die anderen Apostel bestätigt das Weiterwirken der göttlichen Kraft in der nachösterlichen Gemeinschaft.

    Die Gemeinschaft wird sich im Laufe der Jahre an die Grenzen der Erde ausbreiten und so kann Johannes, der Autor der Offenbarungen, sich an sieben Gemeinden in Kleinasien richten. Dort wirkte in den 50er und 60er des ersten Jahrhunderts der Heilige Paulus und besuchte selbst verschiedene Gemeinden. Nun, am Ende des ersten Jahrhunderts, macht Johannes den Gemeinden Mut, denn es herrschen nun schwierige Zeiten unter dem Kaiser Domitian. Die Gemeinden sollen ihren Glauben als Leuchter aufscheinen lassen, wohlwissend, dass Christus – der Menschsohn – sich lebendig mitten unter ihnen befindet. Johannes ruft die Gläubigen auf, sich nicht zu fürchten, sondern sich daran zu erinnern, dass Christus lebt und der Tod damit kein verschlossener Ort mehr ist, sondern Christus uns aus dem Tod zum ewigen Leben führen kann. Trotz aller Bedrängnis und Todesgefahren, sollen wir uns durch Christi Hand geleitet wissen und so unseren Glauben zum Leuchten bringen.        

    Worauf aber beruht denn unser Glaube? Ist Jesus nicht unter Schmerzen am Kreuz gestorben, hingerichtet wie ein Sklave und Verbrecher? Können wir denn sicher sein, dass er auferstanden ist bzw. von den Toten auferweckt wurde? Zweifel an einer solchen Erzählung sind normal, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Der Apostel Thomas spricht das aus, was wohl nahezu alle denken: Ich glaube erst, wenn ich etwas sehen und anfassen kann. Wahr ist dann nur, was ich vorzeigen und nachweisen kann. Seine Reaktion auf den Erfahrungsbericht seiner Mitbrüder verwundern uns daher auch nicht. Diese hatten ihn von ihrer persönlichen, direkten Begegnung mit dem Auferstandenen berichtet. Der auferstandene Christus ist ihnen noch am Abend des ersten Tages der Woche (also Ostersonntag) erschienen. Sie waren noch verschreckt und hatten sich versteckt gehalten, hatten sich eingeschlossen, als dann Jesus in ihre Mitte trat. Er begrüßte sie mit den Worten: «Friede sei mit euch!» Das es sich wirklich um den Gekreuzigten handelte, wird durch das Zeigen seiner Hände und seiner Seite – seinen Wunden am Kreuz – dann bestätigt. Diese markanten Wundmale führten zum Erkennen des Auferstandenen und lösten dann bei ihnen Freude aus. Es ist die erste Begegnung mit dem Auferstandenen und es folgt sogleich der Auftrag: «Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch». Die Jünger erhalten durch Jesus einen Missionsauftrag und dazu einen Geistempfang: er haucht ihnen den Heiligen Geist ein – wie ein schöpferischer Akt, der lebendig macht, wie Gott Adam mit seinem Atem das Leben schenkte. Sie sind durch diese Geistgabe nun bemächtigt als Richter aufzutreten und Sünden zu erlassen, aber auch Sünder in ihrem Sünderdasein zu belassen.     

    Thomas war aber jenem Abend nicht anwesend und nachdem die anderen Apostel von ihrer Begegnung mit dem auferstanden Jesus erzählten, wollte er ihnen nicht glauben. Ihr Zeugnis reichte ihm nicht, er brauchte sichtbare und spürbare Beweise, wollte selbst die Male der Nägel und die Wunde der Seite sehen und anfassen können. Acht Tage darauf, d.h. am folgenden Sonntag – den wir heute in Erinnerung begehen -, hatten sich die Jünger wiederum versammelt – der Sonntag wurde damit bereits zum Herrentag – und dieses Mal war Thomas anwesend. Wie am Ostersonntag erschien Jesus wiederum mitten unter ihnen und sprach seinen Friedensgruß aus. Jesus erscheint in einem verschlossenen Raum, womit sein Erscheinen als etwas Besonderes, Übernatürliches gekennzeichnet wird. Er fordert nun Thomas auf, sich zu vergewissern, dass er der Gekreuzigte ist, indem Thomas seine Wunden betasten darf. Nun ist Thomas überzeugt und spricht ein Glaubensbekenntnis aus: «Mein Herr und mein Gott!» Es reichte Thomas anscheinend nicht, Jesus zu sehen – konnte er ihn denn nicht sofort erkennen? -, sondern erst das Tasten an den Wunden, löst bei ihn die Glaubensversicherung aus.

    Wir aber können nicht diese Erfahrung machen, sondern sind auf dieses Glaubenszeugnis angewiesen. Diese Erzählung über die Begegnung mit dem Auferstandenen soll uns helfen, an die Auferstehung zu glauben, obwohl wir nicht den «empirischen», physischen Beweis machen können. Es bleibt eine Frage des Glaubens. Dieser Glaube aber ist es, der Leben schenkt, unsere Hoffnung auf ein ewiges Leben mit Christus und unseren Mitmenschen speist.            

    Heute feiert die Orthodoxe Kirche das Osterfest. Der Friedensgruß und der Glaube an ein Leben nach dem Tod, die Auferstehung des unschuldig Leidenden und hingerichteten Christus stehen damit im Mittelpunkt. Gefeiert wird diesen Sonntag das Osterfest auch in Ukraine und Russland. Der Patriarch von Moskau und der russische Präsident Wladimir Putin sollten die Botschaft des Friedens und auch das Leid und die Hinrichtung von Christus und dessen Auserstehung als Überwindung des Todes begreifen und den Krieg endlich beenden, der diesem christlichen Geist völlig entgegensteht und eine nur Kultur des Todes huldigt.    

    Es gilt aber das Leben zu fördern, Kranken zu helfen, Leid zu mindern und die Botschaft einer Mitmenschlichkeit zu verkünden. Es geht um einen Glauben für das Leben und ein Leben aus dem Glauben.

    Impulso: La paz y la vida en la fe son los pilares de la comunidad pascual

    Después de la muerte y resurrección de Cristo, la comunidad enfrenta el desafío de determinar su futuro. ¿Cómo proceder ahora? ¿Cuál es su misión?

    El evangelista Lucas resume brevemente el desarrollo de la comunidad cristiana en Jerusalén. Los apóstoles, probablemente refiriéndose solo a los doce, obran con señales y prodigios entre la gente, es decir, continúan con la obra de Jesús. Su lugar de trabajo es (todavía) Jerusalén. Los creyentes se reúnen en el pórtico de Salomón, es decir, en el área del templo. Hay una cierta tensión porque hay personas - aquí denominadas «los demás» - que no se atrevieron a unirse a esta comunidad, a pesar de que era muy estimada por la gente. Mientras esta gente gritaba el Viernes Santo pidiendo la muerte de Jesús, esta misma gente da un giro y parecen haber pasado, por las señales y milagros hechos por los apóstoles, a simpatizantes y la comunidad cristiana creció.

    De Pedro se esperaba que podría curar los enfermos incluso mientras solamente su sombra los tocó cuando cruzaba por las calles. El don de curar a los enfermos por parte de Pedro y los demás apóstoles se entiende como confirmación de la obra continua del poder divino en la comunidad después de la Pascua.

    El cristianismo se expandirá hasta los confines de la tierra a lo largo de los años, y así Juan, el autor de la Apocalipsis, puede dirigirse a siete iglesias en Asia Menor. San Pablo trabajó allí desde la década de años 50 y visitó varias comunidades. Ahora, al final del primer siglo, Juan anima a las iglesias porque se encuentran en tiempos difíciles bajo el emperador Domiciano. Las comunidades cristianas deben dejar brillar su fe como una lámpara, sabiendo muy bien que Cristo, el «Hijo del Hombre», está vivo en medio de ellos. Juan llama a los creyentes a no tener miedo, sino a recordar que Cristo vive y que la muerte ya no es un lugar cerrado, sino que Cristo puede sacarnos de la muerte a la vida eterna. A pesar de todas las penalidades y peligros de la muerte, debemos saber que estamos siendo guiados por la mano de Cristo y así hacer resplandecer nuestra fe.

    Pero, ¿en qué se basa nuestra fe? ¿No murió Jesús con dolores en la cruz, y fue ejecutado como un esclavo y criminal? ¿Podemos estar seguros de que resucitó, levantado de entre los muertos? Las dudas sobre tal narrativa son normales. El apóstol Tomás dice lo que casi todo el mundo piensa: sólo creo cuando puedo ver y tocar algo. Sólo lo que puedo mostrar y probar es cierto. Por lo tanto, no nos sorprende su reacción ante el testimonio de sus hermanos apóstoles.

    Ellos le habían contado su encuentro personal y directo con el Señor resucitado. Jesús resucitado se les apareció por la tarde del primer día de la semana (el Domingo de Pascua). Todavía estaban asustados y se escondieron, se encerraron, cuando Jesús entró en medio de ellos. Jesús los saludó: «¡La paz sea con vosotros!» Que realmente se trató del mismo crucificado, Jesús lo confirma mostrando sus manos y su costado, sus heridas en la cruz. Así viéndolo la alegría llegó ahora entre ellos. Es el primer encuentro con el Resucitado y luego Jesús dejó un mandato: «Como me envió el Padre, así os envío yo». Los discípulos reciben una orden de misión por Jesús y reciben el Espíritu Santo que Él les infunde, un acto creativo que da vida, así como Dios le dio vida a Adán con su aliento. Ahora están autorizados para actuar como jueces, para perdonar los pecados, pero también para mantener a los pecadores en su existencia de pecadores.

    Sin embargo, Tomás no estaba presente esa noche y después de que los otros apóstoles relataran su encuentro con Jesús resucitado, no quiso creerles. Su testimonio no era suficiente para él, necesitaba pruebas visibles y tangibles, quería poder ver y tocar las llagas hechas por los clavos y la herida en el costado. Ocho días después, es decir, el domingo siguiente -que recordamos hoy- los discípulos se habían reunido nuevamente -el domingo ya era el Día del Señor- y esta vez, Tomás estaba presente. Como el Domingo de Resurrección, Jesús apareció en medio de ellos y les dio su saludo de paz. Jesús aparece en una habitación cerrada con llave, lo que marca su aparición como algo especial, sobrenatural. Ahora le pide a Tomás que se asegure de que él es el crucificado al permitir que Tomás toque las heridas. Eso lo convence finalmente y Tomás pronuncia un credo: «¡Señor mío y Dios mío!» Aparentemente, no fue suficiente para Tomás ver a Jesús, ¿no pudo reconocerlo de inmediato? - pero sólo tocar las heridas desencadena la seguridad de la fe en Él.

    Nosotros no podemos tener esta misma experiencia de Tomás, sino dependemos de este testimonio de fe de estos discípulos de Jesús. Esta narración sobre el encuentro con el Señor resucitado pretende ayudarnos a creer en la resurrección, aunque no podamos hacer la prueba física «empírica». Sigue siendo una cuestión de creencia. Pero es esta fe la que da vida, nuestra esperanza en la vida eterna con Cristo y con nuestros hermanos y hermanas en Cristo.

    Hoy la Iglesia Ortodoxa celebra la fiesta Pascua. El signo de la paz y la creencia en la vida después de la muerte, la resurrección de Cristo inocentemente sufriente y ejecutado en la cruz forman el foco de esta fiesta. Van tener celebraciones también en Ucrania y Rusia. El patriarca de Moscú y el presidente ruso, Vladimir Putin, deben entender el mensaje de paz y también el sufrimiento y la ejecución de Cristo y su resurrección como la conquista de la vida sobre la muerte y, así, tomar un giro para acabar finalmente con la guerra que se opone por completo a este espíritu cristiano y rinde solo un culto a la muerte.

    Es importante promover la vida, ayudar a los enfermos, reducir el sufrimiento y anunciar el mensaje para humanizar nuestro mundo. Se trata de una fe para la vida y una vida por la fe.

    (Peter Downes, Theologe).

    Palmsonntag,
Feier des Einzugs Christi in Jerusalem (10.4.2022)

    «Einzug Jesu in Jerusalem», Duccio (di Buoninsegna), Teilbild der Rückseite eines Altarbildes zur Passion Christi, 1308, stand ursprünglich in der Kathedrale von Siena, heute im Museo dell’Opera del Duomo in Siena.